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Bis zum Ende gezittert
2:2 gegen Wattenscheid: Rödinghausen feiert den Klassenerhalt

(Foto: Philipp Rentsch)
(Foto: Philipp Rentsch)
(Foto: Philipp Rentsch)
(Foto: Philipp Rentsch)

Bis zum Ende mussten sie zittern, entsprechend groß war der Jubel nach Abpfiff: Der SV Rödinghausen bleibt der Regionalliga West erhalten. Mit einem 2:2 gegen die SG Wattenscheid 09 sicherte sich die Mannschaft von Trainer Tim Daseking am Samstag den Klassenerhalt. Besonders die Schlussphase hatte es in sich...

Mit dem einen Auge schauten Betreuer und Ersatzspieler des SV Rödinghausen auf ihr Handy, mit dem anderen auf ihr eigenes Spiel in der Wattenscheider Lohrheide. Am Samstagmittag gegen 15.45 Uhr stand noch immer nicht fest, ob der Sportverein aus Ostwestfalen am Saisonende über oder unter dem berühmten Strich stehen würde, ob der Klassenverbleib damit gelingt oder nicht. Während Rödinghausen in Wattenscheid noch mit 1:2 zurücklag, kämpfte Kölns U23 bei Wegberg-Beeck um die Führung. Wäre dort der entscheidende Treffer gefallen, wäre Rödinghausen auf den bitteren 15. Platz abgerutscht.

Ausgleich in der Schlussminute

Doch es folgten zwei Minuten, die Mannschaft, Verantwortliche und die rund 40 Fans aus Rödinghausen aufatmen ließen. Fast zeitgleich erzielte Wegberg-Beeck gegen Köln das 2:1, während Sinisa Veselinovic für Rödinghausen in der Schlussminute zum 2:2 einnetzte. Der Klassenerhalt war damit eingetütet, der Jubel riesengroß. Trainer Tim Daseking rannte auf das Spielfeld, die Spieler auf der Ersatzbank lagen sich in den Armen. Nur wenige Momente später ertönte der Schlusspfiff. Fans und Spieler feierten gemeinsam in der Kurve, klatschten sich ab, stimmten sogar eine „Humba“ an.

„Abstiegskampf ist echt kein Spaß“, war Trainer Daseking hinterher erleichtert, „zwischendurch sah es alles andere als gut aus, wir mussten immer wieder auf die anderen Ergebnisse schauen.“ Doch das „Wie“ spiele nun keine Rolle mehr. „Wir sind einfach heilfroh, dass wir es geschafft haben und auch im nächsten Jahr in der Regionalliga spielen.“

Starke Wattenscheider Saison

Das gilt natürlich nicht nur für den SV Rödinghausen, sondern auch für den Gegner, die SG Wattenscheid 09. Dank einer teils furiosen Saison hatte die Mannschaft um Trainer Farat Toku zu keinem Zeitpunkt Abstiegssorgen, landete nun am Saisonende auf einem guten achten Platz. „Ich kann hier allen nur ein riesengroßes Kompliment aussprechen. Wir haben eine überragende Saison gespielt und viele tolle Siege gefeiert. Ich bin auch gar nicht wirklich böse, dass es heute nur zu einem Unentschieden gereicht hat.“

Dabei wäre ein Sieg für die 09er gegen Rödinghausen tatsächlich möglich gewesen. Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit, in der sich beide Teams quasi keine echte Torchance herauskombiniert hatten, kam Wattenscheid stärker aus der Kabine und erzielte durch Nico Buckmaier (61.) und Mario Klinger (69.) zunächst eine 2:0-Führung. Doch Rödinghausens Ehrgeiz war damit geweckt, die Mannschaft steckte nicht auf und kam durch einen Doppelpack von Sinisa Veselinovic (78./90.) zurück ins Spiel und bescherte den Gästen somit ein gelungenes Saisonende.

Für Wattenscheid geht die Spielzeit derweil noch in die Verlängerung: Am kommenden Samstag steht das Westfalenpokalfinale bei Rot-Weiss Ahlen an. westline wird sowohl im Vorfeld als auch am Spieltag (u.a. mit einem Liveticker) ausführlich berichten.

 

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