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Zeitplan
Bebauungsplan "Berg Fidel" soll im Juli beschlossen werden

Das Preußenstadion ist nicht mehr zeitgemäß. (Foto: Schulte)

Münster – Nach dreieinhalb Jahren Arbeit soll am 4. Juli der Bebauungsplan für das Areal des Preußenstadions in Münster endlich beschlossen werden und damit Gültigkeit erlangen. So sieht es der Zeitplan vor. 

Im Dezember 2014 hatte der Rat der Stadt Münster den Einstieg in das Bebauungsplanverfahren für den Bereich des Preußenstadions beschlossen. Notwendig wurde das, weil der bis heute gültige Bebauungsplan nach aktueller Rechtsauffassung unwirksam sei. Ein neuer musste her. 

Wie westline bereits im Februar berichtete: Entweder im Mai oder in der Sitzung im Juli würde der Rat den Bebauungsplan endlich beschließen können. Nun ist es also die Juli-Beratungskette geworden. Ab Anfang Juni geht die Beschlussvorlage durch die Gremien: von der zuständigen Bezirksvertretung Hiltrup über den Sportausschuss, den Planungsausschuss, den Haupt- und Finanzausschuss bis hin in den Rat. Am 4. Juli tritt der letztmals vor der Sommerpause zusammen und soll dann entscheiden.

Dreieinhalb Jahre wird das Verfahren dann in Anspruch genommen haben. Es gestaltete sich offenbar aufwändig und litt ab 2016 auch unter erheblich veränderten Rahmenbedingungen. Denn im Herbst 2016 erhielt der SC Preußen Münster ein neues Präsidium und mit ihm auch ein neues Ziel. Statt einer Sanierung des Standortes Hammer Straße plant der Klub bekanntlich einen Neubau. 

Das hatte zu erheblichen "Verwerfungen" zwischen Klub und Stadtpolitik geführt, die nach wie vor nicht ansatzweise normalisiert oder gar behoben sind. Es scheint aber, als würde der Bebauungsplan zumindest vom Rat beschlossen werden - ein sofortiges Handeln wäre damit nicht verbunden. 

In der Ratsvorlage wird im Detail aufgeführt, welche Abwägungen und Gutachten nötig waren, um den Bebauungsplan zu erstellen. Von der Bürgerbeteiligung bis hin zu Behörden und Einrichtungen wie der Bezirksregierung oder der LWL-Archäologie für Westfalen wurden Meinungen, Anregungen und Bedenken eingeholt. 

Anregungen von Bürgerseite

Die wenigen Anregungen, die von Fans oder interessierten Bürgern eingereicht wurden, drehten sich dabei um die Themen Zuschauerkapazität und Verkehr. Die mehrfach angeregte Erhöhung der maximal möglichen Kapazität über die geplanten 20.000 Zuschauer hinaus wurde dabei in allen Punkten grundsätzlich abgelehnt. In der Stadtverwaltung gilt nach Auswertung aller Gutachten die klare Position, dass mehr als 20.000 Zuschauer an der Hammer Straße weder infrastrukturell noch "lärmtechnisch" möglich sein werden. 

Andere Anregungen wie ein Bahnhaltepunkt am Stadion gehören schlichtweg nicht zum Bebauungsplan, weil sie außerhalb des "Sportparks Berg Fidel" liegen und die Zuständigkeit teilweise auch gar nicht bei der Stadt liegt - sondern im Fall eines Bahnhaltepunktes bei der Deutschen Bahn. Dessenungachtet hat die Stadtverwaltung bereits im Frühjahr 2017 den Auftrag von der Politik erhalten, unabhängig vom Bebauungsplan Gespräche mit der Deutschen Bahn zu führen. 

Neugestaltung

Der Bebauungsplan "Sportpark Berg Fidel" gibt Stadt und Klub die Möglichkeit, klar umrissene Bauten zu errichten. Ein vollüberdachtes Stadion für maximal 20.000 Zuschauer samt Funktionsgebäuden wie Geschäftsstelle, Clubräume, Kassenbereiche, Kontrollbereiche oder Fanprojektbereiche). Zur Hammer Straße hin wären dabei neue Gebäude möglich. 

Zusätzlich kann der SCP zwei weitere Trainingsplätze errichten, die neben dem heutigen Trainingsplatz und dem Kunstrasenplatz liegen. Zwei Parkhäuser im Bereich der heutigen Parkplatzanlagen an der Hammer Straße sind möglich, desweiteren wird ein Stadtteilpark zum Wohngebiet Berg Fidel hin möglich. 

Die bestehenden Nutzungen für Tennis,  Jugendzentrum Lorenz-Süd und der Sporthalle Berg Fidel sind vom Bebauungsplan nicht berührt und können bestehen bleiben. 

Die Vorlage der Stadtverwaltung enthält das Fazit, dass der Bebauungsplan keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen mit sich bringt. Die Immissionsbelastungen blieben "bis auf weiteres auf hohem Niveau" erhalten. Hier könnte eben erst der Bau neuer und geschlossener Tribünen für eine Verbesserung sorgen - was ja im Kern die gesamte Idee bei dem Projekt war. 

Und dann?

Sollte am 4. Juli der neue Bebauungsplan Gültigkeit erlangen, wird zunächst nichts geschehen. Der Standort wäre dann lediglich planungsrechtlich einigermaßen sicher. Die Vorlage geht von einem schrittweisen Umbau des Bereiches aus - doch über die fälligen Konditionen oder die Finanzierung gibt es nach wie vor keinerlei Aussagen aus der Politik. Der Verein hat immer wieder betont, aus eigener Kraft keinerlei Mittel aufbringen zu können. Für den (begrenzten) Standort Hammer Straße seien keine Investoren zu haben. Eine Klärung der finanziellen Rahmenbedingungen ist nicht in Kürze zu erwarten.

 

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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

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