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Finale im Westfalenpokal
DFB-Pokal wäre für Wattenscheid 09 das „Sahnehäubchen“

(Foto: Philipp Rentsch)
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Wattenscheid – Das Westfalenpokal-Finale rückt immer näher: Am Samstag um 12.30 Uhr (westline berichtet live im Ticker) trifft die SG Wattenscheid 09 auf Rot Weiss Ahlen. Sportlich wollen die 09er damit eine gute Saison krönen, wirtschaftlich wollen sie sich neuen Spielraum verschaffen. Denn im Falle eines Sieges winkt die große Fußballbühne: der DFB-Pokal.

Liveticker vom Finale

Einst haben sie die Bayern geschlagen, Dortmund geärgert und den Lokalrivalen aus Bochum überholt. Für die SG Wattenscheid 09 sind das längst vergangene Zeiten. Heute kickt der frühere Bundesligist in der Regionalliga West, hat die Saison 2015/16 gerade auf einem guten achten Platz abgeschlossen und dabei reihenweise die Favoriten aus Essen, Aachen und Oberhausen geärgert.

Das Saisonfinale

Bevor es nun in die Sommerpause geht und der Kader abermals vor einem Umbruch steht (neun Abgänge sind schon offiziell), steht allerdings noch das sehnsüchtig erwartete Westfalenpokalfinale gegen Rot Weiss Ahlen an.


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„Wir hatten zu Wochenbeginn zwei Tage frei und bereiten uns nun intensiv auf das Spiel vor“, sagt Top-Scorer Manuel Glowacz, wohlwissend um die Bedeutung dieser Begegnung. „Wir wollen aus einer ohnehin schon guten Saison eine überragende machen“, lautet die klare Marschroute vor dem Finalduell. Seit Donnerstag befindet sich die Mannschaft sogar in einem Kurztrainingslager in der Sportschule Kaiserau. „Außergewöhnliche Spiele erfordern eine außergewöhnliche Vorbereitung“, erklärt Trainer Farat Toku diese Maßnahme. „Solch ein Finale hat man nicht jedes Jahr. Wir wollen deshalb nichts dem Zufall überlassen und uns auch mental richtig vorbereiten.“

Für Wattenscheid geht es dabei nicht nur um den Gewinn des Westfalenpokals, sondern vor allem um den damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal. Es wäre erste Teilnahme seit 11 Jahren, als die Lohrheide-Kicker im Sommer 2005 gegen Werder Bremen mit 1:3 verloren haben.

Pokal als besonderes Erlebnis

Als einer der ganz wenigen aus dem aktuellen Kader hat Leistungsträger Manuel Glowacz auch schon im DFB-Pokal gespielt. „Das waren zwei tolle Erlebnisse. Einmal habe ich sogar gegen Schalke gespielt. So ein Erlebnis wünsche ich uns als Mannschaft und dem ganzen Verein. Das Stadion wäre dann mal so richtig voll.“

Doch bevor das Realität werden könnte, muss die SG Wattenscheid zunächst einmal Ligakonkurrent Rot Weiss Ahlen schlagen. In der gerade beendeten Saison gelang der Sportgemeinschaft zunächst ein 5:3-Sieg im Wersestadion, ehe sich Ahlen im Lohrheidestadion revanchierte und mit 3:1 gewann.

Dass Ahlen nun im Endspiel Heimrecht genießt, sehen die Wattenscheider als gar nicht so großen Nachteil. „Dann müssen wir das Auswärtsspiel eben zu einem Heimspiel machen. Zu diesem Highlightspiel kommen schließlich auch die Highlightzuschauer“, sagt Farat Toku. Natürlich weiß er, was die Fans seit Wochen planen. Über zehn Busse werden am Samstagmorgen aus dem Ruhrgebiet gen Ahlen aufbrechen. Auch viele Privat-PKWs und Zugreisende werden erwartet – über 1.000 Anhänger der SGW sollen es am Ende sein, die ihre Mannschaft zum Erfolg singen wollen. Das wären sogar mehr als bei den meisten Heimspielen.

Wirtschaftliche Bedeutung

Ein Sieg am Samstag wäre deshalb nicht nur sportlich ein großer Schritt, sondern auch wirtschaftlich. In steter Regelmäßigkeit kämpfen die Wattenscheider um wichtige Gelder, um die Regionalliga überhaupt finanzieren zu können. Rund 140.000 Euro würde der Einzug in den DFB-Pokal bringen. Zusätzlich bekäme die SGW 40 Prozent der Zuschauereinnahmen des garantierten Heimspiels in der ersten Runde – im Falle einer Toppartie gegen einen namhaften Erstligisten würden die 09er finanziell also gleich doppelt profitieren.

Doch Trainer Farat Toku warnt davor, schon vor dem Westfalenpokalfinale „Gelder zu verteilen, die wir noch gar nicht eingekommen haben.“ Die finanziell ebenfalls klammen Ahlener würden schließlich genauso rechnen, meint Toku. Doch unabhängig davon wollen sich die Nullneuner die große Chance, die das Spiel am Samstag bietet, nicht nehmen lassen, sagt der Trainer: „Es war schon schwer genug, ins Finale zu kommen, also wollen wir die Gelegenheit nutzen und uns belohnen. Es wäre das Sahnehäubchen auf einer tollen Saison.“

 


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