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Preußenstadion wird umgebaut
Kein Neubau mehr: Preußen Münster bleibt an der Hammer Straße

Stadtbaurat Robin Denstorff, Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU), Preußen-Präsident Christoph Strässer und Aufsichtsratsvorsitzender Frank Westermann. (Foto: Schulte )
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Münster – Es ist nun offiziell, was eigentlich zwingend und logisch war: Der SC Preußen Münster und die Stadt Münster haben sich am Freitag darauf geeinigt, das Stadion an der Hammer Straße zu einem "modernen" Stadion umzubauen. Ein Projektteam wird nun gegründet, das nach den politischen Beschlüssen Mitte Dezember die Arbeit aufnimmt. Die Neubaupläne des Klubs sind damit Geschichte. 

Die entscheidenden Worte sprach der Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) am Freitagmorgen. "Wir haben heute um 8.25 Uhr sozusagen den Knopf gedrückt, um gemeinsam das Stadion an der Hammer Straße auszubauen." Damit war die zwei Jahre währende Diskussion um einen Neubau in Münster oder andernorts begraben, das Thema ist durch. Preußen-Präsident Christoph Strässer klar: "Ein Neubau innerhalb oder außerhalb der Stadt ist nicht mehr realisierbar."

Es war das Scheitern eines ehrgeizigen Projekts, aber ein Scheitern, das der SCP von Beginn an nicht ausgeschlossen hatte. Nun wollen Stadt und Klub nach vorn schauen. "Wir hatten eine Lösung angestrebt, die es nicht gibt", so Strässer. "Wir sind aber froh, dass wir jetzt diesen Stand erreicht haben."

"Dieser Stand" muss allerdings politisch noch erreicht werden. Erst Mitte Dezember verabschiedet der Rat den Haushalt für 2019 und darin sollen schon einmal 10 Millionen Euro stehen - sowie 250.000 Euro Planungskosten. Debatten darüber wird es reichlich geben. Noch am Donnerstag hatte die SPD wieder Kritik geübt an den Finanzplänen der Ratshausmehrheit. 

Oberbürgermeister Lewe hatte dazu nur einen Wunsch: "Kein Platz für Partei-Apparatschiks!" Anders gesagt: Parteilinien müssten bei diesem Thema aufgelöst werden. Lewe formulierte die Erwartung, dass sich die Politik auf einen Konsens einige zugunsten des SC Preußen Münster. "In anderen Bereichen haben wir so einen Konsens in Münster, nur beim SC Preußen bisher nicht."

Wie geht es weiter?

Der Rat soll also den Haushalt verabschieden. Kurz danach soll ein Projektteam ins Leben gerufen werden, das Stadt und Verein besetzen. Markus Lewe: "Dieses Team wird die Aufgabe haben, zeitnah Prozesse zu steuern und die ganze Entwicklung zu begleiten." Dabei geht es nicht nur um rein logistische Fragen, nämlich wie und ob der Spielbetrieb während der Bauarbeiten im Stadion fortgesetzt werden kann. Es geht auch um finanzielle und rechtliche Fragen. 

Darf die Stadt Münster dem "Wirtschaftsunternehmen" SC Preußen so ein Stadion umbauen? Die Bezirksregierung schaut hin und die EU in Sachen Beihilfe auch. Lewe dazu: "Diese Fragen werden wir auch klären. Es wird wirtschaftliche Konstrukte geben, um das alles zu realisieren. Das sind Herausforderungen, aber kein Hexenwerk."

Zeitplan?

Wohlweislich hielten diesmal alle Beteiligten mit einem Zeitplan hinter dem Berg. "Zeitnah" sollen lediglich die planerischen Pflöcke eingeschlagen werden. Aber zur gesamten Umsetzung gibt es noch keine Aussagen - verständlicherweise. Denn was genau an der Hammer Straße geschieht, muss ja überhaupt erst einmal zwischen Stadt und Verein geklärt werden. Ein "Baumarkt-Bau" soll es nicht unbedingt werden, sondern ein "sehr modernes Stadion" (Lewe),  zu dem dann auch ein Nachwuchsleistungszentrum gehöre. "Wir sind zutiefst der Überzeugung, dass wir ein modernes, zukunftsfähiges Stadion realisieren können", so Lewe. 

Ob das Geld dafür reicht? "Wir haben keine genauen Berechnungen, wie teuer das wird. Aber wir wissen, dass wir mit niedrigen Beträgen nicht auskommen, sondern dass man Geld in die Hand nehmen muss." Warum die Stadt Münster sich nicht auf den günstigeren Weg einer Beteiligung an einem interkommunalen Gewerbegebiet eingelassen hat? Dazu gab es auf wiederholte Frage keine Antwort. Fairerweise müsste man die Frage auch eher CDU und Grünen stellen, die politisch einer Standortsuche in Münster den Riegel vorgeschoben hatten.

Und der SCP?

Ernüchterung, gepaart mit Entschlossenheit: So könnte man die Stimmungslage beim SCP beschreiben. "Wir tragen das jetzt mit, obschon wir uns etwas anderes gewünscht hätten", so Strässer. "Das Treffen heute war allerdings auch ein Quantensprung in der jahrzehntealten Diskussion. Wir stehen voll und ganz hinter dem Umbau an der Hammer Straße." Man habe in den vergangenen Jahren etwas auf den Weg gebracht, von dem der SCP zuvor weit entfernt war. Und darüber sei man "froh", so Strässer. 

Der Präsident gestand allerdings auch ein, dass die ursprünglichen Pläne gescheitert seien. Weil er sein Amt oft mit diesen Plänen verknüpft hatte, betonte er am Freitag, dass er keinen vorzeitigen Rücktritt plane.

Weitere Informationen folgen!

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Halle1823:16733
5U´haching1837:191831
6Münster1828:25329
7Wiesbaden1835:251027
8Rostock1826:27-126

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