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Preußen Münster beim KSC
Marco Antwerpen: "Wir sind kompletter Außenseiter in Karlsruhe"

Marco Antwerpen vor Anpfiff. (Foto: Schulte)
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Münster – Eine der schwersten Aufgaben der Liga hat der SC Preußen Münster am Samstag zu erfüllen. Punkten beim Karlsruher SC? Das wird eine harte Nuss, vor allem angesichts vieler personeller Sorgen. Preußen-Trainer Marco Antwerpen sagt nicht nur deswegen: "Wir sind kompletter Außenseiter."

Am Donnerstagmittag musste Preußen-Trainer Marco Antwerpen erst einmal einen Spickzettel auspacken. Die Zahl der kranken, verletzten oder angeschlagenen Spieler ist mittlerweile fast größer als die Zahl der gesunden Profis. Nun ja, fast.

Neben dem Langzeitverletzten Danilo Wiebe und dem just verletzten Rufat Dadashov wackelt gleich ein halbes Dutzend Spieler. Die Liste? Torwart Max Schulze Niehues fehlte einige Tage im Training, René Klingenburg meldete sich am Donnerstag mit Erkältungssymptomen ab, Niklas Heidemann hat Wadenprobleme, Martin Kobylanskis Oberschenkel zwickt, Kevin Rodrigues Pires fehlte zwischendurch einen Tag im Training, Tobias Rühle war länger angeschlagen und muss erst einmal zeigen, ob er schon wieder belastbar ist.

Puh, da kommt einiges zusammen. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der völlig unterschiedlichen Saisonziele des KSC und der Preußen sagt Trainer Marco Antwerpen: "Wir sind kompletter Außenseiter." 

Tatsächlich hat der KSC zuletzt richtig in die Spur gefunden. Vier Siege in Folge, während der SCP zuletzt doch wieder die eine oder andere Niederlage kassierte. Nun gut: Genau diese zwei Niederlagen in Großaspach und gegen Halle. Die Konstanz, die der SCP in den Wochen zuvor an den Tag legte, ist ein bisschen abhanden gekommen. Woran das genau liegt, lässt sich nicht einfach erklären, manchmal ist das einfach so im Fußball. Kleine Fehler und einzelne Spielszenen laufen gegen den SCP und schon wird aus engen Spielen eine Niederlage. 

"Wir haben aber beim KSC nichts zu verlieren", hält Antwerpen bewusst den Ball flach, wie man so schön sagt. "Von den Ansprüchen beider Klubs her ist die Lage klar." Der KSC schaut nach oben, beim SC Preußen ging es vor der Saison um den klaren Auftrag "Nichtabstieg". 

Nimmt man diese unterschiedlichen Ziele in den Blick, so ist der SCP in dieser Saison ein "Overperformer". Oder wie es der Trainer unnachahmlich formuliert: "Wir sind fast so etwas wie der SC Freiburg der 3. Liga. Von allen Klubs da oben haben wir dort am wenigsten zu suchen..." 

Okay, das klingt vielleicht etwas zu vorsichtig, denn die aktuell 29 Punkte bekam der SC Preußen weder geschenkt noch waren sie glücklich. Aber gemessen an den Möglichkeiten, den Erwartungshaltungen und den Zielen ist da wohl etwas dran. 

Dennoch: "Das soll jetzt aber keinesfalls so rüberkommen, als würden wir ohne Ziele nach Karlsruhe fahren", stellt Antwerpen klar. "Natürlich wollen wir dort gerne gewinnen. Ich versuche nur den Ansprüchen von außen etwas entgegenzuwirken." 

Dass die jüngste Pleite gegen Halle noch nachwirkt, liegt auf der Hand. Die Preußen lieferten nach einer eigentlich starken Partie gegen Braunschweig eine ganz schwache erste Hälfte ab. Die typische Winterphase beim SCP? Der schwierige Rasen? Nein, eher nicht. Wie gesagt: Gegen Braunschweig lief vieles viel besser. Und auch die zweite Hälfte gegen Halle war spürbar besser als die erste. Es geht also grundsätzlich wohl.

Gegen Halle machte der SCP eben zu viele Fehler. Dazu gehörte auch Simon Scherders "Luft-Grätsche" gegen Manu, die prompt zum 0:1 führte. Eine Szene, die dem Trainer auch einige Tage danach noch zu schaffen machte. Dass der zentrale Mann aus der Dreierkette so weit rausrückt, sei nicht abgesprochen gewesen. Ein Fehler, der ein bisschen für die derzeitige Phase steht, in der der Kapitän des SC Preußen steckt. "Er ist manchmal zu hektisch, will zu viel." 

In Karlsruhe ist kein Platz in der Startelf für den Ur-Preußen. Dass Ole Kittner wieder ins Team rückt, "steht außer Frage", wie der Trainer betont. Kittners Regiearbeit in der Dreierkette ist derzeit einfach deutlich stärker und sicherer. "Er dirigiert die Abwehr schon vor solchen Szenen wie gegen Halle besser."

Und um diese defensive Stabilität wird es in Karlsruhe vor allem gehen. Sie ist wichtig in jedem Spiel, natürlich. Aber gerade jetzt muss der SCP noch einmal besonders darauf achten, im Wildpark möglichst nicht wieder schnell mit 0:1 oder 0:2 hinten zu liegen.

Am Freitagmorgen bricht das Team auf, in Karlsruhe wird noch trainiert - und dann muss der SCP die Aufgabe beim neuen Tabellenzweiten lösen. Irgendwie. 

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FC Energie Cottbus
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