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Auswärtssieg beim Mitfavoriten
2:1 in Bochum: Jetzt ist für den SC Paderborn alles möglich

(Foto: dpa)

Bochum – Nur noch zwei Siege braucht der SC Paderborn, um die 40-Punkte-Marke in der 2. Bundesliga noch im Winter zu knacken. Am Samstag schrieb die bislang tolle Spielzeit in Bochum ein neues Kapitel – und das Träumen darf weitergehen. Ein Mittel, um den SCP an guten Tagen in dieser Spielklasse zu besiegen, finden nämlich nur die Wenigsten.

Um einen Haken am 2:1-Sieg der Paderborner in Bochum zu finden, musste die Zweitliga-Statistik schon ausführlich durchforstet werden. Und tatsächlich ist das Haar in der Suppe allenfalls der Fakt, dass der 1. FC Köln durch seinen deutlichen Sieg über St. Pauli in der Torstatistik am SCP vorbeigezogen ist. Und selbst das hätten die Ostwestfalen am Samstag verhindern können. „Bei einigen Kontern haben wir uns nicht so gut angestellt“, sagte Trainer Steffen Baumgart im Anschluss an den Auswärtssieg. Und deshalb zitterte der Gast auch bis zum Ende.

In der ersten Halbzeit brachte der SC Paderborn einmal mehr ein kleines Feuerwerk auf den Rasen des Stadions an der Castroper Straße. Wie schon gegen Greuther Fürth überließen die Blau-Schwarzen dem Gegner eher das Spielfeld, um ihn mit schnellen, kreativen Gegenstößen zu überraschen. Und tatsächlich wirkte der VfL schon in der ersten Aktion überrascht, als nach gut zwanzig Sekunden der starke Kai Pröger durch die Mitte zog und Ben Zolinski wenig später das frühe 1:0 erzielte.

Baumgart: „Hätten uns nicht beschweren dürfen...“

„Schlechter hätte es nicht beginnen können“, sagte Bochums Coach Robin Dutt dazu. „Nein, uns hat die Spielweise von Paderborn auf gar keinen Fall überrascht“, stellte deren Mittelfeldspieler Anthony Losilla klar. Und doch schien der VfL, immerhin selbst noch mit vagen Aufstiegshoffnungen in die Rückrunde gestartet, den überfallartigen Kontern unvorbereitet entgegenzustehen.

„Wir hatten Glück mit dem Lattentreffer“, sagte Dutt und meinte das Geschoss von Sven Michel nach einer guten halben Stunde. Dann ebnete Bochums Verteidiger Baumgartner der Baumgart-Elf mit einem verhängnisvollen Fehler den Weg. 2:0 stand es zur Pause, alles deutete auf den Auswärtssieg hin. Doch Paderborn ließ sich nach der Pause den Schneid abkaufen und musste zum Schluss noch mächtig zittern. „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn noch einer reingefallen wäre“, sagte Trainer Baumgart. Glück gehabt, SCP. 

Paderborn – ungewollt Teil des Aufstiegskampfs

Doch nach so manch überdeutlichem Erfolg wird ein solch knapp über die Runden gebrachter Dreier umso besser tun, zumal die Wirkung in der Tabelle groß ist: Der Rückstand auf den dritten Rang wird nach dem Spieltag höchstens noch drei Punkte betragen. Und wenn selbst Angreifer Sven Michel ganz nebenbei erwähnte, sich gegen einen weiteren Aufstieg gewiss nicht wehren zu wollen – ist Paderborn dann nicht längst ungewollt ein Teil des Aufstiegskampfs geworden? 

Sollten die Leistungen in der Fremde, die bislang Schwachpunkt der starken Saison waren, künftig ähnlich aussehen wie zu Beginn in Bochum, dürfte der Sportclub die Liga weiter aufmischen können. Das erste Schlüsselspiel wartet am Freitagabend, wenn der 1. FC Köln in der Paderstadt gastiert. Die Voraussetzungen sind ideal: ein mit 15.000 Zuschauern ausverkauftes Stadion, zwei zuletzt siegreiche und ungemein spielfreudige Klubs. Und 101 bislang erzielte Tore, fast gleichmäßig auf beide Seiten verteilt. Ein Fußballfest ist vorprogrammiert.

 

Tabelle

22. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
3Köln2153:282539
4Heidenheim2237:28938
5Paderborn2253:351837
6St. Pauli2236:32437
7Holstein2241:301136

 

Nächstes Spiel

23. Spieltag
1. FC Magdeburg - SC Paderborn
Sonntag, 24. Februar, 13.30 Uhr

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