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Verfasser zeichnen Horrorszenario
Anonymes Schreiben vergiftet Stadiondebatte in Bösensell

Der Bahnhof in Bösensell. (Foto: Schulte)
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Bösensell – Anonyme Verfasser haben in Bösensell offenbar eine Art "Pamphlet" in Umlauf gebracht, das die Stadionpläne des SC Preußen Münster heftig ablehnt. Inhalt: Überschriften aus Medieninhalten, mit denen Angst und Schrecken verbreitet werden soll. 

Dazu der Kommentar: Das kommt von der Verschwiegenheit ...

Während der SC Preußen Münster im Hintergrund weiter Gespräche führt über einen möglichen Stadionbau in Bösensell, wird die Diskussion nun durch anonyme Personen "beeinträchtigt". Seit kurzem kursiert ein einseitiges "Schreiben" im DIN-A4-Format. Der oder die Verfasser schreiben dort unter der Überschrift "Wollen wir das wirklich" die folgende Einleitung, die wir hier inklusive der Rechtschreibfehler dokumentieren: 

"Wie Sie durch die lokalen Medien sicher erfahren haben, plant der SC Preußen Münster derzeit ein neues Stadion mit Platz für 40.000 Besucher hier in Bösensell zu errichten.

Während die heimische Politik und die Bösenseller Bürger bisher kaum verlässliche Informationen zu dem Thema erhalten haben, scheint das Vorhaben für den Vorstand des SC Preußen schon beschlossene Sache zu sein.

Wie aus dem Artikel in den Westfälischen Nachrichten "Verlässt Preußen Münster komplett die Stadt" vom 2.10.2018 hervorgeht, ist der Verein gewillt, diesbezüglich noch in diesem Jahr eine Absichtserklärung mit der Stadt Münster und der Gemeinde Senden zu unterzeichnen. Dass selb st unser Bürgermeister Sebastian Täger von diesen Vorstellungen erst aus der Zeitung erfahren hat, zeigt mehr als deutlich, dass die Informationspolitik des SC Preußen eine Schande ist.

Wir als Bürger, die durch eine Realisierung des Bauvorhabens massive Auswirkungen spüren würden, werden von dem Verein völlig missachtet und an der Nase herumgeführt. Verständlich wenn wir uns einmal Gedanken darüber machen, was solch ein Stadion zur Folge hätte: Ständiges Verkehrschaos an den Wochenenden, zugemüllte Straßen und regelmäßige Lärmbelästigungen durch die Fußballspiele. Nicht zu vergessen natürlich die Eskapaden der Fans. Um Ihnen dies einmal zu verdeutlichen, habe ich im folgenden einige Überschriften verschiedener Pressemeldungen aufgeführt, die über Ausschreitungen und Randale bei Fußballspielen berichten. Das Prekäre: Sämtliche dieser Überschriften stehen in direktem Zusammenhang mit Preußen-Anhängern oder deren Liga-Konkurrenten. Ich denke dem ist nichts mehr hinzuzufügen!"

Wäre aber sicher doch.

Es ist korrekt, dass der SC Preußen Münster mangels eines Standortes in Münster sein Auge auf eine Fläche direkt an der Autobahnabfahrt Senden geworfen hat. "Beschlossen" ist nachweislich gar nichts. Bisher sind die Gespräche nicht über allgemeine Themen hinausgegangen. Die Diskussion befindet sich in einem Status der Vorüberlegungen - was übrigens auch Sendens Bürgermeister Sebastian Täger jüngst betont hatte. Auch aus diesem Grund hatte Täger sich gegenüber den Westfälischen Nachrichten irritiert gezeigt über die vom Klub veröffentlichten Zeitpläne und Summen. 

Seit Monaten steht der SC Preußen über seinen Präsidenten Christoph Strässer im Austausch mit Täger. Mit ihm wurde übrigens auch das Stillschweigen vereinbart, das nun durch das anonyme Schreiben dem Klub vorgeworfen wird. 

