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Tiefrote Zahlen
SC Paderborn legt Grundstein für Ausgliederung

(Foto: Schulte)
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Paderborn – Auch der SC Paderborn bereitet die Ausgliederung seiner Profimannschaft vor. Am Montagabend beschlossen die Mitglieder eine entsprechende Satzungsänderung. Die vom Klub präsentierten Zahlen waren weniger erfreulich...

Der eine SCP hatte es dem anderen SCP am Sonntag vorgemacht: Die Preußen aus Münster beschlossen am Sonntag mit über 84 Prozent der Stimmen eine Ausgliederung des Profibereichs. Das soll den Preußen schon in Kürze helfen, frisches Geld hereinzunehmen, um das negative Eigenkapital (über 3 Millionen Euro bei einem Jahresverlust von über 1 Million Euro) zu korrigieren.

Damit sind die Adlerträger den Schwarz-Blauen einen Schritt voraus. Doch immerhin: Mit 311 von 359 Stimmen beschlossen die Paderborner Mitglieder am Montag zumindest die Satzungsänderung, die eine spätere Ausgliederung überhaupt erst ermöglicht. Eine klare Ansage der Mitglieder.

Richtig überraschend ist das nicht - und die Ähnlichkeiten zwischen den beiden "SCP"-Klubs sind zu erkennen. Denn die Zahlen, die der Aufsichsratsvorsitzende Elmar Volkmann präsentierte, fielen ähnlich desolat aus wie beim Nachbarn.

Im abgelaufenen Spieljahr machte der SCP ein Minus von 3,52 Millionen Euro. Und auch für die laufende Saison rechnet der Klub wieder mit einem dicken Minus. Bis Saisonende werden wohl rund 2,98 Millionen Euro auflaufen.

Die Eigenkapitalmarke dürfte damit eine fast schwindelerregende negative Höhe erreichen. Da wird der Zweitliga-Aufstieg fast zum Muss. Und/oder eben eine spätere Ausgliederung.

Die wiederum soll in gar nicht langer Zeit erfolgen. Schon im Mai, so heißt es in der Neuen Westfälischen, wolle der SCP hier die Mitglieder entscheiden lassen...

Auch in Paderborn lautete das Argument wie in Münster: Die 3. Liga sei auf Dauer für den Verein nicht finanzierbar. In Paderborn gehen allerdings mehr noch als beim westfälischen Nachbarn die Ansprüche etwas eher gen Profifußball. Schließlich spielte Paderborn seit 2005 fast immer im Profifußball. Und im Verlaufe eines Jahrzehnts hat sich der Verein auf vielen Ebenen professionalisiert - vom Stadion angefangen bis jetzt zum Trainingszentrum. Die 3. Liga kann da auf Dauer auch nicht Anspruch sein.

Akut steckt der Klub allerdings in einer schwierigen finanziellen Situation.

 


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