Berichte aus der Regionalliga West

Unser Service... Unsere Texte aus der Regionalliga West exklusiv auf Facebook

Regionalliga West
Viele Karten, keine Tore: SC Verl holt 0:0 beim SV Rödinghausen

Wenig los war im Häcker Wiehenstadion: Rödinghausen und Verl trennten sich 0:0. (Archivbild: Schulte)

Rödinghausen – Eigentlich sind es zwei Mannschaften, die sehr gepflegten Fußball spielen können. Nur passten der SV Rödinghausen und der SC Verl am Freitagabend irgendwie nicht so recht zusammen. Anstatt eines flotten Ballspektakels stotterten die Offensivmotoren vor sich hin und brachten nichts Zählbares zustande – ein fades 0:0 war die Konsequenz.

Als neutraler Zuschauer, aber auch Fan der beiden Vereine durfte man sich auf das Aufeinandertreffen im Häcker Wiehenstadion eigentlich nur freuen. Beide Mannschaften waren nach zwei Spieltagen noch ungeschlagen, Verl hatte vier, Rödinghausen sogar sechs Zähler auf dem Konto. Zudem war da ja noch eine Rechnung offen: Der SCV hatte im vergangenen Mai 0:4 in Rödinghausen verloren und damit die Chance auf den DFB-Pokal an den SVR weitergegeben. Der löste das Ticket und darf am kommenden Wochenende gegen Dynamo Dresden spielen.

Auf dem Feld war schnell klar, dass der SC Verl dieses Mal nicht mit wehenden Fahnen untergehen wollte. Beide Mannschaften beschränkten sich auf eine zugegeben tadellose Defensivarbeit, die umgekehrt dazu führte, dass in den Strafräumen nur äußerst wenig Betrieb war.

„Da haben wir echt Glück gehabt“

Einzig Verls Keeper Robin Brüseke sorgte für Herzrasen – allen voran beim eigenen Trainer. Er musste mangels einer Kopfbedeckung in die tiefstehende Sonne gucken und leistete sich zu Beginn einige Unsicherheiten, von der eine eigentlich zu einem Rödinghauser Elfmeter hätte führen müssen. „Da haben wir echt Glück gehabt“, gab auch Trainer Guerino Capretti zu.

Während Verl in der Offensive alles schuldig blieb, verzeichnete Rödinghausen immerhin noch wenige Abschlüsse, etwa durch Simon Engelmann, der aber sein drei Treffer umfassendes Torkonto nicht aufstocken konnte. Es war ein fahriges, hektisches Spiel, das immer wieder von ruppigen Fouls unterbrochen wurde – Feuer war allemal drin, nur nicht in den Spielzügen.

Wolff hat das Tor auf dem Fuß

Nach der Pause setzte sich das spielerisch bescheidene Duell der ambitionierten Viertligisten in ähnlicher Art und Weise fort. Mittlerweile näherten sich die schwarz-weißen Gäste immerhin dem Tor von Niclas Heimann an, brachten aber nur mit zwei abgefälschten Bällen etwas Gefahr zustande. Die größte Chance hatte nach 73 Minuten Julian Wolff für die Hausherren – ein Stürmer hätte die Flanke von links vielleicht kaltschnäuzig verwertet, der Innenverteidiger traf das Leder freistehend nicht richtig.

Als sich die Teams im Grunde schon auf ein schiedlich-friedliches Remis geeinigt hatten, sorgte SVR-Kapitän Daniel Flottmann für den unrühmlichen Höhepunkt und musste mit der Gelb-Roten Karte das Feld verlassen. „Ich fliege in den Gegenspieler rein“, sagte er nach Abpfiff und haderte insbesondere mit seiner ersten Verwarnung, die er vor der Pause kassiert hatte. Er fehlt beim kommenden Heimspiel gegen Mönchengladbach II – im Pokal gegen Dresden darf er spielen. Der SC Verl erwartet derweil am Samstag den Wuppertaler SV.

 

Regionalliga West


Weitere Artikel: Regionalliga West »