Dass diese Absichtserklärung verfasst werden soll, war nicht aus dem "Artikel der Westfälischen Nachrichten" zu erfahren, sondern sollte von Beginn an der erste Schritt in diesem Verfahren, sein auf den sich alle Beteiligten geeinigt haben. Bereits im Februar 2018 schrieben wir auf westline.de über dieses Thema

Die anschließend in dem Schreiben aufgeführten Überschriften lesen sich zunächst wüst - aber wie oft bei solchen Krawallschreiben sind sie maximal unseriös. Es sind weder Quellen noch Daten noch irgendein Zusammenhang erkennbar. Stattdessen werden dort willkürlich Berichte aus Jena oder Erfurt oder Rostock aufgeführt, deren einzige Verbindung zum SCP die gleiche Spielklasse ist. 

Ein Blick auf die Fakten: In 2018 hat die Polizei Münster für 2018 keine einzige Meldung im Zusammenhang mit Spielen des SCP verfasst. Die bis heute letzte Meldung war ein Einbruch im sozialpädagogischen Fanprojekt FANPort. 

Die Meldungen, die sich in 2017 oder davor mit tatsächlichen Übergriffen beschäftigen, sind lokal begrenzt und gehören zum Niveau "Schützenfest-Geschichten". Einzelne Fans, die am Stadion miteinander in Streit geraten. Die Abweisung möglicherweise gewalttätiger Gästefans (acht Personen) durch die Polizei. So etwas in der Art. 

Auch der Preußen-Fanclub Gertie's Adler hatte am Freitagmorgen auf das Flugblatt reagiert: 

Keine Schreckensszenarien

Die im anonymen Schreiben dargestellten Schreckensszenarien über Gewaltexzesse in der Stadt existieren nicht. Randalierende Gästefans oder Preußen in Münsters Innenstadt gibt es nicht. Zumal ein Blick auf die Bösenseller Karte vieles relativiert. Der Standort direkt an der Autobahn liegt zwei Kilometer entfernt von der Weseler Straße und dem Eingang der Bösenseller Bahnhofsstraße in Höhe des Teppichhauses Kibek. Noch erheblich weiter liegt die Gemeinde Senden entfernt - zudem getrennt durch die Autobahn 43.

Zum einen werden Gästefans, die per Bahn anreisen, ohnehin von der Bundespolizei begleitet und mit Sonderbussen direkt zum Stadion gefahren. Zum anderen fragt man sich, was Fußballfans dazu bewegen sollte, wahllos und ziellos in eine zwei Kilometer entfernte Wohnsiedlung zu spazieren.

Auch die Aussagen über "ständiges Verkehrschaos an den Wochenenden" oder "zugemüllte Straßen" sind wohl eher dazu gedacht, substanzlose Panik zu schüren. Nicht umsonst wurde ja der Standort direkt an der Autobahnabfahrt gewählt. In jedem Fall belegen die anonymen Vorwürfe, dass der oder die Verfasser keinerlei Bezug zum Thema Fußball haben oder noch nie Preußenspiele besucht haben. Verkehr? Rund um die Spiele  des SCP wird die Hammer Straße temporär gesperrt, um abreisende Fans durchzulassen. Keine Spur von Chaos. Müll auf den Straßen ist nicht auffällig. 

In Münster leben im Stadtteil Berg Fidel, wo das Preußenstadion steht, über 6.000 Menschen. Im Nahbereich entlang der Hammer Straße kommen weitere tausend Menschen dazu. Sie alle leben mit den Heimspielen, die in aller Regel alle zwei Wochen stattfinden. In Bösensell leben rund 3.000 Menschen (laut Wikipedia), aber zwei Kilometer entfernt, getrennt durch ein Gewerbegebiet mit Möbelhäusern. 

Dass der SC Preußen Münster bisher keine Informationen veröffentlich hat, liegt an dem gewünschten Stillschweigen, das zuletzt von anderer Seite gebrochen wurde.

Zuletzt: Der Verein bietet am kommenden Montag, 29. Oktober, einen Fanstammtisch in der Gaststätte "früh bis spät" am Alten Steinweg an. Interessierte Bösenseller wären dort sicher willkommen. Dort gäbe es wohl verlässlichere und sinnvollere Aussagen zu hören als auf einem anonymen Hetzblatt. 

 


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6Würzburg3346:39745
7Münster3341:40145
81. FCK3341:43-245
9TSV 18603343:36744

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