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Heute vor 3 Jahren:
Elfer! Masuch! Wie Preußen Münster Arminia Bielefeld den Derbysieg klaute…

Daniel Masuch avancierte nach dem gehaltenen Elfmeter zum Helden des Tages. (Sebastian Sanders)
Seine Paraden waren am Ende wertlos: Daniel Masuch. (Foto: dpa)
Letzter Arbeitstag: Daniel Masuch im Mai 2015 - hier wird er vor dem Spiel gegen den BVB II verabschiedet. (Foto: Schulte)
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Münster – „Ein Spiel, für das man Fußballer geworden ist“ - heute vor drei Jahren, am 9. März 2013, in Bielefeld. Derby. Arminia Bielefeld gegen Preußen Münster, 26.000 Zuschauer. Kurz vor Schluss steht es 1:1... und dann bekommt Bielefeld einen Elfmeter. Im Tor: Daniel Masuch. Und der erinnert sich heute an einen großen Moment...

„Das war einfach nur eine richtig geile Begegnung. Mit einem zugegeben kuriosen Ausgang“, erinnert sich der heute 38-Jährige. Im vergangenen Sommer nahm er seinen Abschied beim SCP - und schnürt heute seine Schuhe aus Spaß für den C-Ligisten TuS Hiltrup IV. Das Derby hatte alles, was die Duelle zwischen Preußen Münster und Arminia Bielefeld ausmacht: Ein ausverkauftes Stadion, brodelnde Stimmung auf den Rängen. Tore, Karten, einen Platzverweis – und zwei Elfmeter. Einen davon verwandelte Amaury Bischoff nach 74 Minuten! Und das war wichtig, denn damit besorgte er den Ausgleich für die Adler. Arminia war früh Sebastian Hille (20.) in Führung gegangen.

Bielefeld kassierte dann nach 72 Minuten noch einen Platzverweis - Rahn musste runter. Und trotz Überzahl musste der SC Preußen sogar noch um diesen Punkt zittern.

Denn Schiedsrichter Michael Weiner, souveräner Leiter der Begegnung, deutet nach genau 90 Minuten nochmals auf den Elfmeterpunkt – Bischoff hatte einen Arminia-Freistoß mit dem Ellbogen abgewehrt. Bielefeld-Coach Stefan Krämer zitiert den eingewechselten und formschwachen Christian Müller bewusst heran. Er soll den finalen Stoß setzen. Auf der Gegenseite, im Tor der Preußen: Daniel Masuch, 35 Jahre, bis dato über 90 Minuten mit einer fehlerfreien Leistung.

„Einfach nur noch Bock auf den Elfmeter“

„Es ist Nachspielzeit, hinter dir pfeifen dich 10.000 Fans von Arminia Bielefeld gnadenlos aus“, erinnert sich der Torhüter heute. „In der Situation hast du da einfach nur noch Bock drauf.“ Was geschah, daran dürften sich die Anhänger des SCP noch bestens erinnern: Müller zielt auf das untere rechte Eck. Der Schlussmann hechtet - und kommt an den harten, aber unplatzierten Ball heran. Der Derby-Punkt ist gerettet, Arminias Fans konsterniert.

Kolossaler Jubel im gegenüberliegenden Preußenblock, während der sonst eher ruhige Vertreter Masuch beide Fäuste ballt und in bester Becker-Manier die Rettungstat zelebriert. Ein preußischer Derbyheld war geboren. „Diese Emotionen lebt man in dem Moment einfach“, erinnert sich der Routinier an eines der mitreißendsten Westfalenderbys und gab zu: „Bei dem Elfmeter hatte ich ein gutes Gefühl und mich früh für diese Ecke entschieden. Ich habe mir immer wieder gesagt: Den schießt der Bielefelder zu 100 Prozent dorthin.“ Kurz darauf ist Schluss: 1:1, ein gefühlter Sieg.

Preußen Münster und die (vergeblichen) Träume vom Aufstieg

Nicht nur er musste nach Abpfiff erst einmal durchschnaufen. Im regnerischen Bielefelder Dauergrau feierte Preußen Münster den moralischen Sieg im Aufstiegsrennen noch lange nach Abpfiff. 54 Punkte wies der SC Preußen nach diesem 29. Spieltag der Saison 2012/2013 auf, 13 Zähler mehr als in der laufenden Spielzeit. Verständlich, dass ganz Münster in diesen Wochen vom Aufstieg in die 2. Bundesliga träumte. Auch im Sonderzug des SCP flossen daher auf der anschließenden Rückfahrt die Kaltgetränke noch in Strömen. Eine einzige große Party.

Im Mannschaftsbus der Adlerträger dürfte es kaum anders ausgesehen haben – und obgleich das Spiel erst drei Jahre zurückliegt, so hat der Kader der Münsteraner einen komplett neuen Anstrich erhalten. Erinnert sich noch jemand an Cüneyt Köz oder Robin Neupert, die an diesem Samstagnachmittag im Kader von Trainer Pavel Dotchev standen?

Auf dem Feld lieferten derweil Spieler wie Stefan Kühne, Patrick Kirsch, Jens Truckenbrod, Benjamin Siegert oder Matthew Taylor teils starke Leistungen ab. Am Ende reichte es nicht für den Aufstieg - und die Preußen mussten zähneknirschend zusehen, wie ausgerechnet der Erzrivale Arminia Bielefeld schlussendlich feiern durfte. Dennoch muss den genannten Akteuren der Respekt dafür gezollt werden, Preußen Münster und seinen Fans nicht nur dieses emotionale Derby, sondern auch die spannendste, spektakulärste und sportlich erfolgreichste Spielzeit in der eingleisigen 3. Liga geboten zu haben.

 


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5Rostock3443:43049
6Münster3442:40248
7Zwickau3440:38246
8Würzburg3446:41545

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