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Wechsel aus Rhynern
Björn Mehnert wird im Sommer Trainer des SC Wiedenbrück

Burckhard Kramer, Björn Mehnert und Alexander Brentrup (v.l.). (Foto: Schulte)

Wiedenbrück – Frühzeitig hat der SC Wiedenbrück die Weichen für die neue Saison gestellt: Neuer Trainer an der Rietberger Straße wird Björn Mehnert, aktuell noch in Diensten von Westfalia Rhynern.

Seit Wochen wurde rund um den SC Wiedenbrück über den Trainerposten spekuliert. Würde Alfons Beckstedde erneut verlängern? Käme ein neuer Trainer? Schweigen überall. Beckstedde sagte nichts, der Klub schwieg - bis zum Freitag. Kurz vor dem Wochenende schlug der Klub die Pflöcke ein: Ab Sommer wird Björn Mehnert neuer Trainer des SCW. Er erhält einen Vertrag bis 2019.

Klar ist damit, dass Alfons Beckstedde nach drei Jahren seine Zelte beim SC Wiedenbrück abbrechen wird. Seine Konzentration wird wohl zunächst dem Trainer-A-Schein gelten, den er bekanntlich gerne machen möchte. Und für Björn Mehnert steht der Abschied beim Oberligisten Westfalia Rhynern an, wo er seit 2011 an der Seite stand.

Reichlich Wechselspiele deuten sich da in Westfalen an, zumal auch einige andere Trainerposten in der Region im Sommer wohl neu besetzt werden (müssen).

 

Björn Mehnert, ab Juli 2017 Trainer beim SC Wiedenbrück. (Foto: Schulte)
Bis Juni 2017 Trainer beim SC Wiedenbrück: Alfons Beckstedde. (Foto: Schulte)
Burckhard Kramer, Björn Mehnert und Alexander Brentrup (v.l.). (Foto: Schulte)
Vorstandsmitglied Alexander Brentrup und Trainer Björn Mehnert (v.l.). (Foto: Schulte)
Vorstandsmitglied Alexander Brentrup und Trainer Björn Mehnert (v.l.). (Foto: Schulte)
Björn Mehnert, ab Juli 2017 Trainer beim SC Wiedenbrück. (Foto: Schulte)
Björn Mehnert und Vorstandsmitglied Burckhard Kramer (v.l.). (Foto: Schulte)

 

"Ich war jetzt sechs Jahre in Rhynern und habe immer darauf hingearbeitet, den nächsten Schritt machen zu dürfen", so Mehnert am Freitagnachmittag. "Ich bin Rhynern dankbar, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben, als Trainer zu arbeiten." Der nächste Schritt ist jetzt Regionalliga. "Ich gehe mit Demut an diese Aufgabe heran, so wie ich das immer tue." Es sei etwas Schönes, in der neuen Liga arbeiten zu können. Die A-Lizenz hat der frühere Profi des BVB und Wuppertaler SV und damit dem aktuellen SCW-Trainer Beckstedde etwas voraus.

Mehnert: "Man wusste in Rhynern von meinen Zielen, wie ehrgeizig ich bin. Ein bisschen wehmütig sind sie wohl, aber das alles lief sauber ab." Und der Zeitpunkt spricht ja für sich: Früh im Januar haben beide Vereine Planungssicherheit und können nun in die Vorbereitung einsteigen.

Björn Mehnert wird in Wiedenbrück zunächst mit Co-Trainer Dirk Flock zusammenarbeiten. "Ich kenne Dirk Flock selbst und das war auch mein Wunsch, mit ihm hier weiterzuarbeiten. Und der SC Wiedenbrück wollte das auch."

Alfons Beckstedde informierte am Freitag auch seine Mannschaft. "Er wusste das auch schon relativ lang", so Vorstandsmitglied Alexander Brentrup. Bereits im November hatte Beckstedde das Vorstandsmitglied Burckhard Kramer zu einem Gespräch eingeladen. Im Rahmen dieses Gesprächs sei dann klargeworden, dass man im Sommer etwas Neues versuchen wolle. Ob Beckstedde das entschieden hatte oder der Verein? "Das kann ich gar nicht sagen, das hat sich einfach so ergeben", so Kramer am Freitag. 

Den Kontakt zu Mehnert stellte U23-Trainer Dominik Jansen her. Der war als Aktiver noch Gegner von Mehnert, beide kennen sich gut. Und die Gespräche zwischen Klub und Mehnert verliefen so positiv, dass die Einigung schnell erzielt wurde.

Das Maximum rausholen

Und was geht künftig in Wiedenbrück? Mehnert hielt sich bedeckt. "Wir wollen das Maximum rausholen", sagte er nur allgemein und verwies auf die nun erst beginnende Kaderplanung. In die ist der Neu-Trainer übrigens eingebunden. Schon die Rückkehr von Marcel Leenemann im Sommer war in Absprache mit Mehnert eingestiehlt worden.

Der in Hamm wohnhafte Mehnert wird sich in den kommenden Monaten über zu wenig Arbeit nicht beklagen können. Den Trainerjob in Rhynern geht er mit Volldampf an. Parallel plant er das neue Team in Wiedenbrück. Und einen Beruf übt er ja auch noch aus - bei einer Tochtergesellschaft der Commerzbank ist er Abteilungsleiter. "Ich brauche einfach Action", so Mehnert grinsend. "Das schaffe ich aber." Neuland ist die Regionalliga für Mehnert übrigens nur als Trainer. "Ich habe in der Vergangenheit viele Spiele gesehen." Und der sportliche Reiz in einer Klasse mit Traditionsklubs wie Essen, Aachen oder Wuppertal habe zu seiner Entscheidung beigetragen.

Mehnert selbst hatte erst am Donnerstagabend seine eigene Mannschaft informiert. "Die sollte das natürlich vor der Presse erfahren."

Also: Der Übergang beim SC Wiedenbrück läuft ruhig und geordnet, alle wissen Bescheid; und alles Weitere wird sich in den kommenden Wochen ergeben.

 

 

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