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Haushalt beschlossen, Preußenstadion vor Umbau
Christoph Strässer: "Eine Wellblechhütte kann nicht der Anspruch sein"

Das Preußenstadion. (Foto: Schulte)
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Münster – Am Mittwochabend beschloss der Rat der Stadt Münster dank schwarz-grüner Mehrheit den Haushalt 2019. Darin enthalten sind bis zu 40 Millionen Euro für den Umbau des Preußenstadions, verteilt über mehrere Jahre. Wie der SC Preußen Münster den Beschluss aufnahm, steht hier. 

Jetzt gibt es die Bestätigung, die formal benötigt war: Mit der Ratsmehrheit von CDU und Bündnis 90/Die Grünen hat der Rat am Mittwochabend die Haushaltssatzung für 2019 verabschiedet. In den über 1,2 Milliarden Euro stecken auch bis zu 40 Millionen Euro für den Umbau des alten Preußenstadions - verteilt auf die Jahre 2019 und 2020 sowie "spätere Jahre". 

Um das direkt einzuordnen: Der Beschluss bedeutet nicht, dass in 2019 nur 10 Millionen Euro ausgegeben werden dürften - oder dass in 2021 gar kein Geld zur Verfügung steht. Gelder zu übertragen oder auch vorzuziehen, ist möglich. Entscheidend ist das Tempo, mit der Stadt und Preußen Münster nun den Umbau angehen werden. 

Preußen-Präsident Christoph Strässer, der gemeinsam mit Aufsichtsratschef Frank Westermann die Versammlung verfolgte, war anschließend erleichtert, aber auch nicht von den Socken. "Es war keine große Überraschung mehr, wir haben natürlich damit gerechnet, dass es so kommt." 

Für den Klub und auch die Stadt beginnt jetzt die Arbeit. Während die Politik in die Winterpause geht, wird der SCP sicher intern beraten, wie die nächsten Schritte aussehen. Die Projekt- oder Arbeitsgruppe, die sich bald finden soll, wird auch vom SCP besetzt. Wer den Klub darin vertritt, ist noch offen. Strässer dazu: "Wir müssen das erst mit Experten klären, welcher Arbeitsaufwand da auf uns zukommt." Aber eines, so Strässer, sei klar: "Wenn jetzt Fehler passieren, werden wir das nie wieder korrigieren können." Der Klub wird also mit Bedacht in die Planungen einsteigen und sich auch sofort externe Hilfe von Stadionexperten holen. 

Haushaltsreden

Zuvor hatten die Fraktionschefs und Sprecher der Ratsparteien und -gruppen noch einmal die hinlänglich bekannten Argumente vorgetragen. Während die CDU erneut auf den Verdienst eines fertigen Bebauungsplans verwies, nannte die SPD das ganze Projekt eine vertane Chance. Die Grünen sahen ohnehin im gesamten Projekt eher den möglichen Bahnhaltepunkt Münster-Geist im Vordergrund. Die politischen Haltungen sind ja klar. 

Allerdings hatten die jüngsten Aussagen der beiden Fraktionschefs von CDU und Grünen durchaus Fragen beim SCP hinterlassen. Was mit den "bis zu 40 Millionen Euro" denn tatsächlich gebaut wird, darüber gab es widersprüchliche Aussagen. Für Strässer war die Sache klar: "Die 40 Millionen Euro sollten für das Stadion sein. Das war aus meiner Sicht eine klare Botschaft der Stadt, da werden wir auch drauf bestehen." Nach allem, was man so aus anderen Städten über Neu- oder Umbauten höre, sei auch klar: "Das wird mit 40 Millionen Euro eine ganz enge Geschichte."

"Keine Wellblechhütte"

Etwaigen Befürchtungen, dass die Stadt den Klub "übervorteilen" könnte, griff Strässer lieber vor. "Wir wollen da keine Wellblechhütte hinbauen. Das kann nicht der Anspruch der lebenswertesten Stadt der Welt sein, auch nicht im Fußballbereich." Deshalb werde es Gegenstand der kommenden Gespräche sein zu klären, wann das Geld fließt. Und auch wofür. Der große Vorteil an der Hammer Straße ist das Planungsrecht. Damit hat die CDU ja Recht. Der Bebauungsplan ist zeitlich wie planerisch ein "Quantensprung" (Strässer) im Vergleich zu allen anderen Plänen des Klubs. Der Präsident geht davon aus, dass je nach Planung das Geld auch früher zur Verfügung stünde. 

Bevor das alles konkretisiert wird, steht aber noch der Vertrag zwischen Stadt und Klub aus. Darin wird dann unter anderem definiert, was der SCP selbst zu zahlen hat. "Die Aussage steht und darf nicht relativiert werden: Wir dürfen uns nicht übernehmen. Wir müssen sehen, dass wir eine ligaabhängige Pacht bezahlen und dürfen dabei nicht übervorteilt werden, damit unser Sanierungskurs nicht wieder gefährdet wird." 

Dass die Politik erneut die Möglichkeit oder Erwartung formulierte, der SCP könne sich mit Investoren beteiligen, nahm Strässer zur Kenntnis. "Es war ja immer unser Ziel, Investoren anzusprechen. Es kann ja auch nicht sein, dass wir uns hier in die Schmollecke zurückziehen", so Strässser. "Aber wir hatten die ganze Zeit eine klare Botschaft und die hat sich nicht geändert: Derzeit stehen keine privaten Investoren für die Hammer Straße zur Verfügung."

Natürlich bestehe jetzt eine gewisse Planungssicherheit, so Strässer. Es gebe auf Botschaften aus der Stadt und Unternehmen, die auf eben diese Planungssicherheit gewartet hatten. "Wenn es jetzt voran geht, kann ich mir externe Geldgeber vorstellen. Aber gegenwärtig gibt es noch keine."

 


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7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
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10U´haching3853:46748

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