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0:0 mit positiven Erkenntnissen
SC Paderborn zeigt gegen Union Berlin neue Qualität

(Foto: dpa)
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Für die mehr als 11.000 Zuschauer, die sich von einem kleinen Spitzenspiel der 2. Bundesliga zwischen dem SC Paderborn und Union Berlin deutlich mehr erwartet hatten als ein torloses Remis, war der Sonntagnachmittag zugegeben frustrierend. Doch die Ostwestfalen zeigten gegen den Mitfavoriten auf den Aufstieg eine reife, unaufgeregte Leistung – und bewiesen eine neue Qualität.

Denn abgesehen von ein, zwei aussichtsreichen Gelegenheiten des Berliner Stürmers Sebastian Andersson stand das in der Startphase der Saison nicht immer sattelfeste Defensivkonstrukt um Kapitän Christian Strohdiek wie eine Eins. Sebastian Schonlau arbeitete sich kontinuierlich an den zunächst wenigen, dann immer häufigeren Union-Angriffsversuchen ab, vielleicht war er an diesem Nachmittag sogar der beste Paderborner.

Doch auch Jamilu Collins, Mohamed Dräger und Strohdiek selbst hielten den Gegner weg vom eigenen Tor und bescherten dem phasenweise unsicheren Keeper Leopold Zingerle einen ruhigen Arbeitstag. Dass am Ende dessen die Null stand, ist beim SC Paderborn übrigens längst noch keine Selbstverständlichkeit: Am jetzt absolvierten zehnten Spieltag behielt Zingerle erst zum zweiten Mal (zuvor beim 1:0-Heimsieg über Erzgebirge Aue) die weiße Weste.

Vasiliadis mit abgeklärter Leistung

Gefühlt stand die Viererkette noch nie so sicher wie gegen Union Berlin, das in dieser Spielklasse immerhin über gehobene Offensivqualität verfügt. Ein Teil davon geht auf das Konto von Sechser Sebastian Vasiliadis, der zum ersten Mal von Beginn an zum Einsatz kam. Der 21-Jährige vertrat den neun Jahre älteren, aufgrund einer Gelbsperre aussetzenden Klaus Gjasula, ließ sich den Altersunterschied aber nicht anmerken: Souverän, abgeklärt, zweikampfstark – so beschrieb auch Trainer Steffen Baumgart nach Abpfiff die gute Leistung des vom VfR Aalen an die Pader gewechselten Mittelfeldmanns.

Die defensive Stabilität hatte allerdings ihren Preis: So wenige eigene Torchancen wie gegen die Hauptstädter hatte der SC Paderborn sich lange nicht erspielt. Nur ein missglückter Schlenzer von Babacar Gueye und ein Flachschuss von Philipp Klement versprühten einen Hauch Torgefahr, echte Hochkaräter oder gar deren Ansätze waren in der Benteler-Arena am Sonntag absolute Mangelware.

Union ist vorbereitet und stört clever

Auch, weil der Gegner dies nicht ermöglichte. „Wir wussten, was für einen Ball Paderborn spielt, was auf uns zukommt“, verriet Union-Kapitän Christopher Trimmel nach Spielende. So attackierten die Gäste früh und schafften, was seit dem Amtsantritt von Steffen Baumgart nur wenigen Gegnern des SC Paderborn gelungen ist: Sie unterbanden das freche, schnörkellose Kombinationsspiel in die Spitze über die vollen 90 Minuten, kauften den Gastgebern ein Stück weit den Schneid ab.

„Wir müssen zufrieden sein mit dem Punkt“, sagte Baumgart auf der Pressekonferenz nach Spielende. Er wahrte den Köpenicker Familienfrieden – seine Frau arbeitet bei Union Berlin – mit dem Unentschieden und durfte zugleich Positives wie Negatives aus dem Remis ziehen. Fakt ist: Aufsteiger Paderborn ist drauf und dran, sich im vorderen Mittelfeld der 2. Bundesliga zu etablieren. Und das ist deutlich mehr, als sich so mancher im Umfeld des Sportclubs vor der Spielzeit erwartet, ja erhofft hat.

Tabelle

27. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Holstein2651:371442
6Heidenheim2640:32842
7Paderborn2658:401841
8Regensburg2638:38037
9Bochum2637:39-234

 


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