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Weniger Investoren als gedacht?
Die Ausgliederung des SC Paderborn zieht sich hin

(Foto: Rentsch)
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Paderborn – Im Frühjahr hat der SC Paderborn beschlossen, seine Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft auszugliedern. Dadurch soll neues Kapital generiert werden und der Klub soll sich professioneller und eigenständiger aufstellen. Doch die Gründung dieser Gesellschaft zieht sich weiter hin. Derzeit bereitet der Klub die Unterlagen für die Deutsche Fußball Liga vor. 

Wie so viele andere Vereine hat sich der SC Paderborn dazu entschlossen, seine Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft auszugliedern. Den Weg dazu frei machten Ende Mai die Mitglieder des Klubs, die der Ausgliederung auf der Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit zustimmten. 

Dadurch ist der Weg frei, den SC Paderborn künftig auch unabhängig vom langjährigen Geldgeber Wilfried Finke im Profifußball aufzustellen. Das Markenrecht, die Profimannschaft, die U21 bis zur U17, Verwaltungsmitarbeiter, das Anlage- und Umlaufvermögen sowie die angehäuften Schulden sollen mit in die neue Gesellschaft genommen werden. "Unsere Ausgliederung war heute alternativlos. Nur so bekommen wir eine breite Investorenschaft und schaffen die Emanzipierung des Vereins von Wilfried Finke", sagte der damalige Vizepräsident Dr. Rudolf Christa.

Unterlagen gehen zur DFL

Durch neue Investoren will der Klub - so hört man -  gut zehn Millionen Euro einnehmen. Noch aber scheint das mehr Wunsch denn Realität zu sein. Radio Hochstift berichtete am Dienstag, dass dem Klub zwar inzwischen einige Zusagen von Investoren vorliegen, die genannte Summe aber noch nicht erreicht sei.

Auf westline-Nachfrage äußerte der Klub sich in dieser Woche nicht zu den Zahlen, gab lediglich an: "Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir Zahlen nicht kommentieren. Aktuell bereiten wir die umfangreichen Unterlagen zur Ausgliederung für die Deutsche Fußball Liga vor. Sobald ein entsprechendes Ergebnis vorliegt, werden wir die Öffentlichkeit zeitnah informieren."

Investoren aus der Region?

Die Gründung der Kapitalgesellschaft soll dann rückwirkend zum 1. Juli 2018 vollzogen werden. Dabei verfolgt der Klub fünf Ziele. Es geht dem SC Paderborn um einen langfristigen Schutz des Vereins vor dem wirtschaftlichen Risiko einer Profimannschft, die Aufrechterhaltung von bestehenden Strukturen, die Schaffung von Voraussetzugen zur Beteiligung externer Investoren für die Beschaffung von Eigenkapital, um die Professionalisierung und natürlich auch um die Vermeidung weiterer Schulden. Nicht von einer Ausgliedrung betroffen sind die Jugendteams bis zur U16, das Mitgliederwesen, die Traditionsmannschaft sowie die Rechte an der Marke SC Paderborn.

Die neuen Investoren sollen dabei möglichst aus der Region kommen. "Es soll ein Aufbruch aus der Region sein, der den Profifußball zu einem integralen Bestandteil macht", so Christa auf einer Infoveranstaltung im Vorfeld der Abstimmung durch die Mitglieder. Und weiter gab er damals als an: "Wir suchen nicht den Scheich aus Saudi-Arabien, sondern Unternehmer und Menschen aus der Region, die sich für den Fußball und unseren Standort engagieren."

Was aber, wenn der Klub jetzt doch nicht so viele Partner in der eigenen Region findet? Diese Frage bleibt bisher unbeantwortet...

 

 


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