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Vierte Niederlage in Folge
0:2-Heimpleite gegen Köln: Preußen Münster taumelt in die Winterpause

Köln bejubelt das 1:0. (Foto: Schulte)
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Münster – Der SC Preußen Münster hat sich mit einer bitteren 0:2-Heimniederlage gegen Fortuna Köln in die Winterpause verabschiedet. Vor offiziell 5.400 lag der SCP wieder früh hinten. 

Wenn der SC Preußen Münster dieser Tage Pläne schmiedet, kann er direkt einpacken. Gegen Fortuna Köln sollte der SCP die "Basics" auf den Platz bringen. Die Null halten, beispielsweise.

Nun: Gegen Fortuna dauerte es gerade fünf Minuten, da war der Plan schon wieder für die Tonne. Pintols Hereingabe wurde irgendwie vom SCP abgelenkt, fiel Torschütze Eberwein praktisch auf den Schädel. Und der traf dann per Kopf zur Führung. Ein Tor aus dem Lehrbuch für "scheiße verteidigt" und typisch für die jüngsten Spiele der Preußen. 

Das 0:1 war ein Nackenschlag. Es lähmte das Spiel der Adler in jeder Hinsicht. Und es war nur der Kölner Nachlässigkeit zu verdanken, dass es bis zur Nachspielzeit dauerte, ehe Fortuna die Sache auch offiziell besiegelte. 

Aber der Reihe nach. Trainer Marco Antwerpen hatte wie angekündigt das Team etwas umgebaut. Die Dreierkette bildeten Dominik Lanius, Lion Schweers und Fabian Menig. Letztgenannter rückte nach links und übernahm eine Position, die sonst durch Jannik Borgmann ausgefüllt wurde. Kein taktischer Kniff oder Schachzug, denn Borgmann hatte zuletzt deutliche Signale von "Überarbeitung" gegeben und das Trainerteam hatte den Routinier Menig daher verschoben. Kapitän Simon Scherder blieb wegen zuletzt schwächerer Auftritte außen vor - und viel mehr gab der Kader dann einfach nicht her. 

Wie erwartet rückte auch der schneller als erwartet genesene Rufat Dadashov ins Team. Gemeinsam mit dem "leichtfüßigen" Philipp Müller bildete er das Sturmduo - der quirlige Tobias Rühle musste dafür raus. Auch Moritz Heinrich bekam auf der Seite eine neue Chance, Cueto musste auf die Bank. 

Einstellungssache, Müdigkeit, was auch immer: Aber Fortuna war sofort im Spiel, Münster eher nicht. Und dann auch ruckzuck in Rückstand. Was die allgemeine Moral durchaus angriff. Torchancen erspielte sich der SCP praktisch nicht. Da war ein Abseitstor nach 14 Minuten, ein, zwei Standards. Aber Gefahr? Nein.

Stattdessen hatte der SCP gewaltiges Glück, dass Dahmanis Volleyschuss nur die Torlatte traf und dass Pintol im Nachsetzen keine Kontrolle über den Ball bekam. Das hätte gut und gerne auch schon das 0:2 sein können. Aber dieser schnelle Nackenschlag blieb dem SCP immerhin erspart. Es war ja auch noch früh.

Was allerdings tatsächlich in den SC Preußen gefahren war, zeigte der Abschlag von Max Schulze Niehues nach 26 Minuten. Völlig unbedrängt weit ins Seitenaus. Dafür gab es dann deutlich hörbare Pfiffe. Es ging halt nicht viel zusammen. 

 

Nach dem Wechsel reagierte Trainer Antwerpen. Philipp Hoffmann ersetzte Heinrich und zumindest optisch hatte der SCP jetzt etwas mehr vom Spiel. Und sogar eine Chance! Martin Kobylanskis Schuss von der Strafraumgrenze streifte noch die Torlatte. Das war nach 50 Minuten. Die Frage, wie sich die Sache entwickelt hätte, wäre der Ball reingegangen, bleibt eine theoretische. 

Es folgte Langeweile. Fortuna stand kompakt, ließ sich nicht locken. Und den Preußen fiel sichtlich nichts ein, um selbst Gefahr heraufzubeschwören. Fast 20 Minuten wogte die Partie irgendwo im Mittelfeld hin und her, strukturlos und ideenlos. 

Dann gab es den zweiten Aufreger aus Preußensicht. Rufat Dadashov schaltete schnell, Kölns Torwart Nikolai Rehnen zögerte beim Rauslaufen, ging dann aber doch raus - und schnappte Dadashov den Ball so gerade noch von den Füßen. Elfmeter! forderten die Preußenfans, aber so richtig Wut kam nicht auf. Stattdessen musste Rehnen lange behandelt werden und spielte dann mit einem mächtigen "Turban" um den Schädel weiter. 

Wenn man den halbwegs vernünftigen Torschuss von Klingenburg nach 80 Minuten mitzählt, kam der SCP noch zu eben dieser einen Chance. Auf der Gegenseite scheiterte erst Dahmani am sicheren 2:0, diesmal war Schulze Niehues aber auf dem Posten. 

Erst in der sechsminütigen Nachspielzeit machte Köln die Sache klar. Der eingechselte Moritz Hartmann traf satt ins Torwarteck. Flach rein neben den Pfosten, das 2:0. Aus. Mit dem Tor setzte im Stadion der große Exodus ein. Hundertfach strömten die Fans gen Ausgang. Diese Winterpause kam wirklich fast zu spät. 

Stimmen

Fortuna-Trainer Kaczmarek: Es freut mich extrem für Spieler und Verein. Wir haben uns das in den vergangenen drei, vier Spielen schon erarbeitet. Heute haben wir uns belohnt. Wir wussten, welche Qualitäten der SCP hat und haben das Zentrum verdichtet, waren kompakt und haben auf Umschaltmomente gesetzt. Wir wären auch in der Lage gewesen, das Spiel früher zu entscheiden, so mussten wir lange zittern.

Preußen-Trainer Antwerpen: Das war eine sehr verdiente Niederlage. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Spiele, dass wir früh in Rückstand geraten. Der Gegner war komplett da, nahm die Bedingungen besser an. Bei uns waren zu wenig Spieler an der Normalform. Wir sind froh, jetzt in die Pause zu gehen. Mit 29 Punkten haben wir eine herausragende Hinserie gespielt, das lasse ich mir auch von niemandem schlechtreden. Wir haben Aufgaben im neuen Jahr, denen wir uns stellen werden.


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38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

 


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