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Reaktionen nach dem 5:0
Adriano Grimaldi: „Leute, das war doch nur ein Tor!“

Von der Gegengerade gab es schon dicken Applaus, Grimaldi schickte ein kleines Dankeschön rüber. (Foto: Schulte)
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Münster – Vollstreckte er eiskalt oder grübelte er? Was ging Adriano Grimaldi durch den Kopf, als er in der 74. Spielminute auf das Tor von Philipp Klewin zulief? Die Wahrheit taugt nicht für einen Roman. „Leute, das war doch einfach nur ein Tor! So wie jedes andere...“, sagte der Kapitän nach Spielende. Als wäre es das Normalste auf der Welt.

Im Frühjahr 2017 gab es eine Zeit, da hätte Adriano Grimaldi nachts um drei Uhr zum Sportplatz fahren und fünf Strafstöße ins Kreuzeck schweißen können. Ihm, der nie als großer Torjäger galt, schien plötzlich alles zu gelingen – bis sich im Herbst die Situation umkehrte. Plötzlich war Grimaldi wieder der Chancentod, der Verunsicherte, der nur zum Saisonstart zweimal genetzt hatte. Geben wir es zu, den Ehrentreffer beim peinlichen 1:4 gegen Großaspach hatten viele ohnehin wieder verdrängt.

„Wenn man das mal hochrechnet...“

Da stand er also mit seinem Talent, aber der Pest am Fuß. In Meppen stolperte er das Leder frei am Kasten vorbei, gegen Würzburg fehlten Zentimeter. „Gedanken habe ich mir darüber trotzdem keine gemacht“, versicherte der Offensivmann nach Abpfiff. „Groß nachdenken in solchen Situationen, das üben wir nicht. Wir wollen zielstrebig das Tor machen.“

Das gelang Grimaldi gegen Erfurt gleich zweimal. Erst, nachdem ihn Martin Kobylanski fein in Szene gesetzt hatte und er aus recht spitzem Winkel präzise ins linke untere Eck traf. Und kurz vor Schluss, als er einen langen Ball von Simon Scherder mitnahm, wuchtig abschloss und mit etwas Glück den Torhüter überwand. Da wurmte es den „Torfürsten“ auch nicht mehr, dass er wieder nur als Joker eingesetzt worden war. „Ich habe in zwanzig Minuten zwei Tore gemacht. Wenn man das mal hochrechnet, wäre ich Toptorjäger...“, scherzte er spürbar erleichtert.

 

Besser, aggressiver, zielstrebiger

Ganz ernst schob er nach: Es sei natürlich wichtig, so viele fitte Spieler wie möglich im Kader zu haben und alle bei Laune zu halten. „Wer von der Bank kommt, verfolgt das gleiche Ziel wie die Startspieler: nicht abzusteigen.“ Auch auf der besonderen Rolle des Mannschaftskapitäns ruht sich der Stürmer nicht aus. „Habe ich eine schlechte Phase, ist es legitim, dass ich auf der Bank sitze. Wenn ich dann als Einwechselspieler funktioniere, habe ich einen Schritt nach vorne gemacht.“ Mission erfüllt – zweifellos.

„Wir waren besser, wir waren aggressiver und zielstrebiger“, beschrieb Grimaldi die Leistung der gesamten Mannschaft. „Das darf kurz genossen werden. Dann müssen wir diese Leistung bestätigen, bestätigen und nochmal bestätigen. Und das bedeutet nicht, dass wir nun jedes Spiel gewinnen müssen. Wir wollen aber alles dafür geben."

Sechs Siege aus sechzehn Spielen sollten es schon sein. Damit kann Preußen Münster die schwächelnden Kontrahenten auf den Abstiegsplätzen bis in den Mai hinein distanzieren.

 


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Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
8F. Köln3853:48554
9U´haching3854:55-154
10Münster3850:49152
11Jena3849:59-1052
12Aalen3848:57-950

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