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Bremen-Neuzugang
An diesem Wechsel kassiert Preußen Münster... leider nicht

Sebastian Langkaml wechselte von Hertha zu Werder Bremen. (Foto: dpa)
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Münster – Wenn ehemalige Jugendspieler des SC Preußen Münster später wechseln, kassiert der Klub gelegentlich mit. Klar, dass am "Deadline-Day" einige aufmerksam wurden, als Sebastian Langkamp zu Werder Bremen wechselte.

Beim SC Preußen Münster blieb der "Deadline-Day", der letzte Tag der Winter-Transferperiode, ruhig. Sportchef Malte Metzelder ist ohnehin noch bis Donnerstag mit einem Infekt krankgeschrieben, aber es war ohnehin egal. Das Geld fehlte ohnehin und Trainer Antwerpen hatte noch am Tag zuvor betont: "Einen, von dem wir richtig überzeugt waren, hatten wir nicht." Also kein Winter-Neuzugang für die Adler.

Neugierig verfolgten manche Preußen aber das Transfergeschehen andernorts. Beispielsweise den Wechsel von Sebastian Langkamp von Hertha BSC zu Werder Bremen. Langkamp? Da war doch was. Richtig: Zwischen 2001 und 2005 kickte der gebürtige Speyerer in der Jugend in Münster. Im Sommer 2005 wechselte er von den Youngstars zur U19 des FC Bayern München. Seitdem kam er einigermaßen herum. HSV, Karlsruhe, Augsburg, dann Hertha, jetzt Bremen.

Von dem Wechsel jetzt - immer wurden 2,5 Millionen Euro Ablöse fällig - hat der SCP allerdings nichts. Das bestätigt auch Nachwuchs-Experte Bernhard Niewöhner auf westline-Anfrage. "Dazu hätte er seine Fußballschuhe über die Grenze tragen müssen..."

Grundlage der Frage ist die sogenannte Ausbildungsentschädigung. Vereine, bei denen ein Lizenzspieler ab seinem 12. Lebensjahr gespielt hat, erhalten einen kleinen Anteil an späteren Transfererlösen. Das kann, je nach Ablöse, eine hohe sechsstellige Summe werden. RW Essen hatte beispielsweise mal durch den Wechsel von Mesut Özil profitiert.

Wissing und Co.

Auch die Preußen haben in der Vergangenheit über diese Ausbildungsentschädigung Gelder kassiert. Bei den früheren Jugendspielern Jens Wissing, Marvin Bakalorz oder Lars Unnerstall wurden niedrige fünfstellige Summen fällig, wie Niewöhner bestätigt. "Da kommen so zwischen 15.000 und 20.000 Euro zusammen." Nicht übermäßig viel Geld, aber immerhin.

Im Fall Langkamp bleibt das aber aus. Denn die Ausbildungsentschädigung wird nur fällig, wenn aus einem Jugendspieler erstmals ein Lizenzspieler wird. Oder wenn ein Lizenzspieler später von seinem Verein zu einem Klub außerhalb des Verbandes wechselt. Also aus Deutschland nach Spanien, England oder sonstwohin. Ein Wechsel innerhalb der DFL bleibt leider ohne finanziellen Effekt für den SCP (siehe FIFA-Statut, Anhang 5).

Schlaue Verträge

Aber hatte nicht gerade der VfL Bochum auf einen vorzeitigen Goretzka-Wechsel von Schalke nach München gehofft? Hätte der frühere Bochumer bereits im Winter den Sprung nach München gewagt, wäre der VfL Bochum finanziell richtig stark beteiligt gewesen. Allerdings aus anderen Gründen. Die Bochumer hatten damals in die Verträge mit Goretzka entsprechende Klauseln für spätere Weiterverkäufe schreiben lassen.

Nur so werden heute noch langfristige Verträge abgeschlossen: Mit Ausstiegsklauseln und Weiterverkaufs-Beteiligungen. Eine Win-Win-Situation für Spieler und Klub. Der Verein kann sich einer Ablöse sicher sein und den Vertrag seinen Fans "verkaufen". Der Spieler weiß aber, dass er sich nicht übermäßig lange verpflichten muss und bei entsprechenden Angeboten den Klub verlassen kann. So lief es vor gar nicht langer Zeit ja auch mit Julian Draxler.

Für den SC Preußen diesmal aber: nichts.

 

 

 


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