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Das westline-Interview
Adriano Grimaldi: "Das war schon cool in Münster"

Adriano Grimaldi. (Foto: Weber)
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München – Adriano Grimaldi spielt seit Sommer bei 1860 München. Im westline-Interview mit Susanne Weber spricht der ehemalige Preuße über die Gründe für seinen Wechsel, die Unterschiede zwischen den Adlern und den Löwen und über eine Rückkehr ... 

Adriano Grimaldi, es ist jetzt etwa zweieinhalb Monate her, seit du das eher beschauliche Münster gegen München eingetauscht hast. Ein Kulturschock?

(lacht) Na ja, ganz so klein ist Münster ja auch nicht. Aber im Vergleich zu München natürlich schon. Um ehrlich zu sein, habe ich von München noch gar nicht so viel gesehen. Aktuell spielt sich für mich vieles zu Hause oder am Trainingsplatz ab. Wir sind ja gerade erst umgezogen, deshalb mussten wir uns hier erstmal einrichten. Das, was ich von München bisher gesehen habe, gefällt mir und auch meiner Familie aber sehr gut. 

Was denn?

Die Vielseitigkeit. Man kann hier einfach unglaublich viel machen. An der Isar gibt es einige schöne Plätze. Es gibt viele Möglichkeiten, gut essen zu gehen. Ob es jetzt ein Ausflug an einen See ist oder in einen Park: Die Stadt gibt einfach sehr viel her.  

Okay, aber irgendwo tauchen doch die Probleme auf?

(lacht) Sich an den bayrischen Dialekt zu gewöhnen ... Hier sind einige Jungs in der Mannschaft, die den Dialekt richtig draufhaben. Da muss ich schon genau zuhören. Oder ich höre einfach weg ...

Kontakte zu knüpfen ist auch so einfach wie in Münster?

Münster ist im Vergleich schon kompakter und übersichtlicher. Innerhalb kürzester Zeit habe ich da sehr viele Leute auch außerhalb des Vereins kennengelernt. Da war alles sehr eng beieinander. Es gab viele „Kreise“ in Münster, in denen ich schnell drinsteckte. Das war schon cool in Münster. Aber ich denke, das wird hier in München auch kein Problem werden. Ein paar Leute außerhalb des Fußballs habe ich hier schon kennengelernt und mit der Zeit wird dies hier sicherlich auch noch mehr werden.  

Adriano Grimaldi mit westline-Reporterin Susanne Weber. (Foto: Weber)

Dann steht ja die Wiesn-Zeit vor der Tür. Eine Herausforderung?

Ja. Bisher kenne ich nur den Cannstatter Wasen. Und natürlich das Oktoberfest in Münster, was für den Westen recht groß und gut gemacht ist. Aber natürlich freue ich mich jetzt auf den Wiesn-Besuch mit der Mannschaft hier in München. Wir sind ja auch alle professionell eingekleidet worden. Der Oktoberfestbesuch hier ist auf jeden Fall etwas Besonders für mich. Ich bin wirklich gespannt.

Oktoberfest in Münster ging also auch. Dann hättest du ja auch beim SC Preußen bleiben können, oder? 

Ja, eigentlich wäre ich schon gerne geblieben. Auch weil ich mich eben in der Stadt sehr wohl gefühlt habe. Ich habe es ja gesagt: Das ganze Drumherum hat mir sehr gut gefallen. Es ist mir am Ende nicht leichtgefallen zu sagen, ich verlängere nicht. Aber mit München habe ich eine gute Wahl getroffen und bin aktuell auch echt glücklich darüber. Nicht nur, weil es hier gut läuft für mich, sondern weil es vom Gefühl her auch einfach passt. Die Art und Weise der Menschen hier und mein Typ, das passt auch zusammen. Und vom Team bin ich echt begeistert. Die haben hier alle „Bock“, sind sich einig und haben ein Ziel. 

Erzähl doch noch einmal: Gab es ein Angebot vom Verein und wie hast du das empfunden?

Ich hatte mich ja zwischenzeitlich beschwert, dass ich kein (frühzeitiges) Angebot bekommen habe. Ich hatte in diesem Zusammenhang ja von fehlender Wertschätzung mir gegenüber gesprochen. Danach haben Malte Metzelder und ich oft gesprochen. Irgendwann war aber einfach klar, dass wir nicht zueinander finden. 

Wärst du denn bereit gewesen, in Münster finanzielle Einbußen hinzunehmen, um doch noch bleiben zu können? 

Klar, aber es ging ja auch nicht um Millionenbeträge. Es ging mir erstmal darum, dass ich überhaupt ein Angebot bekomme. Aber es hieß immer, sie könnten mir gerade keines machen. Dann habe ich immer wieder gesagt, dass ich warte und bereit bin, weniger zu verdienen als es bei anderen Vereinen für mich möglich wäre. Nicht weniger als zuvor bei Preußen, aber eben weniger als bei anderen Klubs. 

Im Rückblick: Wie schaust du auf deine Zeit beim SC Preußen zurück?

Es war eine sehr schöne Zeit, die ich nicht vergessen werde. Ich bin trotz allem im Guten mit dem Verein auseinandergegangen. Ich schaue mir, soweit ich es zeitlich kann, auch noch jedes Spiel der Preußen an. Ich schreibe weiterhin mit den Jungs und stehe auch noch mit dem Trainer in Kontakt. Da gibt es absolut kein böses Blut. Im Gegenteil, ich wünsche dem Verein nur das Beste. Und ich denke, das wünscht er auch mir. Ich freue mich schon auf das Wiedersehen. Es ist halt manchmal im Fußball so, dass sich Wege trennen. Damit habe ich mich schon früh abgefunden, das gehört dazu. Wenn man darüber aber offen spricht, so wie es zumindest am Ende auch passiert ist in Münster, dann kann man auch im Guten auseinandergehen. 

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