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Flutlichtspiel: SC Verl freut sich auf Rot-Weiss Essen

(Foto: Schulte)
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Verl – Es gibt mehrere Faktoren, die die Vorfreude auf ein Fußballspiel in die Höhe schnellen lassen. Für viele gehört das eingeschaltete Flutlicht dazu, eine prickelnde Tabellensituation oder auch ein attraktiver Gegner. Für den SC Verl treffen am Freitagabend alle drei Variablen zusammen: Spitzenreiter Rot-Weiss Essen kommt. Ein Highlight für alle Beteiligten.  

Dass der SC Verl am Spieltag keine Tickets mehr vor Ort verkauft, das kommt nur selten vor. Zugegeben: Es handelt sich „nur“ um die Gästekarten, von denen Verl rund 1.700 nach Essen geschickt hat und die dort aller Voraussicht nach restlos unter die Leute gebracht werden. Und doch freut man sich an der Poststraße sehr über diesen Zulauf. „So ist das nun einmal, wenn Essen kommt“, meint Raimund Bertels, Vorsitzender des Vereins. „Vor allem unter diesen besonderen Vorzeichen.“

Besonders ist allen voran die Euphorie im Lager der Rot-Weißen. Nach sieben Spieltagen ist die Mannschaft von Trainer Karsten Neitzel Tabellenführer vor Viktoria Köln, und der Mut wächst, den Dauerrivalen vom Rhein noch über längere Zeit in einen erbitterten Zweikampf zerren zu können. Selbst die 2:3-Heimpleite gegen Aufsteiger Lippstadt tat der guten Laune nur bedingt Abbruch, kämpfte RWE doch in Unterzahl wie Löwen und hätten sich mit einem Elfmeter in letzter Minute sogar noch einen Punkt erarbeiten können. 

RWE fehlt ein starker Mann

Ihr Frust galt dem Schiedsrichtergespann aus Luxemburg, das Kai Pröger als auch Trainer Neitzel infolge eines harten Einsteigens des Stürmers vom Feld respektive Innenraum verwies. Während Neitzel am Freitagabend in Verl wieder auf der Bank sitzen wird, kann Pröger – der spielerisch wohl beste Mann der Essener – nicht mitwirken. „Das ist sicherlich kein Nachteil“, räumt Bertels ehrlich ein.

Dass Rot-Weiss Essen bereits 17 Treffer erzielt hat, weiß der Sportclub. Dennoch ist er nicht bekannt dafür, sein forsches Spiel einem starken Gegner anzupassen. Man wolle offensiv agieren und die drei Punkte daheim behalten, gibt Bertels vor. Die Defensive, die seit dem Amtsantritt von Guerino Capretti als SCV-Trainer nur geringe Fehlerquoten produziert und dementsprechend wenige Gegentore fängt, wird gefordert sein.

Das Glück des Tüchtigen

Hüpfen könnte der SC Verl zumindest über Nacht auf den dritten, unter Umständen sogar auf den zweiten Platz. Es wäre der Lohn für viele solide Leistungen in den ersten Saisonwochen, die aufgrund zahlreicher Remis bislang ein wenig unter dem Radar blieben. Dabei hatte Verl ausgerechnet beim erst zweiten Saisonsieg in Herkenrath das Glück des Tüchtigen, wurde phasenweise dominiert, nutzte aber die wenigen Fehler der Gastgeber eiskalt.

Auch Bertels weiß, dass man sich so am Freitag nicht zeigen sollte. Immerhin sollen auch viele schwarz-weiße Fans ins Stadion an der Poststraße strömen. 2.500 Besucher kalkuliert der Macher des Sportclubs vorsichtig ein – angesichts der immensen Anzahl mitreisender Gästefans und das angenehmen Flutlichttermins könnte unter Umständen sogar die Marke von 3.000 Zuschauern geknackt werden. Das war zuletzt im Westfalenpokal-Finale 2015 gegen Arminia Bielefeld der Fall.

 


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