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Ausgliederung
"Ja"

Jubel Sekunden nach Bekanntgabe des Ergebnisses... (Foto: Schulte)
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Münster – Es ist offiziell, die Mitglieder haben entschieden: Preußen Münster ist der nächste deutsche Verein, der seine Heimat verlässt und künftig als GmbH & Co. KGaA aufläuft. Das Ergebnis war klar und deutlich - und bei manchen die Enttäuschung ebenso.

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Es war am Ende nur noch eine Zahl. 84,21 Prozent der Mitglieder stimmten nach einer gut viereinhalbstündigen Sitzung für die Ausgliederung des Profibereichs in eine Kapitalgesellschaft. Die Mitglieder folgten der der Marschrichtung, die Präsident Christoph Strässer und sein Team vorgab. Der Applaus war gewaltig und er hatte auch Relevanz.

Über 850 stimmberechtigte Mitglieder kamen (insgesamt zählt der SCP ja nur rund 1.500 stimmberechtigte Mitglieder) und rund 700 votierten am Ende für die Ausgliederung. Das ist eine stabile Marke und ein belastbares Votum.

Vorausgegangen war dem Ausgliederungsbeschluss eine Satzungsänderung, die mit noch größerer Mehrheit durchging. Hier stimmten 85,98 Prozent dafür, die Satzung zu ändern (849 abgegebene Stimmen, also 730 Stimmen für "Ja").

Die Debatte darüber fiel am Sonntag auch nicht mehr allzu groß aus. Die Argumente waren allesamt bekannt, nicht mehr wirklich neu. Mehr der Form halber wurde am Ende über das Für und Wider diskutiert - aber die emotionalste Note lieferte ein Mitglied, das energisch für die Ausgliederung warb und "nie wieder" Spiele in der Mondpalast-Arena gegen Schalke II oder Partien gegen Arminia Bielefeld II sehen wollte. Der tosende Applaus gab die Stimmungsrichtung vor und dann war irgendwie auch alles gesagt.

Weder Benjamin Sicking (Fanprojekt SCP) noch Maximilian Schmitt (Blog "Den Adler im Herzen") gelang es, letzte Zweifel bei den Mitgliedern zu wecken. Wobei zumindest das Fanprojekt ausdrücklich betonte, weder für noch gegen eine Ausgliederung zu sein. Sicking verwies auf einen Fragen- und Wünschekatalog, in dem noch Fragen offen waren.

Das Ergebnis dieser beiden Beiträge: Ihre Anregungen, Befürchtungen wurden ernstgenommen. Und zumindest die wesentlichen Forderungen wie eine Direktwahl des Präsidenten und auch ein Vereins-Leitbild wurden als nächste Aufgaben benannt. "Bisher war einfach noch keine Zeit für diese Änderungen", so Präsident Christoph Strässer. Dass der Verein diesen Wünschen gerne Rechnung tragen würde, war schon bekannt und wurde jetzt noch einmal bestätigt.

 

 

Zu der Versammlung hatten sich zahlreiche Mitglieder auf den Weg gemacht, die sonst auf derlei Besuche verzichten würden. Und Preußen-Prominenz natürlich sowieso. Ehemalige Vereinspräsidenten bis zurück in die 80-er Jahre waren dabei, frühere Spieler, es war eine Menge los in der Mensa am Ring.

So viel, dass der Klub schon früh seine Mannschaft und dann auch die Leichtathletikabteilung bitten musste, ihre Plätze freizumachen für "normale" Mitglieder. Für 665 Mitglieder war bestuhlt, über 920 kamen. Eine logistische Herausforderung, aber - wie Christoph Strässer eingangs achselzuckend betonte - es gab an diesem Januartag einfach keine anderen Sääle mehr. Karneval lässt grüßen.

Während die einen am Ende jubelten, brach sich bei den Gegner am Ende Enttäuschung Bahn. Gefrustet verließen sie zügig den Saal. Die zunächst verbreitete Meldung, die Fans würden den Eingang "blockieren", erwies sich schnell als glatte Fehleinschätzung. Präsidiumsmitglied Siggi Höing bat gegenüber westline ausdrücklich um Entschuldigung wegen einer entsprechenden Durchsage. Also alles ruhig, es gab keinerlei Zwischenfälle - selbst in der Enttäuschung behielten die Ablehner Haltung.

Wie es jetzt weitergeht? Nun, erst einmal tut sich nach außen  nicht viel. Der Ausgliederungsprozess muss nun formal abgeschlossen werden. Dazu ist alles vorbereitet, bis Ende Februar soll Vollzug gemeldet werden. Der Verein bleibt zunächst das, was er aktuell sowieso ist: Vollständig Herr im eigenen Haus. Alles andere wird sich dann zeigen.

Für den Moment war die Erleichterung bei den Klubverantwortlichen riesig. "Im Moment ist das noch nicht spürbar", so Präsident Christoph Strässer. "Aber es ist großartig. Großartig, dass sich so viele Mitglieder mit ihrem Verein identifizieren und klare Botschaften aussenden."

Aber auch Strässer gibt zu: "Rational bin ich zufrieden, emotional noch nicht." Das wird sich wohl erst später einstellen. Denn die Arbeit für den Klub beginnt jetzt ja erst richtig.

Walther Seinsch, einer der Väter des Gedankens, hier mit dem Hinterkopf von Bernhard Niewöhner. (Foto: Schulte)

 


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