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Von sportlichen Sorgen und Geldproblemen
SC Paderborn vor dem Endspiel – FSV Frankfurt bald insolvent?

Klare Botschaft der Fans des SC Paderborn...
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Paderborn – Es gibt Vereine im deutschen Profifußball, die sich über den Verlauf der letzten Jahre wahrlich nicht beklagen können – und es gibt den SC Paderborn sowie den FSV Frankfurt. Der doppelte Doppelabstieg aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga rückt näher und näher - beim SCP wäre es präziser formuliert gar der Durchmarsch aus der Bundesliga hinab in den Amateurfußball. Eine Vorschau auf den wohl größten Krisengipfel des Jahres...

Unmut, Schockstarre, Verzweiflung: Die Fans an Bornheimer Hang sowie in Ostwestfalen durchleben schwerste Zeiten mit ihren Vereinen, deren Wege sich so sehr ähneln. Beide kamen aus der zweiten Liga, beide gaben als Ziel gar nicht den direkten Wiederaufstieg aus – anhand der individuellen Qualität im Kader war jedoch schnell klar: Der SC Paderborn muss ins obere Drittel kommen, der FSV Frankfurt mindestens in die obere Tabellenhälfte. Alles andere ließe sich niemals verkaufen.

Die Realität hat sich in eine völlig andere Richtung entwickelt: Frankfurt als auch Paderborn stolperten von Beginn an mehr schlecht als recht in die neue Spielklasse hinein, mussten sich an die neue Zweikampfhärte erst gewöhnen. Zur Winterpause hatten sich die Teams immerhin über den Strich manövriert, ehe ein gleichsam unterirdischer Start ins Jahr 2017 folgte. Als Neunzehnter und Zwanzigster der Rückrundentabelle kommen die beiden Kontrahenten vom Wochenende gemeinsam auf so viele Zähler wie der Achtzehnte. Eine in allen Belangen abstiegsreife Bilanz.

Frankfurts Liquidität nicht mehr gesichert?

Neben den sportlichen Problemen kommen auf beide Klubs finanzielle Sorgen zu. Der SC Paderborn benötigt 4 Mio. Euro bis zum Saisonende, die Schulden wachsen aktuell täglich. Ob die Lizenzerteilung akut in Gefahr ist, ist noch offen.

Neuere Wasserstandsmeldungen treten in Frankfurt ans Licht: Laut der „Bild“ werde die Insolvenz immer wahrscheinlicher, die Liquidität ist offenbar nicht einmal mehr bis zum Ende der Spielzeit gesichert. Wie beim Fall des VfR Aalen wären neun Punkte Abzug die Folge, der quasi unvermeidbare Abstieg in die Regionalliga Südwest stünde bevor.

„Wir sind noch lange nicht tot“

Ist der Blick nur auf das Sportliche gerichtet, steht Paderborn unter größerem Druck. Es gilt, gegen sechs Punkte Rückstand und ein schwaches Torverhältnis anzukämpfen. Statt mit großem Getöse schleicht der Sportclub aktuell eher in Richtung Regionalliga, wartet allerdings schon seit zehn Spielen auf ein Erfolgserlebnis. In Unterzahl einen Punkt aus Halle zu entführen, das war immerhin "wichtig für die Moral", stellte Trainer Stefan Emmerling klar. In der Tabelle half der Zähler kaum.

„Wir sind noch lange nicht tot“, klang Emmerling nach dem 1:1-Remis beim Halleschen FC bereits nach Durchhalteparole. "Ein dreckiger Sieg" soll es gegen den FSV werden, formulierte der Übungsleiter die Zielsetzung für das Heimspiel am Samstag, zu dem 4.000 Zuschauer erwartet werden - eine Ticketaktion ist dieses Mal nicht geplant. Dass die Punkte überlebenswichtig wären, steht außer Frage...


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