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3:0-Sieg im DFB-Pokal
Souverän: SC Paderborn nimmt die Hürde Chemie Leipzig locker

Paderborns Torschütze Babacar Gueye (l) freut sich über das 3:0 mit Jamilu Collins (r). (Foto: dpa)
Leipzigs Marc Böttger (r) und Paderborns Philipp Klement springen zum Kopfball hoch. (Foto: dpa)
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Paderborn – Um es kurz zu machen: Der SC Paderborn hat das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Bei der BSG Chemie Leipzig gewann der SCP am Dienstagabend klar mit 3:0. Die Tore erzielten Gueye (2) und Hünemeier. 

Nein, eine Hürde war der Oberligist BSG Chemie Leipzig am Ende nicht. Der SC Paderborn setzte sich am Dienstagabend mit 3:0 (2:0) durch und zog damit ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein. Es war ein souveräner Auftritt, in dem der SCP die Partie eigentlich zu jedem Zeitpunkt unter Kontrolle hatte. Chemie kam für eine Überraschung nicht mehr wirklich in Frage. 

Aber der Reihe nach: Chemie startete ja durchaus mutig ins Flutlichtspiel im alten Alfred-Kunze-Sportpark. Vor rund 5.000 Zuschauern (mehr dürfen derzeit nicht rein) bekam Kai Druschky die erste Chance für die Gastgeber - sein Schuss verfehlte aber den Pfosten. Paderborns erste Szene (ein Eckball) brachte keine wirkliche Gefahr. In dieser Phase drückte Leipzig den SCP noch früh, lief gut an, unterband Paderborns Spieleröffnung einigermaßen. 

Tekpeteys Schuss aus spitzem Winkel landete nach 17 Minuten nur am Außennetz. Das war aber ein Hallo-Wach für die Westfalen. Und wie! Eine Minute später wurde es dann richtig gefährlich. Erst musste der BSG-Keeper eine scharfe Hereingabe mit Mühe abklatschen. Der Ball landete bei Schonlaus, der per Kopf nur den Pfosten traf. Den Abpraller drückte Gueye dann per Hacke zum 1:0 ins Netz (18.)! So macht man das. BSG-Torwart Julien Lattendresse-Levesque klagte da über das tiefstehende Flutlicht, das ihn irritiert habe. Tatsächlich hatten die Gastgeber eine mobile Flutlichtanlage organisiert, um das Abendspiel austragen zu können. Wegen der Witterungsbedingungen wurde die aber nicht ganz ausgefahren. Der Platz blieb teilweise arg dunkel, dazu blendete das tiefstehende Licht später die Spieler. Aber gleiche Bedingungen für beide Teams ... 

Chemie antwortete mit wütenden Angriffen, kam direkt nach Paderborns Führung gleich dreifach zum Abschluss - aber gegen Paderborns Abwehr war kein Durchkommen. Stattdessen legte Paderborn nach. Ecke Klement, Kopfball Hünemeier, 2:0 (28.). Ja, so einfach kann man Standards ausspielen. 

Die Führung war beruhigend für die Paderborner. Richtig hitzig wurde es kurz vor der Pause nur noch einmal. Weil Klaus Gjasula eher rustikal gegen Bury zu Werke ging, folgt eine amtliche Rudelbildung mit allerhand Geschrei. Gelbe Karten gab es dann im Dreierpack gegen Gjasula, Wendschuch und Schmidt - wegen der heftigen Beschwerden. 

Dann war die erste Halbzeit beendet. 

 

Auch nach dem Wechsel machte Paderborn nun wirklich keine Kompromisse. Das Baumgart-Team zog den Auftritt weiter konzentriert durch. Im Grunde schon die erste Szene deutete das nach wenigen Minuten an: Da musste der BSG-Keeper schon gut auf dem Posten sein, um dem heranstürmenden Antwi-Adjej den Ball so eben noch von den Füßen zu fischen. 

Doppelt und dreifach schwer machten es sich die Gastgeber aber dann selbst. Tekpetey war unterwegs Richtung Tor der Gastgeber und Philipp Wendt setzte an zur "Blutgrätsche". Ob das nun eine Rettungstat werden sollte und Wendt nur zu spät kam - oder volle Absicht: Die Rote Karte war die Folge (59.). Chemie danach nur noch mit neun Feldspielern. 

Kaum war Wendt vom Feld, zementierte Paderborn die neue Kräfteverteilung. Tekpeteys scharfe Hereingabe von links landete passgenau auf Gueyes Kopf - und der traf satt zum 3:0 (62.). 

Das war - natürlich - die Entscheidung, sofern man angesichts der klaren Spielanteile überhaupt noch davon sprechen wollte. Chancen für weitere Paderborner Tore gab es - nach 70 Minuten brach noch kurz Chaos aus im Leipziger Strafraum, aber mit Glück überstanden die Gastgeber die zwei Torschüsse. Dann setzte Tekpeety erneut Gueye ein - doch der zielte per Kopf drüber (74.). Kurz danach durfte der Doppel-Torschütze dann runter. Sein Job war erledigt. Und offensiv hatte da auch die BSG längst ihr Pulver verschossen. 

Drei Minuten Nachspielzeit gab es am Ende drauf, dann war die Sache auch offiziell erledigt. Paderborn lieferte keine überragende Leistung ab, sondern eine hochkonzentrierte und souveräne Leistung. Und so spielt man in der 2. Runde des DFB-Pokals eben, wenn es wenige Tage danach in der Liga um wichtige Punkte geht. Duisburg wartet schon. 

 


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