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Reaktionen und mehr
Absichtserklärung unterzeichnet: Preußenstadion in Münster wird umgebaut

Preußen-Präsident Christoph Strässer, Oberbürgermeister Markus Lewe und Stadtbaurat Robin Denstorff (v.l.). (Foto: Schulte)

Münster – Der öffentlichkeitswirksame Teil ist erledigt. Die Stadt Münster und der SCP haben am Freitag gut gelaunt eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel: Der Umbau des Preußenstadions. Reaktionen und mehr vom Drumherum hier. 

Um das zunächst klarzustellen: Der Termin am Freitagmittag im Preußenstadion war eher etwas für die Galerie. Das ist nicht herablassend gemeint, es ist einfach ein öffentlicher Termin gewesen. Eine Show für die gute Sache. Eine Absichtserklärung wurde von sechs Personen unterzeichnet, ein paar freundliche und optimistische Worte gesprochen, ein paar Fotos, das war's. 

Sozusagen ein "verbaler Spatenstich", obschon die Bagger noch ganz weit weg sind. Denn die nun unterzeichnete Absichtserklärung enthält auf anderthalb Seiten nicht mehr als den gemeinsamen Willen und die groben Eckdaten für das weitere Vorgehen. 

Das wird unter jenen Preußenfans, die der Stadt ohnehin kein Wort mehr glauben, kaum für Erleichterung sorgen. Dafür lief die Stadiondiskussion über 20 Jahre einfach zu unergiebig und erfolglos. Dennoch war der Termin am Freitag wichtig. Denn Stadt und Verein übten den Schulterschluss und machten damit auch einen dicken Strich unter allerlei Verstimmungen aus den vergangenen Jahren. 

Welche wichtige Rolle der SC Preußen für die Stadt spiele, betonte Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU). Wie hoch in der Hierarchie das ganze Projekt angesiedelt ist, unterstrich die Anwesenheitsliste. Neben dem Oberbürgermeister rückte die Stadt auch mit dem Kämmerer Alfons Reinkemeier und Stadtbaurat Robin Denstorff an. Das durfte durchaus als Zeichen zu verstehen sein: Chefsache ist das Thema Stadion nun. Das muss es auch, denn für Stadt und Verein stehen in etwa eine Trillion Fragen an, die erst geklärt werden müssen.

Dass der SCP die wichtige Voraussetzung mit dem Bebauungsplan bereits erfüllt hat, hilft dabei ungemein. Jetzt geht es um die Ausgestaltung - und dieses Thema hat es in sich. Es geht nicht nur um Zeitpläne. Es geht um Fragen der Finanzierung, der Gestaltung des Stadions, dem Ablauf des Umbaus. Kann der SCP im eigenen Stadion bleiben oder muss er für eine gewisse Zeit "auswärts" spielen? Das alles muss erst noch geklärt werden. Und auch die Frage, ob und unter welchen Umständen die Stadt Münster für den "Wirtschaftsbetrieb" des SCP ein städtisches Stadion zur Verfügung stellen darf. Stichwort EU-Beihilfe. Da kommen auf das Lenkungsteam und das Projektteam viele, viele Aufgaben zu. 

Auch deswegen verzichteten alle Beteiligten am Freitag betont darauf, irgendeinen Zeitplan vorzugeben. Das Wort des Tages lautete aber "unverzüglich", also "ohne schuldhafte Verzögerung" durch die Stadt, wie es der Oberbürgermeister betonte. Alles soll zügig gehen. Lewe griff mit diesem Wort auch ein, als der Stadtkämmerer plötzlich über Zeiträume und Maßstäbe sprach. Unter allen Umständen sollte der Eindruck vermieden werden, das Thema werde nun auf die lange Bank geschoben und irgendwie in die Mitte des nächsten Jahrzehnts verlagert. Nein. "Unverzüglich" sollen nun alle Fragen abgearbeitet werden. 

Dass der SC Preußen faktisch so weit ist wie zuletzt im Jahr 2000, wurde aber auch klar. Damals scheiterte der "Preußenpark" bereits im ersten planerischen Anlauf. Der eigens aufgestellte Bebauungsplan für das geplante Stadion samt Einkaufszentrum wurde im Dezember 2000 vom Oberverwaltungsgericht zerrissen und für "nichtig" erklärt. Ein Offenbarungseid für die städtischen Planer.

Eben jeder Bebauungsplan steht aber jetzt. Und obschon die Absichtserklärung rechtlich überhaupt keine bindende Wirkung hat, ist sie ein öffentliches und damit sichtbares und klares Zeichen aller Beteiligten. Der Wille ist da. Politisch wie planerisch. 

Dass man mit den derzeit reservierten Mitteln von 40 Millionen Euro nicht hinkommen wird? Geschenkt. Oberbürgermeister Lewe sprach über den Weg und hielt sich für künftige Fragen alles offen. Man werde dann schon sehen. 

Tatsächlich wird das Thema Stadion ab sofort wöchentlich (!) mit gemeinsamen Treffen im Lenkungs-Zirkel Priorität genießen. Schon im Anschluss an den Medientermin am Freitag setzten sich alle Beteiligten oben in den Logen des Stadions zusammen. Nur keine Zeit mehr verlieren.

 

Die Mitteilung der Stadt dazu:

Die Spitzen der Stadt Münster und des SC Preußen Münster haben am 1. Februar 2019 eine verbindliche Absichtserklärung zur Sanierung und Erweiterung des Stadions an der Hammer Straße unterzeichnet (Bild 1, v.l.: Oberbürgermeister Markus Lewe und SCP-Präsident Christoph Strässer). Die Stadt stellt in den nächsten Jahren 40 Millionen Euro für ein modernes Stadion mit 20 000 Plätzen und für ein Nachwuchsleistungszentrum zur Verfügung. Die gemeinsame Erklärung regelt, in welchen Schritten und mit welchen Organisationsstrukturen die Planung umgesetzt wird. An der Vertragsunterzeichnung nahmen für den Verein die Spitzen aus Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Präsidium des SC Preußen Münster teil, seitens der Stadt der Oberbürgermeister zusammen mit dem Kämmerer und dem Stadtbaurat

Die Mitteilung der CDU-Ratsfraktion dazu:

Stefan Weber zur Absichtserklärung von Stadt und Preußen zur Modernisierung des Stadions an der Hammer Straße:
 
Mit der Stadionmodernisierung und dem künftigen Jugendleistungszentrum läuft das nächste Zukunftsprojekt für Münster. Die Rathaus-CDU hat die politischen Weichen dafür gestellt mit dem erforderlichen Bebauungsplan und im städtischen Haushalt.  Gut, dass wir uns nie von der Spielstätte an der Hammer Straße verabschiedet haben und die Preußen ihre alte Heimat in neuem Glanz behalten. Jetzt wollen wir an der Hammer Straße möglichst schnell die Bagger sehen.

 

Nächstes Liga-Spiel

3. Liga, 25. Spieltag
KFC Uerdingen - Preußen Münster
Montag, 25. Februar, 19 Uhr
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Tabelle

24. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Uerdingen2431:33-238
6U´haching2243:241935
7Münster2430:30034
8Würzburg2435:29633
9Rostock2431:34-333

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