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Kader-Analyse Teil 2
Der neue SC Preußen Münster im Blick: Das Mittelfeld

Kevin Rodrigues Pires. (Foto: Schulte)
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Münster – Der Kader des SC Preußen Münster ist fast komplett. Für uns nimmt Martin Stadelmann das neue Team der Adler genauer in Augenschein. Im zweiten Teil geht es um das Mittelfeld ...

Weiter geht es mit dem zweiten Teil des Kaderausblicks. Dieser Teil wendet sich den offensiveren Bereichen in der Mannschaft zu.

Zentrales Mittelfeld

Das zentrale Mittelfeld ist die Schaltzentrale im Fußball. Fast immer wird der Spielstil einer Mannschaft hier festgelegt. Im Vergleich zur Vorsaison sieht Preußen Münster hier große Änderungen auf sich zukommen. Routinier Michele Rizzi hat die Adlerträger verlassen. Zwei Jahre und unter drei Trainern war er hier einigermaßen unumstritten Stammspieler. Nun will er Wolfsburgs U23 zu neuen Ehren führen. Ihn ersetzen soll Kevin Rodrigues Pires, der aus Lotte zur Hammer Straße wechselte. War seine Verpflichtung zunächst etwas überraschend, dürfte ihr Sinn nach dem Abgang Rizzis offenkundig sein.

Rodrigues Pires gilt als Straßenfußballer, eine starke Technik gepaart mit gutem Spielverständnis. Er hat das Potential, aus der Tiefe heraus ein Spielmacher zu sein. Für Leihspieler Nico Rinderknecht scheint in Rene Klingenburg ein möglicher Ersatz gefunden zu sein. Der ehemalige Schalker befindet sich seit drei Wochen im Probetraining und wusste bisher zu überzeugen. Klingenburg kann ebenso als Straßenfußballer gelten. Mit seinem wuchtigen Körper ist er dennoch technisch ziemlich versiert, ein Spieler mit scheinbar großen Möglichkeiten. Aber ihm standen einer besseren Karriere bisher zwei Faktoren entgegen. Eine gewisse Verletzungsanfälligkeit ist zu beobachten. Schwerwiegender dürfte aber sein Kopf sein. Manches Mal hat ihm in der Karriere die richtige Einstellung gefehlt.

Antwerpen wird in der Regel auf eine Doppelbesetzung im zentralen Mittelfeld setzen, um in diesem Bereich niemals in Unterzahl zu geraten und das Spiel von dort aufzubauen. Mit einem Vorsprung aufgrund seiner Leistungen in der Rückrunde dürfte Sandrino Braun gesetzt sein. Er kommt dem Typus des ballerobernden Spielers über aggressives Zweikampfverhalten am nächsten. 

Ähnlich gestrickt wäre im Kader noch der Defensivspezialist Benjamin Schwarz. Doch der lange Zeit von Gesundheitsproblemen geplagte Bayer kann noch nicht wirklich in die Vorbereitung eingreifen. Immer wieder plagen ihn körperliche Probleme, so konnte er noch kein Testspiel absolvieren.

Um den Platz neben Braun balgen sich Rodrigues Pires, eventuell dann auch Klingenburg. Aber auch Martin Kobylanski kann das spielen, ebenso ein Philipp Müller. Mit der Rückkehr von Danilo Wiebe ist leider erst 2019 zu rechnen.

Bastelt Antwerpen zentral gar ein Dreigestirn mit einem offensiv denkenden Mittelfeldspieker, so scheint Kobylanski in der Rolle gesetzt zu sein. Seine Standards, Ecken wie Freistöße sorgen häufig für große Unruhe im Strafraum des Gegners. Aber hier zeigt sich ein erhofftes Momentum der Verpflichtungen der Preußen. Auf dieser Position könnte Antwerpen auch auf Rodrigues Pires, Klingenburg, Wiebe, Akono, Hoffmann und auch Cueto spielen. Zu letzterem kommen wir noch in einer ausführlicheren Besprechung.

Das zentrale Mittelfeld scheint gut besetzt zu sein. Sorgen machen darf den Preußen, dass es auch in dieser Transferperiode scheinbar nicht gelang, einen zentralen Mittelfeldspieler zu verpflichten, der ein echter Ersatz oder Konkurrent für Braun sein könnte. Ein echtes Manko, sollte Sandrino Braun Probleme bekommen.

Mittelfeld Außen

Von den offensiven Flügeln sollen Flanken in den Strafraum kommen, die gegnerische Abwehr auseinandergerissen werden, Abschlüsse sollen gesucht werden. Diesen Mannschaftsteil verstärkten die Preußen mit Philipp Müller, der verletzungsbedingt in der letzten Serie nur zu zwölf Einsätzen für Wehen Wiesbaden kam.

Mit Müller, Philipp Hoffmann, Tobias Rühle, Moritz Heinrich, Martin Kobylanski, Cyrill Akono, Lucas Cueto und eventuell Rene Klingenburg verfügt Antwerpen über reichlich Auswahl auf den Außenpositionen. Diese Spieler vereinen verschiedenste Fähigkeiten, manch einer wie Kobylanski fühlt sich zentral aber auch deutlich besser aufgehoben oder wird dort eingeplant wie Klingenburg.

Auffällig ist, dass diese Spieler deutlich den rechten Fuß bevorzugen, Akono bildet dort eine Ausnahme. Das schränkt natürlich die Flankenfähigkeit von der linken Seite ein, Erfahrungen dort haben in der Vergangenheit vor allem Heinrich und Cueto gesammelt.  Und gerade diese beiden Spieler sind sportlich nicht unumstritten. Heinrich blieb der große Durchbruch nach seinem Wechsel verwehrt, zu gehemmt wirkt er in seinen Aktionen, Cueto ist bei der sportlichen Leitung in Ungnade gefallen, sollte abgegeben werden und steht nun auf Bewährung im Schaufenster während der Vorbereitung. Ob es am Ende reichen wird, wieder in den Spieltagskader zu rücken, darf zumindest hinterfragt werden.

Preußen Münster verfügt über viele Alternativen auf den Außenbahnen, schwierig erscheint die Lage aber vor allem auf der linken Seite. Hier hat Antwerpen in der Vorbereitung zuletzt auch Tobias Rühle getestet und eben Cueto aus der Verbannung zurückgeholt. Akono dürfte eher im Sturm zuhause sein und soll zunächst weiter in der U19 Fuß fassen. Klingenburg wird zentral eingeplant, Hoffmann kann auch über links spielen, aber für ihn scheint Antwerpen eine Sonderrolle eingeplant zu haben. Die liegt im Sturm.

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Tabelle

18. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Halle1823:16733
5U´haching1837:191831
6Münster1828:25329
7Wiesbaden1835:251027
8Rostock1826:27-126

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