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Derbysieg! SC Verl schießt Wiedenbrück mit 4:0 aus dem Stadion

(Foto: westline)
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Verl – Das war ein Befreiungsschlag nach Maß für den SC Verl: Am Freitagabend beförderten die Schwarz-Weißen den Kreis-Rivalen SC Wiedenbrück glatt mit 4:0 aus dem Stadion an der Poststraße. Brauchte der Sportclub zunächst Anlaufzeit, so wurde die zweite Halbzeit zu einem beeindruckenden Offensivspektakel.

„Endlich haben wir die Situationen mal vernünftig ausgespielt“, sagte ein sichtlich erleichterter Guerino Capretti. Aus gutem Grund durfte er durchpusten: War das Duell zwischen Verl und Wiedenbrück vor Anpfiff eines zweier Teams, die durchaus in Abstiegsgefahr geraten könnten, so haben sich die Gastgeber dieser Sorgen vorerst entledigt. Jannik Schröder (39.), Daniel Hammel (59.), Ron Schallenberg (70.) und Fabian Brosowski (78.) schossen den überdeutlichen, aber letztlich in der Höhe verdienten Erfolg heraus.

Denn Wiedenbrück, trainiert von Björn Mehnert, ließ den zuletzt erkennbaren Aufwärtstrend nur im ersten Spielabschnitt aufblitzen. Da wagten sich die Gäste, unterstützt von einigen Dutzend tapferen Schlachtenbummlern, in unregelmäßigem Abstand in die gegnerische Hälfte, Patrick Schikowski prüfte Robin Brüseke mit einem feinen Schuss auf das rechte Toreck (22.). Und auch Ex-Verler Daniel Schaal probierte es, erwischte Brüseke beinahe auf dem falschen Fuß (38.). 

Mannschaft setzt Trainer-Vorgabe perfekt um

Sekunden später klingelte es aus dem Nichts auf der Gegenseite: Schröder hatte, nachdem Hammel mit einem verunglückten Fallrückzieher für Verwirrung gesorgt hatte, aus gut zehn Metern unten rechts eingenetzt. Und noch vor dem Seitenwechsel hätte Ron Schallenberg, der plötzlich frei vor Wiedenbrücks Schlussmann Marcel Hölscher aufgetaucht war, erhöhen müssen – da raufte sich Trainer Capretti noch die Haare.

Endstand. (Foto: westline)
(Foto: westline)
(Foto: westline)

Er konnte nicht ahnen, dass seine Mannschaft die Vorgabe ihres Coaches, „dem Gegner mal so richtig zu zeigen, wer Herr im Hause ist“, optimal umzusetzen wusste. Im zweiten Durchgang passte fast alles: Schon nach 30 Sekunden war Stefan Langemann im Inbegriff, aus guter Position zu erhöhen, scheiterte aber an Hölscher. Besser machten es Hammel, Schallenberg und Brosowski – besonders das zweite und vierte Tor resultierten jeweils aus schnellen Kombinationen über die anfällige linke Wiedenbrücker Seite, Nico Hecker nutzte die Freiräume eiskalt und servierte zweimal zentimetergenau. 

"Die beste Halbzeit dieser Saison"

„Die zweite Halbzeit war die beste der gesamten Saison“, konstatierte dann auch Vorsitzender Raimund Bertels. „Man hat unserer Mannschaft des Selbstvertrauen angemerkt, und noch dazu stimmte heute auch die Chancenverwertung.“ Schnell, zielstrebig, leidenschaftlich und effizient dazu – es war wieder der Verler Fußball, der gerade in den Heimspielen manches Mal schwer gefallen war.

Tatsächlich bedeutet das 4:0 im Derby den erst zweiten Heimsieg im mittlerweile zehnten Spiel vor dem eigenen Publikum. Allerdings spielte auch das gravierende Verletzungspech eine nicht unbedeutende Rolle. „Ich ziehe meinen Hut vor Guerino und Maniyel (Nergiz, Co-Trainer, Anm. d. Red.), dass sie nie über die schwere Situation klagen“, spendierte Bertels ein Extralob an das Trainerteam. Nun gilt der Fokus voll und ganz dem Viertelfinale im Westfalenpokal am kommenden Freitag. Dann ist Oberligist 1. FC Gievenbeck zu Gast.

 


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