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Makellose Auswärtsbilanz
Der "andere" Aufsteiger: KFC Uerdingen will auch Preußen Münster ärgern

Stefan Krämer, Trainer des KFC Uerdingen. (Foto: dpa)
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Münster – Adler können fliegen – allerdings nicht, wenn ein Elefant auf ihnen sitzt. Mit zwei Erfolgen auf fremden Plätzen im Rücken gehen der KFC Uerdingen und der Grotifant voller Selbstvertrauen in das Spiel bei Preußen Münster. Susanne Hein-Reipen fasst die blau-rote Ausgangssituation zusammen.

Gerade einmal ein Punkt und ein Tor trennen den KFC und den SCP vor der Begegnung am 6. Spieltag in der Tabelle. Doch während in Münster nach der deutlichen 0:3-Niederlage im Derby in Osnabrück erst einmal Wunden lecken angesagt ist, sind die Uerdinger mit dem Saisonstart in der dritten Liga insgesamt sehr zufrieden. 

Auswärts stärker als „zuhause“

Auffällig dabei: Die Euphorie, die sich in Krefeld nach der Aufregung um die Relegationsspiele und das Zittern um die Drittligalizenz ausgebreitet hat, trägt bislang auswärts mehr Früchte als zuhause – vielleicht auch, weil „zuhause“ im Moment eben nicht die heimische Grotenburg, sondern die Schauinsland-Arena in Duisburg ist…?  

Trainer Stefan Krämer möchte den zeitweiligen Umzug über den Rhein, während die traditionelle Spielstätte renoviert wird, nicht als Ausrede gelten lassen, outet sich aber dennoch als Fußballromantiker, der die Grotenburg trotz des deutlich angegammelten Charmes sehr schätzt: „Du brauchst ein gutes Heimstadion, das kann 10 Punkte wert sein. Das müssen wir uns in Duisburg erst erarbeiten.“ Auch Präsident Ponomarev gibt zu, mit den bisherigen Zuschauerzahlen in Duisburg nicht zufrieden zu sein. Der KFC hat mit 5- bis 7.000 Zuschauern kalkuliert, in den bisherigen drei Heimspielen lag der Schnitt gerade einmal bei 4.400 und damit  klar im unteren Bereich der dritten Liga.

Sportlich ist die Bilanz im Duisburger Exil mit jeweils einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage ausgeglichen, auswärts hingegen hat der KFC bei den durchaus heimstarken Würzburger Kickers und an der Grünwalder Straße in München jeweils dreifach gepunktet und dabei insbesondere defensiv überzeugt. 

Lucas Musculus – oder doch Jakub Sylvestr?

Mit Ausnahme der verletzten St. Pauli-Leihgabe Maurice Litka und des freigestellten Marcel Reichwein kann Stefan Krämer für das Gastspiel an der Hammer Straße aus dem Vollen schöpfen. Und es sieht ganz so aus, als könne er auch künftig auf Torjäger Lucas Musculus zurückgreifen. Ponomarev erteilte dem Werben von Viktoria Köln um den 27jährigen Angreifer, der mit seiner Jokerrolle nicht ganz glücklich ist, trotz eines lukrativen Angebots eine Absage: Geld, so ließ Ponomarev verlauten, sei uninteressant, „wir wollen eine gute Rolle in der dritten Liga spielen!“ 

Ganz erloschen scheint jedoch das Uerdinger Interesse an dem derzeit bei Beitar Jerusalem unter Vertrag stehenden Jakub Sylvestr, der für den 1. FC Nürnberg und Erzgebirge Aue rund 112 Zweitligapartien bestritt, ebenfalls noch nicht zu sein. In diesem Fall ist auch eine kurzfristige Freigabe für Musculus denkbar, obwohl seine Kampfkraft und sein Torriecher die Uerdinger Fans regelmäßig ins Schwärmen bringen.


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Attraktiver Fußball – und ein großer Traum

„Wir wollen attraktiven Fußball spielen und bis Weihnachten so viele Punkte wie möglich holen“ entgegnete Ponomarev unlängst auf die Frage nach möglichen Aufstiegsambitionen. Dann werde eine Zwischenbilanz gezogen und die Weichen Richtung Aufstiegskampf oder neue Saison gestellt. Auch weitere Verstärkungen schließt er nicht aus, aber der KFC werde seinem Konzept treu bleiben, passende Spieler in erster Linie durch Gespräche über die Ziele des Vereins und ihre eigene Motivation statt über „verrückte Gehälter“ zu gewinnen. 

Wer den ehrgeizigen Russen kennt, weiß, dass er trotzdem wie viele Fans, darunter auch Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer, davon träumt, dass erneut der direkte Durchmarsch gelingt.  Und dass der Grotifant auf dem Rathausplatz wieder inbrünstig „Wir gehören zusammen KFC… weil das Blau für die Treue und das Rot für Liebe steht…“ anstimmen kann. Den Münsteraner Adler in seinem Horst zu rupfen wäre ein guter weiterer Schritt in diese Richtung.

Jubel beim KFC Uerdingen nach dem Aufstieg. (Foto: Hein-Reipen)

Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3036:39-342
7Würzburg3043:36741
8Münster3037:36141
91. FCK3036:39-341
10Uerdingen3033:43-1041

 


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30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3036:39-342
7Würzburg3043:36741
8Münster3037:36141
91. FCK3036:39-341
10Uerdingen3033:43-1041

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