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Neuzugang im Interview
Mirkan Aydin über Preußen Münster, Schweden und den VfL Bochum

Die ersten beiden Neuen: Mirkan Aydin (r.) und Christian Müller. (Foto: Jan Ahlers)
Mirkan Aydin posierte am Dienstagnachmittag zum ersten Mal im Preußen-Trikot. (Foto: Jan Ahlers)
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Münster – Preußen Münsters neue Sturmhoffnung heißt Mirkan Aydin. 29 Jahre alt, Deutsch-Türke mit kurdischen Wurzeln, zuletzt beim schwedischen Zweitligisten Dalkurd FF unter Vertrag und lange Jahre beim VfL Bochum aktiv. Im Interview mit Jan Ahlers spricht er über die Bedingungen in Schweden, seine Erinnerungen an den VfL und seine Rückkehr nach Deutschland.

Hallo Mirkan! Du hast gerade deine erste Trainingseinheit bei Preußen Münster auf Schnee absolviert. Ist das für dich nach dem Engagement in Schweden überhaupt etwas Neues?

Ja, das ist tatsächlich etwas Neues für mich. Natürlich hatten wir oben in Schweden immer mal wieder Tage mit ordentlich Schneefall, dann aber wurde der Platz zeitig geräumt. Diese Bedingungen hatten wir heute leider nicht, deshalb ist jede Bewegung auf dem Untergrund etwas anstrengender. Kleine, flinke Spieler sind da bevorteilt – Spaß gemacht hat es trotzdem! Ich freue mich auf die nächsten Einheiten mit der Mannschaft.

Ist die schwedische 2. Liga von der Gesamtqualität her auf einem ähnlichen Niveau wie die deutsche 3. Liga anzusiedeln?

Ich denke, dass mich hier Ähnliches erwartet. Von der körperlichen Durchsetzungsfähigkeit dürften die Spieler in der 3. Liga kräftiger veranlagt sein, sodass die Zweikämpfe auf einem intensiveren Niveau stattfinden. