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Irrer Sieg gegen Köln
Baumgart tanzt: Der SC Paderborn mischt ganz oben mit

Freude nach dem Sieg gegen Köln: Steffen Baumgart. (Foto: dpa)
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Paderborn – Jetzt kommt auch noch das Quäntchen Glück dazu: Mit dem vierten Pflichtspielsieg in Folge ist der SC Paderborn im Konzert der Großen angekommen. Das 3:2 über den 1. FC Köln bedeutet nicht weniger, als dem Topfavoriten der 2. Bundesliga alle sechs Punkte im direkten Duell abgenommen zu haben. Das sorgte selbst beim sonst so ruhigen Coach für einen Gefühlsausbruch.

Seine Emotionen kann der Trainer des SC Paderborn normalerweise selbst bei noch so starken Vorstellungen seiner Mannschaft zurückhalten. Am Freitagabend aber überkam es Steffen Baumgart nach dem furiosen 3:2 über den 1. FC Köln: Als Marlon Ritter mit dem zweiten Traumtor binnen weniger Minuten das Spielgeschehen auf den Kopf stellte, sprintete er zur Eckfahne, warf sich auf das jubelnde Spielerknäuel. Mit Abpfiff rutschte er auf Knien über den Rasen und setzte sogar zu einem kleinen Tanz an. 

Um ihn herum zwickten sich deutlich mehr als zehntausend Paderborner unter den 15.000 Zuschauern. War das gerade wirklich geschehen? Binnen etwa zehn Minuten hatte der Aufsteiger aus der 3. Liga dem Vorjahres-Teilnehmer am Europapokal eine 2:0-Führung stibitzt. Als Anthony Modeste Augenblicke nach seiner Einwechslung auf eine Zwei-Tore-Führung gestellt hatte, schien alles bereits vorbei – und Köln auch tabellarisch meilenweit entfernt. Aber nein, nicht mit diesem SCP. 

Risiko belohnt mit Traumtoren

Erfolg ist kein Glück. Dieses Mantra leitet den SC Paderborn seit dem überragenden Aufstiegsjahr. Am Freitagabend aber „hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen“, konstatierte Baumgart auf der Pressekonferenz. „Aber auch das Quäntchen Glück muss man sich erarbeiten.“ Was er damit meinte: Auch beim Stande von 0:2 schob die Mannschaft mit voller Kraft nach vorn, selbst der eingewechselte Uwe Hünemeier postierte sich weit in der gegnerischen Hälfte. „Das birgt auch das Risiko, sich noch ein, zwei Tore zu fangen“, sagte Baumgart.

Paderborn ging All-in – und gegen Köln zahlte es sich in spektakulärer, gar fantastischer Art und Weise aus. Erst ein raffinierter, flach ausgeführter Freistoß des bis dahin verzweifelt in alle Richtungen schießenden Marlon Ritters, der den sträflich freien Bernard Tekpetey im Zentrum fand. Dann die 30-Meter-Bogenlampe von Kai Pröger, dann der Flatterball aus ähnlich großer Distanz von Ritter.

Aufstiegskandidat? Baumgart weist zurück

„Es ist alles ein riesiger Traum für mich“, sagte Pröger nach Spielende freudestrahlend. In seinem erst fünften Spiel als Profi dürfte er bereits einen Spielverlauf erlebt haben, der manch anderem Fußballer ein Leben lang verwehrt bleibt. Drei Tore und einen Assist steuerte er persönlich in diesen Spielen bereits bei – der nächste Glücksgriff von Markus Krösche bahnt sich an.

Und dann ist da ja noch die Tabelle. Über Nacht sprang der SC Paderborn auf den dritten Platz, die neue Konkurrenz heißt Union Berlin, der FC St. Pauli... und ja, auch der 1. FC Köln. Nach dem Ende des Spielstags fand sich der SCP dann zwar "nur" noch auf Platz 5 wieder - aber eben mit nur drei Punkten Rückstand auf einen "echten" Aufstiegsrang. 

Doch bei eben diesem Thema Aufstieg wurde aus dem freudetrunkenen Steffen Baumgart sogleich wieder knallharter Realist. „Wer uns kennt, der weiß, dass uns noch eine ganze Menge fehlt“, bemühte er die Erwartungen zu bändigen. Doch dass nach diesem Spektakel gegen Köln vielleicht doch der ein oder andere Fan vom Durchmarsch in die Bundesliga träumt, das ist wohl kaum noch zu verhindern.

Tabelle

27. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Holstein2651:371442
6Heidenheim2640:32842
7Paderborn2658:401841
8Regensburg2638:38037
9Bochum2637:39-234

 


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