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Ostwestfalen-Duell
Paderborn empfängt Arminia: Zwei Welten prallen aufeinander

(Foto: dpa)
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Paderborn – Viel deutlicher hätten sich die Voraussetzungen vor der Neuauflage des ostwestfälischen Duells zwischen dem SC Paderborn und Arminia Bielefeld kaum entwickeln können: Aufsteiger Paderborn geht als klarer Favorit in das Match gegen den Vorjahres-Vierten aus Bielefeld. Dort dürfte die prestigeträchtige Begegnung zum Endspiel für Trainer Jeff Saibene werden.

Fangen wir mit dem positiven Extrem an: Der SC Paderborn hat unter Trainer Steffen Baumgart den Sprung in die 2. Bundesliga mit Bravour gemeistert – es war angesichts der spielerisch teilweise herausragenden Leistungen im Aufstiegsjahr fast zu erwarten gewesen. Mehr noch: In regelmäßigen Abständen brennen die Paderstädter ein offensives Feuerwerk ab, jüngst etwa beim 1. FC Heidenheim. Bis dahin waren die Württemberger noch Team der Stunde, fingen sich aber eine bemerkenswert deutliche 1:5-Klatsche ein.

31 Tore haben die Blau-Schwarzen auf dem Konto, mehr hat nur der 1. FC Köln – bei dem allerdings allein die Offensivabteilung spätestens seit der Rückkehr von Anthony Modeste deutlich mehr kosten dürfte als der gesamte Paderborner Kader. Der Hochrisiko-Fußball, mit dem Baumgart und der SCP-Kader nicht nur seine Anhänger, sondern auch viele neutrale Fußballfans verwöhnen, hat zwar auch seine Kehrseiten – ohne Gegentor bleibt der Sportclub selten. Dafür ist er in der Lage, an guten Tagen jedem Zweitligisten drei, vier oder sogar fünf Treffer einzuschenken.

Aus Negativserie wurde bei Arminia die Mega-Krise

Entsprechend groß ist die Vorfreude, aber auch Erwartungshaltung vor dem Duell mit Arminia Bielefeld. Ein „Derby“ ist es für viele nicht, zu unterschiedlich waren die Wege in der Vergangenheit, zu verschieden strukturiert sind die Fanszenen und Vereinsumfelder. Paderborn wird in Bielefeld eher als ein Emporkömmling betrachtet – umso größer ist die Schmach, dass der DSC als etablierter Zweitligist zur Unzeit mächtig ins Schleudern gekommen ist.

Denn wenn die Arminia am Freitagabend vor 15.000 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Benteler-Arena einläuft, wird es um die Fortexistenz von Coach Jeff Saibene an der Seitenlinie gehen. Acht Spiele in Folge hat Bielefeld nicht gewonnen, und noch schlimmer, sieben von ihnen verloren. Die Negativserie kam ansatzlos, wurde am Anfang möglicherweise nicht ernst genug genommen und hat sich längst zur Mega-Krise ausgeweitet.


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Bielefelds Problemzonen sind Paderborner Stärken

Eine Ratlosigkeit hat sich zudem unter die Herbst-Depression gemischt, und Saibene liefert trotz seiner beeindruckenden vergangenen 18 Monate auf der Alm immer weniger Argumente, an ihm festzuhalten. Schon vor dem 1:1-Remis bei Schlusslicht FC Ingolstadt nach damals sechs Pleiten in Serie waren die Töne nach einem „Entscheidungsspiel“ lauter geworden, das 0:1 daheim gegen den MSV Duisburg hat die Situation weiter verschärft. Eine Pleite könnte für den Luxemburger, der noch immer viel Kredit bei den Fans besitzt, das Aus bedeuten. 

Undankbarer könnte dessen Job nun folglich nicht sein. Das Selbstvertrauen in der Mannschaft ist stark gesunken, die Stürmer treffen nicht, dem Mittelfeld fehlt es an Kreativität und die Abwehr baut schwere individuelle Patzer ein, noch dazu verspielte der DSC mehrfach Führungen. All diese Problemzonen hat der SC Paderborn, wenngleich auch dieser in der Defensive hin und wieder in Verlegenheit gerät, aktuell nicht, ganz im Gegenteil. Und so gibt es wenige Tage vor dem Aufeinandertreffen kaum ein denkbares Szenario, in dem Arminia Bielefeld als Sieger aus Paderborn hervorgehen könnte.

 


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