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Vorschau
So will der SC Paderborn die Auswärtsbilanz in Bochum aufpolieren

Jamilu Collins (Mitte, l) und Klaus Gjasula (Mitte, r) von Paderborn im Kampf um den Ball mit Lukas Hinterseer (l) und Anthony Losilla (r) von Bochum. (Foto: dpa)
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Paderborn – Mit zwei Siegen und einem warmen Pokal-Geldregen im Gepäck reist der SC Paderborn am morgigen Samstag zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit ins Ruhrgebiet. Dieses Mal soll nach dem Wunsch der Fans der VfL Bochum den Kürzeren ziehen – und die Chancen dafür stehen gar nicht schlecht. Unsere Vorschau auf das Duell zwischen Revierklub und den Ostwestfalen.

Am Samstag werden sich laut Vereinsangaben rund 1.200 Fans des SC Paderborn auf die recht kurze Reise gen Westen machen. Während Bochum das Pokal-Achtelfinale als Zuschauer verfolgte, kämpfte sich der SCP bekanntlich in Duisburg ins Viertelfinale. Müde Knochen also? Trainer Steffen Baumgart weist das zurück. „Die Kraftfrage stellt sich nicht“, sagte dieser, „bei den Jungs ist alles gesund und wir werden mit dem gleichen Kader zum Spiel fahren.“ 

Das stellt Baumgart vor ein Luxusproblem. Sven Michel spielte zuletzt groß auf, Bernard Tekpetey steuerte ebenfalls seine Treffer bei und Christopher Antwi-Adjei, der beim 6:0 über Fürth noch zuschauen musste, sorgte in Duisburg für die 3:1-Entscheidung. Ohnehin festgespielt hat sich Wintertransfer Kai Pröger, der mit seiner Ballsicherheit und dem Drang zu Vorstößen in die gefährliche Zone auf den Punkt genau zum Paderborner Spiel passt. Er wird auch in Bochum gesetzt sein. 

Die Defensiv-Frage: Drei warten, zwei starten

Fraglich ist einzig die Besetzung der Innenverteidigung, das übliche Spielchen. Uwe Hünemeier, Sebastian Schonlau und Christian Strohdiek stehen parat, „alle drei sind eine Option“, sagt Baumgart. Spielen werden letztlich nur zwei, Schonlau war als Einziger in Liga und Pokal gesetzt. Zu tun haben wird die Defensive gewiss, obgleich Bochum mit einem 0:3-Tiefschlag aus Sandhausen ins Spiel geht. "Bochum war trotz Niederlage über weite Strecken klar besser", warnt Baumgart. "Aber so etwas ist uns auch schon passiert."

Das bislang letzte Gastspiel an der Castroper Straße war aus Paderborner Sicht ein unrühmliches, zerbrach der Klub doch im Dezember 2015 in seine Einzelteile. Erst ließ sich die Mannschaft des damaligen Trainers Stefan Effenberg mit 0:4 abschießen. Danach suspendierte der Klub unter Zustimmung des kürzlich verstorbenen ehemaligen Präsidenten Wilfried Finke mit Srdjan Lakic, Mahir Saglik und Publikumsliebling Daniel Brückner drei Profis auf einen Schlag. 

Baumgart: „Großes Saisonziel fast schon erreicht“

Am Ende der Chaos-Saison war Effenberg fort, und der SCP auf direktem Wege von der Bundesliga in die 3. Liga abgestiegen. Ein ganz düsteres Kapitel der jüngeren Vereinsgeschichte, das sich aber spätestens an jenem Dezemberabend im Flutlicht von Bochum deutlich angekündigt hatte. Es sind Zeiten, an die man im Umfeld des SC Paderborn heutzutage ohne mulmiges Gefühl zurückblicken kann, ist doch zumindest die sportliche Lage besser denn je. Mit 48 Toren, das entspricht fast zweieinhalb Treffern pro Partie, ist Paderborn nach erzielten Treffern an der Ligaspitze.

Der Klassenerhalt ist bei 15 Zählern Vorsprung quasi eingetütet, „damit haben wir ein großes Saisonziel fast schon erreicht“, rief Baumgart in Erinnerung. Tatsächlich wurde über das ursprüngliche Ziel im Verlauf der Spielzeit kaum mehr gesprochen – zu stark sind die Leistungen. Zumindest an guten Tagen, von denen es in der Fremde bislang deutlich weniger gab als im heimischen Stadion. In Bochum soll sich das ändern, und womöglich klopft Blau-Schwarz im Erfolgsfall sogar wieder vorsichtig bei den oberen Plätzen an.

Spielplan

20.04.2019
Hamburger SV
1:1
FC Erzgebirge Aue
Holstein Kiel
1:2
SC Paderborn 07
MSV Duisburg
2:2
SV Sandhausen
SpVgg Greuther Fürth
1:1
1. FC Union Berlin
21.04.2019
1. FC Heidenheim
3:0
FC St. Pauli
Arminia Bielefeld
1:3
FC Ingolstadt 04
Dynamo Dresden
3:0
1. FC Köln
SSV Jahn Regensburg
1:0
1. FC Magdeburg
SV Darmstadt 98
0:0
VfL Bochum 1848

 


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SC Paderborn - 1. FC Heidenheim
Sonntag, 28. April, 13.30 Uhr

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