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Kampf um die 3. Liga: Fängt Rot-Weiß Oberhausen Viktoria Köln noch ab?

(Foto: Jan Ahlers)
(Foto: Jan Ahlers)

Oberhausen – Das Rennen um den direkten Aufstiegsplatz in der Regionalliga West spitzt sich immer weiter zu. Viktoria Köln, das vor einigen Wochen noch einen lockeren Durchmarsch an der Spitze anstrebte, gerät nachhaltig ins Wanken - und ein alter Bekannter aus dem Profifußball schickt sich an, diese Schwäche auszunutzen: Rot-Weiß Oberhausen.

Wer wird der neue Drittligist aus dem Fußball-Westen? Erstmals gibt es in dieser Saison nach sechs Jahren Aufstiegs-Relegation wieder einen direkten Aufsteiger in die 3. Liga - und lange sah alles danach aus, als würde der hochfavorisierte, weil finanzstärkste Verein Viktoria Köln den Meistertitel ohne größere Probleme einfahren können. Bis jetzt.

Denn seit Freitagabend trennen Viktoria und den einzig verbliebenen Verfolger Rot-Weiß Oberhausen nur noch drei mickrige Punkte, in den verbleibenden sechs Partien sind aber noch 18 zu vergeben. Der Grund: Viktoria Köln verlor das Stadtderby gegen die Reserve des 1. FC Köln völlig überraschend mit 1:2.

Krebs-Besieger schießt Rot-Weiß Oberhausen ins Glück

Und RWO? Die mühten sich redlich ab mit dem seit der Winterpause stark ersatzgeschwächten Wuppertaler SV. Raphael Steinmetz besorgte die 1:0-Führung nach 61 Minuten, die von Gaetano Manno per Elfmeter egalisiert wurde (75.). Den letzten Punch aber setzen die Gastgeber - und schreiben damit eine großartige Geschichte: Alexander Scheelen, kurz zuvor eingewechselt, markierte das 2:1 in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Scheelen hatte im April 2018 die Diagnose Lymphknotenkrebs erhalten, unterzog sich einer Chemotherapie. Seit Beginn des Jahres spielt er wieder Fußball, und beförderte Oberhausen nun unter dem großen Jubel von rund 2.800 Fans im Stadion am Niederrhein zurück ins Aufstiegsrennen.

Viktoria-Form ist nicht mehr aufstiegstauglich

Die Form spricht klar für Rot-Weiß. Seit November 2018 haben die Niederrheiner kein Spiel mehr verloren. zuletzt gab es 16 von 18 möglichen Punkten. Zum Vergleich: Viktoria gewann nur noch eines der vergangenen fünf Pflichtspiele, darunter das bittere Pokal-Aus im viel bedeutsameren Stadtderby mit Fortuna Köln (2:3). Mit dem abgeschlagenen TV Herkenrath wartet nun ein womöglich dankbarer Aufbaugegner - Oberhausen ist beim Vorletzten Kaan-Marienborn aber ähnlich favorisiert.

Apropos Tabellenkeller: Dort durfte am Samstag Peter Neururer als Sportlicher Leiter der SG Wattenscheid 09 erstmals jubeln. 3:1 siegte die SGW über Kaan-Marienborn und schloss damit zu den Nichtabstiegsrängen auf. Angesichts der ebenso munter punktenden Konkurrenz sollten zu den bislang gesammelten 30 Punkten aber noch mindestens zehn hinzukommen, um die Klasse halten zu können. Sechs Spiele hat Wattenscheid dafür jetzt noch Zeit.

 

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