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Gelb-Rot
Bitterer Abgang für Sandrino Braun

Trauriger Abgang für Sandrino Braun. (Foto: Schulte)

Münster – Nach 84 Minuten war die Zeit beim SC Preußen Münster für Sandrino Braun abgelaufen. Schiedsrichter Lasse Koslowski zeigte ihm die Gelb-Rote Karte. Der letzte Gruß ins Publikum fiel leise aus.

Das war es dann für Sandrino Braun. Am Samstag gegen den Karlsruher SC machte er sein letztes Spiel für den SC Preußen Münster. Bedanken durfte er sich bei Schiedsrichter Lasse Koslowski, dessen wechselhafte Spielleitung dazu beigetragen hatte. 

Denn die erste Gelbe Karte kassierte Braun noch in der ersten Halbzeit für ein eigentlich blitzsauberes Tackling - eine Grätsche, die den Ball traf, nicht den Gegenspieler. Gelb gab es dafür und das war die Grundlage für den späteren Platzverweis. 

Braun schlich nach 84 Minuten gesenkten Hauptes vom Platz. Sein letztes Spiel hatte wohl nicht nur er sich anders vorgestellt. Der Dank ans Publikum fiel verständlicherweise eher leise aus, dann verschwand er in den Katakomben. 

Im Sommer 2016 war er von den Stuttgarter Kickers zum SCP gewechselt. Seinerzeit galt er als "Königstransfer" der Preußen, doch ein böser Saisonstart mit drei Niederlagen aus vier Spielen kostete ihn direkt den Platz im Kader. Es folgte eine anderthalb Jahre währende Durststrecke. Weder unter Horst Steffen noch unter Nachfolger Benno Möhlmann schaffte er nachhaltig den Sprung in eine Stamm-Elf. Kaum spielte er einmal 90 Minuten, fand er sich sofort wieder auf der Bank oder gar der Tribüne wieder. 

Es kam keine Substanz rein - worüber wohl der Spieler wie auch Fans und Trainer gleichermaßen rätselten. Unter Marco Antwerpen begann das Kapitel SCP für Braun erst richtig. Kaum war Antwerpen da, bekam Braun Spielpraxis. Mickrige vier Spiele über 90 Minuten gab Möhlmann dem heute 30-Jährigen. Unter Marco Antwerpen wurden es bis Saisonende weitere 18 über die volle Distanz... 

Braun wurde zum Dauerbrenner und Abräumer vor der Kette. Auch zum Saisonbeginn der aktuellen Spielzeit schien Braun noch unantastbar. Doch im Spätsommer zeigten sich Folgen der Dauerbelastung. Braun schwächelte und der Trainer verpasste ihm eine Ruhepause. Die fiel unfreiwillig länger als erwartet aus. Bis zur Winterpause durfte er nur noch zwei Spiele machen. 

Aber kaum war der SCP aus dem Winter zurück, bekam Braun das Vertrauen - und zahlte mit starken Leistungen zurück. Natürlich spielte ihm die Umstellung im Preußenteam in die Karten: Als Sechser vor einer Viererkette hatte er seine besten Spiele gemacht. Und plötzlich war er wieder da. 

Tja, und nun ist er weg. "Wir wollten da einfach einen anderen Weg gehen", so Sportchef Malte Metzelder über den Abschied. "Gerade weil er zuletzt so gute Leistungen gezeigt hatte, war das keine leichte Entscheidung. Auch deshalb hatte es etwas gedauert." Aber man habe eben auch das Gesamtpaket betrachten müssen. Braun sei, so Metzelder, jetzt in einem Alter, in dem auch die Zeit nach dem Fußball einbezogen werden müssen. "Und das hätten wir nicht darstellen können."

Braun hat einen neuen Klub schon gefunden. Er wird beim SC Freiburg II die Karriere wohl ausklingen lassen. "Das freut mich", so Metzelder. "Da hat er eine gute Adresse gefunden, wo er auch den Wechsel in eine andere Karriere vollziehen kann."

Den Abschied vom SC Preußen hätte er sich wohl etwas angenehmer vorgestellt. Nächste Woche in Zwickau darf er nur noch zusehen. 

 

 

Sandrino Braun. (Foto: Schulte)

 

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Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

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