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Qualifikation für den DFB-Pokal
Versöhnliches Ende: SC Paderborn gewinnt den Westfalenpokal gegen Lotte

(Foto: Ahlers)
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Paderborn – Fünf Tage nach dem Abstieg in die Regionalliga wollte sich der SC Paderborn irgendwie versöhnlich von den eigenen Fans verabschieden. Das ist im Rahmen der Möglichkeiten geglückt: Mit einem 3:1-Erfolg über die SF Lotte qualifiziert sich der Sportclub für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal 2017/18. Immerhin ein namhafter Gegner ist den Ostwestfalen damit garantiert…

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Die Mission war für beide klar, die Ausgangslage aber höchst unterschiedlich: Während Lotte nach einem unverhältnismäßig anstrengenden Halbjahr konditionell aus dem letzten Loch pfiff, musste der SC Paderborn mental den kürzlich erlittenen Abstieg in die Regionalliga West wegstecken. Nur selten gilt es, danach noch ein Pokalspiel zu bestreiten. Dementsprechend fehlten auch den Experten Vergleiche, um die Leistungsfähigkeit des von Ex-Trainer Stefan Emmerling harsch kritisierten Teams im Vorhinein zu bewerten.

Und ja, was sollen wir sagen: Es war weiß Gott kein Spektakel, dass die beiden Mannschaften in den ersten 35 Minuten anboten. Eine große Gelegenheit vergab Jaroslaw Lindner auf Seiten der SF Lotte (9.), danach stellte sich Leerlauf mit vereinzelten Unterbrechungen ein. Hitzig wurde es nur, wenn ein Zweikampf über normaler Härte geführt wurde – ansonsten neutralisierten sich die Drittligisten, es war ein heiterer Sommerkick ohne große Chancen. Oder alternativ: Eher ein Langweiler.

Paderborn drückt vor der Pause und belohnt sich

Dann aber zogen sich die Sportfreunde derart weit aus der Partie zurück, dass Paderborn seine Chance sah. Erst konterten die Ostwestfalen mit Fünf gegen Vier, aber Aykut Soyak verpasste die Führung mit einem zu zentralen Abschluss (37.). Besser machte es Marcus Piossek, der eine Soyak-Hereingabe aus kurzer Distanz über die Linie drückte (40.), die Führung für die Hausherren! Lotte wirkte konsterniert und hatte in dieser Phase sogar Glück, nur mit einem 0:1-Rückstand in die Pause zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel hatten sich die SFL einiges vorgenommen, das war in den ersten Minuten zu merken. Mehr als zwei Eckbälle sprangen dabei jedoch nicht heraus – und es sollte kurz darauf noch schlimmer kommen: Piossek sah Thomas Bertels, der in der Mitte Koen van der Biezen fand. Der Niederländer ließ sich diese Chance auf dem Silbertablett serviert nicht nehmen und erhöhte auf 2:0 (49.).

Lange passiert nichts – dann wird es nochmal hektisch

Dass dies mindestens als Vorentscheidung bezeichnet werden durfte, kristallisierte sich in der folgenden Spielphase rasch heraus. Paderborn spielte seinen Gegner nicht an die Wand, aber Lotte blieb trotz insgesamt drei Offensivwechseln zu harmlos, um den SCP in Bedrängnis zu bringen. Es vergingen 55, 60, 65 und 70 Minuten – die Baumgart-Elf schaukelte die beruhigende Führung problemlos hinunter.

Als schließlich Sven Michel das erlösende 3:0 nachlegte (78.), schien der Drops gelutscht. Denkste! Der SC Paderborn traf kurz danach nur die Unterkante der Latte (79.), Lotte verkürzte durch Saliou Sané aus dem berühmten Nichts (80.). Urplötzlich wurde es hektisch, doch Paderborn übernahm schnell wieder die Kontrolle – und brachte den verdienten Erfolg letztendlich doch cool über die Runden.

Ein versöhnliches Ende einer nichtsdestotrotz verkorksten Spielzeit. Das neue, jüngere und günstigere Team in der Regionalliga West darf sich so aber immerhin über mindestens eine Pokalpartie freuen.

SC Paderborn – Sportfreunde Lotte 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Piossek (40.), 2:0 van der Biezen (49.), 3:0 Michel (78.), 3:1 Sané (80.)

Zuschauer: 4.112

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(Foto: Ahlers)
Wir haben euch einen Schwall Fotos vom Westfalenpokal-Finale zwischen dem SC Paderborn und den SF Lotte mitgebracht. (Foto: Ahlers)
(Foto: Ahlers)
(Foto: Ahlers)
(Foto: Ahlers)

 


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