Berichte aus der Regionalliga West

Unser Service... Unsere Texte aus der Regionalliga West exklusiv auf Facebook

Trainer Capretti zufrieden
Stürmer da: SC Verl ist kurz vor dem Trainingsauftakt komplett

Guerino Capretti wird neuer Trainer des SC Verl. (Foto: Schulte)

Verl – Die Regionalliga West wird stark, bärenstark. Das weiß der SC Verl, der um seine gute Position in der oberen Tabellenhälfte ab dem Sommer neu kämpfen muss. Trainer Guerino Capretti und Vorsitzender Raimund Bertels können dennoch zuversichtlich sein. Ihre „Schäfchen“ haben die Verantwortlichen jedenfalls schon vor dem Trainingsauftakt am Montag beisammen...

Am Dienstagabend präsentierte der Sportclub seinen wohl wichtigsten Transfer: Einen Stoßstürmer für das Zentrum. Daniel Hammel heißt er, ist 25 Jahre alt und kommt von den Stuttgarter Kickers, mit denen er kürzlich in die Oberliga Baden-Württemberg abgestiegen ist. Dort verbrachte er nur ein halbes Jahr und fand sich nicht wirklich zurecht. Regionalliga-Experten kennen ihn aus seiner Zeit bei Alemannia Aachen oder Eintracht Trier – gerade in der Moselstadt erwischte er ein tolles Jahr, machte 2015/16 in 27 Spielen elf Treffer und bereitete sechs vor.

„Er ist ein großer Stürmer, aber zugleich beweglich“, umschreibt Bertels das Profil des künftigen Angreifers. Das mache ihn zu einem Allrounder, der Verl in dieser Form noch fehlt. Für Gianluca Marzullo, der in der abgelaufenen Spielzeit nur magere fünf Tore erzielte, ist der Zug damit abgefahren. Sein Vertrag an der Poststraße wird nicht verlängert werden.

„Das gibt allen Parteien Sicherheit“

Die Rolle als Torjäger soll nun Hammel zufallen. „Wir würden uns wahnsinnig freuen, wenn er sich tatsächlich derart entwickelt“, sagt Bertels, der dem gebürtigen Hachenburger einen Dreijahresvertrag vorgelegt hat. „Das gibt allen Parteien Sicherheit.“ Eine Ausstiegsklausel ist Bestandteil des Arbeitspapiers – sollte Verl ins Schwarze getroffen haben und Hammel zum Goalgetter werden, könnte er für eine entsprechende Ablösesumme wechseln.

Das ist Zukunftsmusik. Noch lässt sich kaum abschätzen, wie konkurrenzfähig der SC Verl in der neuen Saison sein wird. Klar ist: Die Liga wird trotz des Aufstiegs vom KFC Uerdingen kaum schwächer. Besonders Aufsteiger SV Lippstadt 08 wird eine ordentliche Rolle zugetraut, während andere Namen in der Spielklasse noch ein wenig exotisch klingen: Der FC Kaan-Marienborn, der SV Straelen sowie der TV Herkenrath wagen sich künftig an das Abenteuer Regionalliga West.

Nachverpflichtungen sind nicht ausgeschlossen

„Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Raimund Bertels wenige Tage vor der ersten Trainingseinheit am Montag. Das kann er behaupten, weil alle sportlichen Planstellen besetzt sind. Verabschiedet hat Verl mehrheitlich Ersatzspieler, mit Patrick Choroba aber auch sein vielleicht größtes Talent – der Rechtsverteidiger spielt künftig für Sonnenhof Großaspach in der 3. Liga. Zlatko Muhovic wechselt zudem zum Rivalen SC Wiedenbrück. „Alles lief völlig sauber ab. Zlatko hat mit offenen Karten gespielt“, sagt Bertels. 

Den Markt will man beim SC Verl dennoch weiterhin sondieren, und das nicht nur, weil sich das ein oder andere Schnäppchen für gewohnt erst im Juli oder August ergibt. Denn ob Nico Hecker, vor zwei Jahren noch unangefochtener Stammspieler, sich nach seiner Operation an der Schulter rasch erholen wird oder einige Monate Rehabilitation benötigt, ist noch nicht absehbar. Gut möglich, dass auf den begehrten Flügelposition noch nachgerüstet werden muss.

 

Regionalliga West


Weitere Artikel: Regionalliga West »