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Sportchef beschäftigt
Malte Metzelder auf Trainersuche: Dieser Typ ist bei Preußen Münster gefragt

Sportchef Malte Metzelder. (Foto: Schulte)
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Münster – Beim Sportchef des SC Preußen Münster klingelt das Telefon jetzt noch häufiger als ohnehin. Seit Dienstag ist klar, dass der Klub einen neuen Trainer sucht. Am Mittwoch erklärte Malte Metzelder am Rande des Trainings, wie die Suche läuft. Und auf welchen Trainertyp der SCP achtet.

Nein, der Abschied von Marco Antwerpen war keine Überraschung. Die Ansprüche des Trainers und seine persönlichen Ziele waren nicht mehr in Übereinklang zu bringen mit den Ideen und auch den Möglichkeiten des SC Preußen Münster. Eher eine Sache unterschiedlicher Wege. Die angeblichen Zerwürfnisse zwischen Sportchef und Trainer nannten am Mittwoch beide eher eine übertriebene Darstellung. "Da wird viel zu viel hineingeschrieben", so Antwerpen vor dem Training. Und auch Metzelder wollte nichts davon wissen. "Es ist doch normal, dass man mal unterschiedlicher Ansicht ist", so Metzelder. "Marco ist in einem Punkt anderer Ansicht." Und zwar beim Thema Kadergröße und Nachverpflichtungen. Ein Dauerthema seit dem Sommer, leider unlösbar. "Das haben wir im Dezember besprochen." Thema durch. 

Jetzt liegen die Karten auf dem Tisch und auf den Sportchef kommt eine zusätzliche Aufgabe zu. Neben Spielergesprächen mit dem aktuellen Kader und möglichen Neuzugängen geht es um die zentrale Frage, wer denn künftig Chef an der Seite sein wird. Eine Frage, die für alle Spieler wichtig ist - mehr oder weniger. 

Logisch, dass dieser vakante Posten bei einem Drittligisten viel Interesse weckt. "Ich habe schon mit einem Kandidaten gesprochen - und auch mit jemandem über einen Kandidaten geredet", so Metzelder grinsend. Mehr Informationen gibt es logischerweise nicht, aber untätig bleibt der Sportchef nicht. 

"Tempo reinbringen"

"Wir wollen da durchaus Tempo reinbringen, aber keinesfalls einen Schnellschuss landen", so seine Vorstellung. Kurzfristig wird der SCP wohl keinen neuen Trainer präsentieren. "Wir wollen uns eben sehr gut vorbereiten, viele Informationen einholen, viele Gespräche führen." Aber einen Zeitpunkt, bis zu dem die Entscheidung gefallen sein muss, will Metzelder nicht nennen. Deadlines haben ja die Eigenschaft, zusätzlichen Druck zu erzeugen und das braucht derzeit niemand. 

Aber wen sucht der SC Preußen Münster denn nun? Idealerweise merke man, dass man auf einer Wellenlänge liege und eine gemeinsame Idee teile, so Metzelders allgemeine Ansage. Die zentrale Eigenschaft muss aber eine andere sein: "Unerlässlich ist die stärkere Verzahnung mit dem Jugendbereich. Wir suchen einen Trainer, der gezielt nach unten schaut und sich auch traut, Nachwuchsspieler zu integrieren." 

Das habe dann auch Auswirkungen auf den Kader. "Vielleicht müssen wir die Größe des Kaders auch klarer definieren. Vielleicht müssen wir ihn kleiner halten und eine gewisse Zahl an Perspektivspielern finden, die ihn erweitern." 

Ob das dann eher der Trainertyp "jung und dynamisch" oder "erfahrener Leitwolf" sein wird, ist eher zweitrangig. "Pauschal zu sagen, wir suchen einen jungen Trainer, wäre ein Trugschluss", so Metzelder. "Es gibt ja Beispiele wie in Freiburg, wo Christian Streich ja nicht zu den jungen Trainern zählt, aber unter Beweis stellt, dass diese Verzahnung wichtig ist und auch die Vereinskultur widerspiegelt." 

