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Untergang nach Roter Karte
0:5-Desaster: Preußen Münster kassiert höchste Drittliga-Pleite beim KSC

Debatten zwecklos: Schiri Jablonsky hatte eine sehr spezielle Sicht aufs Spiel. (Foto: Schulte)
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Karlsruhe – Eine halbe Stunde lang sah es nach einem engen Drittliga-Spiel zwischen dem Karlsruher SC und Preußen Münster aus, in dem ein Tor über den Ausgang entscheiden könnte. Dann brach der SCP infolge mehrerer äußerst strittiger Schiedsrichter-Eingriffe wie ein Kartenhaus zusammen und musste eine 0:5 (0:3)-Pleite einstecken – die höchste seit Aufstieg in die 3. Liga.

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Die Ausgangslage war für den SCP wahrlich keine optimale, denn unter der Woche hatte sich eine Handvoll Profis angeschlagen oder krank phasenweise vom Training abgemeldet. Tatsächlich nicht im Bus nach Karlsruhe saß schließlich Niklas Heidemann, der Moritz Heinrich nach schwacher Defensivleistung bei der 1:2-Pleite gegen Halle hätte ersetzen können. So entschied sich Trainer Marco Antwerpen für eine weitere ungewöhnliche Maßnahme und beorderte Philipp Hoffmann in einer Viererkette nach links hinten, während Tobias Warschewski zwei Reihen weiter vorn als Linksaußen startete. Zurück kam auch Sandrino Braun – Jannik Borgmann musste auf die Bank.

Ohne Chancen zu generieren, wurde der KSC im Verlauf der ersten Halbzeit stärker. Er erspielte sich zahlreiche Standardsituationen, spielte diese aber schwach aus – Münster ließ sich zwar in die Defensive drängen, ein Gegentor deutete sich daraus jedoch nicht an. Bis Lion Schweers Marvin Pourie kurz am Trikot zog, dieser zwei bis drei Sekunden später im Strafraum fiel und der SCP sich wieder über eine Entscheidung der Unparteiischen unter Leitung von Sven Jablonski ärgern durfte. Anton Fink nahm das Geschenk gerne an, 1:0 für die Gastgeber (31.) - und nach einer solchen Führung hatte Karlsruhe bislang noch jedes Spiel gewonnen.

Schwarze 15 Minuten für Preußen Münster

Es folgten die wohl schwärzesten 15 Minuten der bisherigen Preußen-Saison. Denn zunächst wollte Pourie, Augenblicke nach seinem erzwungenen Strafstoß, mit einer Schwalbe den nächsten fordern – keine Verwarnung (34.). Dann grätschte ein frustrierter Ole Kittner dem Ex-Preußen Marc Lorenz von hinten in die Beine, ohne ihn deutlich zu treffen. Ein spektakulärer Zweikampf, die mit Rot geahndet werden konnte, aber vor dem Hintergrund der ereignisreichen Minuten zuvor mit Fingerspitzengefühl nicht gezogen werden musste. Jablonski zog Rot (37.)

Damit nicht genug: Sandrino Braun fällte nach einer missglückten Klärungsaktion Manuel Stiefler im Sechzehner, zweiter Elfmeter für Karlsruhe (42.) - dieses Mal verwandelte Lorenz. Und eine Minute vollendete Burak Camoglu, beim Zuspiel möglicherweise eine Fußspitze im Abseits, einen Konter gar zum 3:0. Münster war zur Pause bedient und geschlagen zugleich. Es ging nur noch um Schadensbegrenzung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ole Kittner fehlt nach einer harten Roten Karte. (Foto: Schulte)
Debatten zwecklos: Schiri Jablonsky hatte eine sehr spezielle Sicht aufs Spiel. (Foto: Schulte)
Debatten zwecklos: Schiri Jablonsky hatte eine sehr spezielle Sicht aufs Spiel. (Foto: Schulte)

Karlsruhe hat Lust, Münster schiebt Frust

Und selbst das gelang nicht, als Burak Camoglu mit dem ersten zweifelsfrei regulär erzielten Treffer nach dem Seitenwechsel auf 4:0 erhöhte (55.), ein zugegeben herrlicher Schlenzer. Vierter Schuss auf das Tor von Max Schulze Niehues, viertes Tor. Die Preußen, die in der Pause Simon Scherder und Lucas Cueto gebracht hatten, wollten nur noch nach Hause – und die höchste Niederlage der Drittliga-Geschichte vermeiden, denn seit Aufstieg 2011 hatte der SCP nie mit mehr als vier Treffern Differenz verloren. Doch Karlsruhe arbeitete mit Vehemenz daran, und erhöhte schließlich im Wirrwarr nach einem Eckball auf 5:0 (79.). Der Schlusspunkt.

Preußen Münster wird vor den abschließenden Heimspielen gegen Zwickau und Köln aufpassen müssen, diesen moralischen Tiefschlag erster Güte rasch zu verarbeiten. Eine Klasse schlechter war der SCP an diesem Samstagnachmittag zum Vergessen erst in Unterzahl. Nichtsdestotrotz verabschiedet sich Münster vorerst aus dem Aufstiegskampf, in dem er sich stets nur als vorübergehender Gast sah – leider angesichts von nunmehr einem Dutzend teils schwerwiegender Fehlentscheidungen nicht ausschließlich aus Eigenverschulden.

Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3036:39-342
7Würzburg3043:36741
8Münster3037:36141
91. FCK3036:39-341
10Uerdingen3033:43-1041

 


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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3036:39-342
7Würzburg3043:36741
8Münster3037:36141
91. FCK3036:39-341
10Uerdingen3033:43-1041

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