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Nichts zu holen in Wiesbaden
0:2-Niederlage: Frühes Gegentor macht alle Preußen-Chancen zunichte

(Foto: Sanders)
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Wiesbaden – Der SC Preußen Münster steuert in der 3. Liga weiter in Richtung Tabellenkeller. Beim SV Wehen Wiesbaden unterlag das Team von Trainer Marco Antwerpen mit 0:2 und steht nun auf Platz 12 der Liga.

Die Rückrunde der Drittliga-Saison ist nicht der Freunde des SC Preußen Münster. Nur auf Platz 15 führt die Rückrundentabelle den SCP - und die Ergebnisse belegen diesen Trend eben auch. In bisher 10 Spielen holte die Adler nur zwei Siege. 

Und beim SV Wehen Wiesbaden änderte sich das Bild vor gerade einmal 2.000 Zuschauern leider auch nicht. Was hatten sie sich nicht vorgenommen? Hatten den Tagesablauf verändert, allen noch einmal die Grundtugenden vor Augen geführt, das Team eingestellt. Und dann dauerte es am Samstag nicht einmal fünf Minuten, ehe die Preußen wieder in Rückstand lagen. Und weil ein Rückstand für den SC Preußen fast immer auch eine Niederlage bedeutet, war damit die Geschichte dieses Spiels bereits geschrieben. 

Aber der Reihe nach, 

Marco Antwerpen hatte sein Team umgestellt. Simon Scherder rückte aus der Kette eins nach vorn und bilderte mit Sandrino Braun eine Art  defensives Mittelfeld, Niklas Heidemann und Fabian Menig komplettierten mit Ole Kittner und Lion Schweers in der Mitte die Viererkette. 

Mittelstürmer Rufat Dadashov wurde von Philipp Hoffmann und Lucas Cueto unterstützt, Martin Kobylanski zog dahinter die Fäden. 

Es ist aber dieser Tage eine Mischung aus Pech und Unvermögen, die den SC Preußen immer wieder zurückwirft. Münster begann durchaus aktiv, lief in den ersten Minuten den Gegner auch hoch an. Aber schon die erste Chance nach drei Minuten bot sich Wiesbaden, als Manuel Schäffler nach einer Ecke am langen Pfosten eine Fußlänge zu spät kam. 

Wieder nach wenigen Minuten

Nur zwei Minuten später war es aber schon geschehen um den SCP. Da machte sich Moritz Kuhn zum Freistoß bereit - und hob den Ball aus rund 25 Metern ins linke obere Eck. Torwart Max Schulze Niehues stand dort zwar, aber rührte sich nicht mehr. Die frühe Führung für den Gegner, ein bekanntes Bild beim SCP. 

Münsters Antworten fielen zaghaft aus. Ein Fallrückzieher von Lion Schweers (6.) brachte wenig Gefahr, war aber ein kleines Lebenszeichen. 

Richtiggehend ärgerlich - und typisch - wurde es nach 11 Minuten. Lucas Cueto spielte sich in den Strafraum der Gastgeber, Maximilian Dittgen störte mit dem Fuß. Cueto kam zu Fall, aber einen Elfmeter gab es für diese Szene nicht, stattdessen eine Gelbe Karte wegen einer Schwalbe. Eine Fehlentscheidung in jedem Fall. Statt eines möglichen 1:1 lief der SCP in der Folge wieder dem Rückstand hinter. 

"Ein klarer Elfmeter, das zeigen doch die Bilder!", schimpfte Cueto zur Pause im Telekom-Interview. Aber alle Beschwerden halfen ja nichts. Während Wiesbaden in der Folge vielleicht etwas mehr vom Spiel hatte, kam der SCP zu kleineren Szenen. Einmal Dadashov von links (deutlich über das Tor, 14. Minute), einmal Dadashov von rechts (deutlich über das Tor, 18. Minute). Richtig gefährlich war das alles nicht. 

