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Kommentar
Hektische Polizeimeldung trübt stimmungsvollen Fußballabend

Protest gegen die Montagsspiele... und Flummis auf dem Feld. (Foto: Schulte)
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Münster – 8.600 Zuschauer sahen am Montagabend die Partie der Preußen aus Münster gegen Eintracht Braunschweig. Abgesehen von einer kurzen Pyro-Einlage war das Spiel mehr als unauffällig - und rund 8.000 Zuschauer gingen bestens gelaunt nach Hause. Anschließend überraschte die Polizei mit einer seltsamen Pressemitteilung. 

Der grandiose Auftritt der Preußen bekam noch am Montagabend eine seltsame Note. Da veröffentlichte die Polizei Münster eine Pressemitteilung und wählte dazu die drastische Überschrift "Straftäter trüben stimmungsvollen Fußballabend". 

In der Mitteilung wird Einsatzleiter Martin Mönnighoff zitiert. "Einige Gäste trübten durch die Begehung von Straftaten einen sonst stimmungsvollen und friedlichen Fußballabend rund um die Drittligapartie SC Preußen Münster gegen Eintracht Braunschweig." 

Um was ging es dabei? Die Polizei hatte vor dem Spiel einen VW Golf mit Gästefans beobachtet oder verfolgt, der eine mobile Toilette beschädigte und dort "Spuckies" anbrachte. Kleine Aufkleber. Und wo geschah das? In der Nähe von Hannover ... 

In Münster (!) wurde der Wagen dann gestoppt, die vier Insassen mussten ihre Eintrittskarten abgeben und wurden zurück nach Braunschweig geschickt. Manchmal fällt einem zu solchen Maßnahmen nichts mehr ein. 

 

Und was war noch? Ein 33-jähriger Autofahrer hatte offenbar andere Fans am Stadionparkplatz angepöbelt. Es ging ihm nicht schnell genug. Wie die Polizei mitteilt: "Er beleidigte querende Fußgänger und einen Ordner und beschleunigte seinen Wagen anschließend so stark, dass die Vorderreifen durchdrehten und das Fahrzeugheck ausbrach. Dabei prallte er beinahe mit dem Mountainbike eines Polizisten zusammen, der sein Rad zur Seite ziehen musste um einen Zusammenstoß zu verhindern. Glücklicherweise wurde hierbei niemand verletzt."

Das war soweit die gesamte Ausbeute der Polizei "rund ums Spiel". Ein beschädigtes Dixi-Klo und ein durchgedrehter Reifen. Offenbar haben die fünf brutalen Straftäter unter den 8.600 Zuschauern dem gesamten Rest des Publkums den Abend vermiest. 

Ach ja, da waren ja doch noch zwei Dinge. Vor dem Spiel protestierten die Braunschweiger wie fast alle Fußballfans in Deutschland gegen die Montagspartien. Sie hängten dazu ein entsprechendes Banner auf, riefen das übliche "Fußballmafia DFB" und warfen - wie derzeit üblich in Fußball-Deutschland - Flummis auf die alte Laufbahn und auch aufs Spielfeld an der Eckfahne. Verletzte? Niemand? Einige Fotografen steckten sich grinsend die Flummis ein, die Spieler kickten die bunten Flummis vom Platz, fertig.

Und nach der Pause eröffneten die Braunschweiger die zweite Halbzeit mit einer kurzen "Pyro-Show". Niemand wurde verletzt, nach zwei Minuten war es vorbei, kein Rauch auf dem Feld. "Hierzu wird ein Strafverfahren eingeleitet." Sind Pyrovergehen nicht noch immer nur Ordnungswidrigkeiten ..?

Also noch einmal: Ein beschädigtes Dixi-Klo in Hannover, ein pöbelnder Autofahrer, kurze Pyro und Flummis. Ganz ehrlich: Wer am Montag im Stadion war, wird kaum großartig erschüttert worden sein durch diese "Straftäter". Preußen-Fans waren gar nicht erst auffällig geworden. 

Die verbale Eskalation und die kaum noch nachvollziehbare Aufregung in der Polizeimeldung sorgt nach dem Spiel für die größte Verwirrung. 

 


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19. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Halle1823:16733
5U´haching1837:191831
6Münster1828:25329
7Wiesbaden1835:251027
8Rostock1826:27-126

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