In Freiburg habe man sich völlig diesem Prinzip verschrieben. Zu versuchen, junge Spieler besser zu machen. "Und wenn dann ein größerer Klub kommt, geht die Reise für diese Spieler eben weiter." 

Fokus Nachwuchs

Wer dem Sportchef auf der Mitgliederversammlung aufmerksam zugehört hatte, wusste um diese Umstände schon früh. Man suche Mitarbeiter, die diesen Weg mitgehen wollen und kreative Lösungen finden wollen. Und gerade der Bereich Nachwuchsförderung wird beim SCP eine neue Aufmerksamkeit erlangen. Nicht zuletzt deswegen wird das Nachwuchsleistungszentrum am Freitag Bestandteil des "Letter of Intent" sein, der von Stadt und Klub unterzeichnet wird. 

Metzelder: "Spieler müssen eine Mentalität mitbringen, aber auch ein Trainer muss eben wissen: Hier gibt es nur einen Trainingsplatz und im Winter geht es auf den Kunstrasen." Der neue Trainer müsse das Gesamtpaket kennen - und "trotzdem" eine Überzeugung ausstrahlen, die Umstände anzunehmen. 

Mit einem Schmunzeln hatte Metzelder am Dienstag die "Trainerliste" des Fanportals "preussen-forum" zur Kenntnis genommen. Mit einem Augenzwinkern wurden dort Namen wie Peter Vollmann, Jürgen Klinsmann oder Felix Magath genannt . Von der Liste dürfte es wohl niemand werden. "Ich will aber auch nicht einzelne Namen kommentieren", so Metzelder etwas ernsthafter mit Blick auf Trainer wie Ismail Atalan. "Wir haben konkrete Vorstellungen und es gibt ein paar Kandidaten." Bei manchen Namen ginge es auch eher um Hinweise auf Vertragsinhalte. Also Möglichkeiten, Trainer auch aus laufenden Verträgen anzusprechen, wenn es der Vertrag erlaubt. Alles ist möglich. Wichtig ist: "Es muss einer sein, der fachlich gut ist und eine klare Spielidee hat und sich dann auf das Projekt SCP einlässt", so Metzelder. 

Kein Transfer mehr?

Dessenungeachtet wird der SCP wohl auch die Winterwechselzeit inaktiv begleichen. "Zeit wäre noch genug", so Metzelder vieldeutig. Aber die harten Fakten sind eben nicht wegzuwischen. Es ist kaum Spielraum vorhanden. Angesichts der Umstände käme auch nur ein Spieler in Frage, der über das Saisonende hinaus eine Rolle spielen wird. Und ob das dann ohne Trainer geht? Wahrscheinlicher ist, dass die Frist am Donnerstag verstreicht. 

Dabei wäre gerade offensiv ein gewisses Loch. Tobias Warschewski braucht mal eine persönliche Auszeit und wird dem SC Preußen vorerst nicht zur Verfügung stehen. Damit bleiben nominell Rufat Dadashov und U19-Talent Cyrill Akono. Der Trainer würde hier einen zusätzlichen Spieler sehen, der Sportchef verweist auf breite offensive Qualitäten im Team - von der Position her bieten sich Tobias Rühle, Philipp Hoffmann oder auch Philipp Müller an. Auch einer wie Martin Kobylanski steht für Torgefahr. Das sind eben unterschiedliche Sichtweisen. 

Ob man dem jungen Akono einen Gefallen damit tut, zweites "Sturm-Standbein" zu sein, werden die kommenden Wochen zeigen. Das Trainerteam wird darauf achten, den Druck zu kontrollieren. 

 


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24. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
5Uerdingen2431:33-238
6U´haching2243:241935
7Münster2430:30034
8Würzburg2435:29633
9Rostock2431:34-333

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