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Gespräch mit Geschäftsführer Müller
Pokalschreck SV Rödinghausen zwischen Bayern München und Regionalliga

Jubel beim SV Rödinghausen nach dem Pokalsieg gegen Dresden. (Foto: dpa)
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Rödinghausen – Hinter dem SV Rödinghausen liegt eine unfassbare Woche: Erst Dynamo Dresden aus dem DFB-Pokal geschmissen, dann auf Verbandsebene auch gegen die Sportfreunde Lotte gewonnen. Und zum Abschluss meinte es Losfee Gina Lückenkemper auch noch besonders gut mit dem Klub: In der zweiten Pokalrunde geht es gegen den FC Bayern München. Wir haben mit Geschäftsführer Alexander Müller über die vergangenen Tage und die Pläne für die Zukunft gesprochen.

Hinter dem SV Rödinghausen liegen ein paar aufregende Tage. Nach dem Saisonstart in die Regionalliga West stand für den Verein das erste DFB-Pokal-Spiel der Vereinshistorie an. Und das gewann der Klub dann nach Verlängerung gegen den Zweitligisten Dynamo Dresden. "Das Dresden-Spiel war schon der Wahnsinn", sagt Geschäftsführer Alexander Müller im Gespräch im westline.

"Das wir da zwei Mal einen Rückstand umbiegen und als I-Tüpfelchen dann mit der letzten Aktion des Spiels noch den Siegtreffer machen - da habe ich gesagt, das ist wie in einem Drechbuch", erkärt Müller weiter. Doch nach dem Spiel gegen Dresden wussten sie in Rödinghausen ja noch gar nicht, was in der Folgewoche noch alles passieren sollte.

In den Tagen nach dem Sieg gegen Dresden stand erst noch - eine Nummer kleiner - der Verbandspokal an. In der ersten Runde hatte das Los Rödinghausen die Sportfreunde Lotte als Gegner auserkoren. Das nächste Spiel einen klassenhöheren Verein also. Und der nächste Sieg. Der kriselnde Drittligist wurde nach 90 Minuten mit 3:2 besiegt. War es denn schwer, sich nach dem Highlight gegen Dynamo so schnell wieder auf die neue Aufgabe zu konzentrieren? Müller dazu: "Ich hatte vor dem Lotte-Spiel schon ein komisches Gefühl. Nach so einem Highlight und einm für die Jungs ja auch körperlich wie geistig anstrengen Spiel, da hat man schon gedacht: Joa, gucken wir mal. Doch wir haben ja dann ein bisschen durchgewechselt und man konnte sehen, dass die Mentalität hier stimmt."

In der Liga war der ganze Pokal-Heckmeck bisher kein Stimmungsbremser. Platz 4 in der Regionalliga West, das ist in Ordnung. Mit dem Saisonstart sei man grundsätzlich zufrieden, so Müller.

Das dicke Los im DFB Pokal

Weil in Rödinghausen dieser Tage einiges los ist, hakte der Klub das eher müde 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach II fix ab. Nächster Pflichtermin: Die Auslösung der zweiten Runde im DFB-Pokal in Dortmund.

Man habe schon vorher so seine Witzchen gemacht, wer denn da alles so kommen könnte, berichtet Müller vom Tag der Auslosung. Und dann war es soweit, Losfee Gina Lückenkemper zog das dickstmögliche Los: Der SV Rödinghausen darf in der zweiten Runde gegen den FC Bayern München antreten. Der Jubel in Dortmund: riesig. Und langsam wird klar, warum Müller gleich zu Beginn des Gesprächs grinsend anmerkt: "Das war die intensivste Woche, seit ich hier in Rödinghausen bin."

Jetzt also die Bayern. Ist das ein gutes Los? Oder wäre vielleicht doch ein schlagbarer Zweitligist ...? Müller klar: "Bayen ist natürlich für die Außendarstellung des Vereins, für den Ruf und alles andere das Beste, was uns passieren kann. Das ist schon alles sehr schön und spannend." Aber auch mit gewissem Aufwand in der Organisation verbunden. Denn im eigenen Stadion kann Rödinghausen wie schon gegen Dresden auch gegen den FC Bayern natürlich nicht spielen. Gegen Dresden hat der Klub in Lotte gespielt und gute Erfahrungen gesammelt, doch auch ein Umzug nach Paderborn ist denkbar.

"Es ist alles noch relativ frisch. Wir haben ein paar Gespräche geführt und gehen davon aus, dass wir spätestens Anfang nächster Woche Klarheit haben. In Lotte wissen wir, was wir haben. Das hat alles wunderbar funktioniert. Paderborn ist auf jeden Fall auch ein Thema. Mit denen werden wir noch sprechen. Eine Tendenz gibt es da aktuell nicht. Wahrscheinlich wird es eher Lotte, aber es ist eben noch relativ früh."

3.800 Zuschauer sahen das Erstrundenspiel gegen Dresden - darunter natürlich rund 1.000 Gästefans. Trotzdem: Die Gemeinde Rödinghausen zählt gerade einmal 10.000 Menschen. So viel Aufsehen gibt es sonst nicht um den SVR.

 


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