Aber die großen Szenen ließ der SCP eben auch nicht zu. Einmal behinderten sich Kittner und Schulze Niehues gegenseitig (28.), aber daraus entstand auch keine Gefahr. Eine einzige echte Großchance bekamen die Wiesbadener noch, aber die hatte es in sich. Schäffler setzte einen Kopfball nach einer Ecke nur an die Latte! Das hätte gut und gern das 2:0 sein können. 

Schon in der Nachspielzeit der ersten Hälfte musste Schulze Niehues noch einmal eingreifen, nachdem Kuhn aus spitzem Winkel den Abschluss suchte. 

Mit dem 0:1 ging es dann in die Pause. 

 

 

Nach der Pause musste Simon Scherder raus, Tobias Rühle sollte offensiv für etwas mehr Druck sorgen. Und das klappte insgesamt spürbar. Plötzlich meldete sich der SCP druckvoll und mit Power zurück. 

Wiesbaden war sichtlich überrascht vom Auftritt der Preußen, die jetzt früher anliefen, mehr Tempo in ihr Offensivspiel legten. Das war nicht in Großchancen abzulesen, aber das wirkte alles deutlich gefährlicher als in Halbzeit eins. 

Natürlich boten die Preußen den Gastgebern dadurch auch offensive Räume an. Es ging aber nicht anders. Fast hätte sich der SCP nach 54 Minuten das 0:2 eingefangen. Den schnellen Konter über die rechte Seite veredelte Dittgen mit einer guten Ablage auf Nicklas Shipnoski. Dessen Schuss klatschte an den Pfosten und sprang dann quer zum Tor wieder ins Feld. Glück für den SC Preußen in dieser Szene. 

Hoffmann scheitert, Hansch trifft

Schulze Niehues parierte gute zehn Minuten später einen starken Freistoß von Kuhn - mit einer Hand hob er den Ball noch zur Ecke über die Latte. Kaum war die Ecke ausgeführt, bekam der SVWW die nächste gute Chance. Diesmal schloss Daniel Kofi Kyereh ab, aber sein Schuss von der Strafraumgrenze flatterte Zentimeter am Pfosten vorbei.

Und kaum hatte Philipp Hoffmann die Chance zum Ausgleich vergeben (65.), war das Spiel dann entschieden. Im Konter kam Schweers nicht mehr hinterher, Jules Schwadorf hob den Ball über Schweers und Schulze Niehues in die Mitte, wo der just eingewechselte Florian Hansch den Ball nur noch ins Tor drücken musste. Das war natürlich die Entscheidung. 

Beim SCP kam dann der Ex-Wiesbadener Philipp Müller für Hoffmann. Ein letzter Versuch, noch einmal Akzente zu setzen. 

Das Tor gab aber den Gastgebern die Sicherheit wieder, die nach der Pause kurz abhandengekommen war. Nun agierte wieder der SVWW. Es waren vielleicht nicht mehr die ganz großen Chancen, die der SCP zuließ. Aber immer wieder kam Wiesbaden im Strafraum der Preußen durch, es fehlte nur der präzise Pass zum Mitspieler. 

Die Preußen hatten sich zwar nicht aufgegeben, aber doch irgendwie von der Überzeugung verabschiedet, dass hier noch etwas möglich sein könnte. Jetzt ist der SCP schon wieder seit drei Spielen ohne eigenes Tor; das wird auch langsam zur Gewohneit. 

Sinnbildlich für die Offensiv-Thematik war nach 88 Minuten die Chance für Dadashov, der aus Kurzdistanz den Abschluss nicht fand, auch Cueto spitzelte den Ball nicht über die Linie. 

Dann war das Spiel vorbei. Wiesbaden steckt wieder voll im Aufstiegsrennen und für den SC Preußen sollte der Blick ab sofort nach unten gehen. Die letzten fünf, sechs Punkte für den Klassenerhalt müssen schnell her. 

Tabelle

35. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Wiesbaden3464:451958
5Rostock3443:43049
6Münster3442:40248
7Zwickau3440:38246
8Würzburg3446:41545

 


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Di, 23.04.

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35. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Wiesbaden3464:451958
5Rostock3443:43049
6Münster3442:40248
7Zwickau3440:38246
8Würzburg3446:41545

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