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Zurück beim 1. FC Köln - und verloren
SC Paderborn stiehlt Anthony Modeste die Show

Anthony Modeste mit Tor - und Niederlage. (Foto: dpa)
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Paderborn – Mit der Spielgenehmigung für den ehemaligen Torjäger Anthony Modeste ging nochmals ein Ruck durch den 1. FC Köln. Sein Debüt beim SC Paderborn sollte ein umjubeltes werden – spätestens als Modeste nach seinem Premierentor zum bekannten Jubel ansetzte. Doch die Gastgeber machten Köln in beeindruckender Manier einen Strich durch die Rechnung.

Als eine Viertelstunde vor Anpfiff die Aufstellung der kölschen Gäste verlesen wird, baut sich im Gästeblock das erste Mal mächtig Stimmung auf. Bei einem Bankdrücker, der Nummer 27, explodiert sie. „Modeste, Modeste, Anthony Modeste!“, dröhnt es durch das Stadion des SC Paderborn. Der Franzose streckt beide Hände gen Himmel, er applaudiert, er winkt den tausenden frenetischen FC-Fans zu. Der verlorene Sohn, der Torschützenkönig des 1. FC Köln ist zurück. 

Zunächst muss er sich gedulden. Er sieht, wie sich Paderborn und Köln nicht das erhoffte Offensivspektakel liefern, sondern allenfalls vereinzelt vor des Gegners Tor auffällig werden. Köln hat das leichte Chancenplus, die 1:0-Führung durch den zuletzt starken Jhon Cordoba ist nach 38 Minuten nicht gänzlich unverdient. Sein Sturmpartner Simon Terodde vergibt derweil seine beiden Hochkaräter, agiert unglücklich. Und kriegt nach 68 Minuten das Zeichen: Auswechslung. 

„Modeste, Modeste, Anthony Modeste!“

Die Zeit von Modeste ist gekommen. „Modeste, Modeste, Anthony Modeste!“, hört der 31-Jährige bei seiner Einwechslung. Sieht, wie der Gegner ein bis zwei hektische Abschlüsse produziert, noch ist der Sieg nicht durch. Dann, keine fünf Minuten ist der 31-Jährige auf dem Feld, wird Linksverteidiger Florian Kainz steil geschickt. Kainz läuft und läuft, flankt instinktiv in die Mitte. Anthony Modeste macht das, was er für den FC schon Dutzende Male gemacht hat: Er lässt das Toreschießen unfassbar leicht aussehen.

Picke, Außenrist? Irgendwas dazwischen wird es gewesen sein, was der Franzose in die scharfe Hereingabe hielt. Er findet die zentimetergroße Lücke zwischen dem Pfosten und dem Torhüter, in diesem Fall Leopold Zingerle, wie er es so oft getan hat. Wer Rot-Weiß trägt, flippt aus, auf dem Spielfeld formt Modeste seine Hände über den Augen zu überdimensionalen Brillengläsern. Fühlt sich alles irgendwie noch vertraut an – als wäre der durchaus umstrittene Abgang, das China-Abenteuer nie gewesen. Einige echte Tränen mischen sich unter. „Für meinen verstorbenen Vater“, wird er später sagen.

Modeste-Rückkehr tritt in den Hintergrund

Hier wäre das harmonische Ende der Geschichte erreicht. Nur kam es für den Effzeh in Paderborn auf brutalste Art und Weise anders. Gut zehn Minuten vor dem Ende verkürzen die Gastgeber auf 1:2, wenig später macht Kai Pröger mit einem Alles-oder-Nichts-Versuch aus der Distanz den Ausgleich. Augenblicke später fliegt Florian Kainz mit der Ampelkarte vom Feld. Und tatsächlich markiert der SC Paderborn in der Nachspielzeit den 3:2-Siegtreffer – die Hausherren feiern wie verrückt, Anthony Modeste trottet als Verlierer vom Feld.

Geile Tore waren das“, sagt Modeste später anerkennend. Doch es sei peinlich, dieses Spiel noch zu verlieren. „Eben war ich der glücklichste, jetzt bin ich der traurigste Mensch der Welt. Normalerweise müssen wir dieses Spiel hier gewinnen.“ Statt den Verfolgern vorzulegen, können diese nun zum 1. FC Köln aufschließen. Doch wenn es nur diese eine Aktion war: Modeste hat gezeigt, dass seine Abschlussqualität Köln im Aufstiegskampf noch entscheidend weiterbringen kann. 

 

Tabelle

27. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Holstein2651:371442
6Heidenheim2640:32842
7Paderborn2658:401841
8Regensburg2638:38037
9Bochum2637:39-234

 


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Sonntag, 17. März, 13.30 Uhr

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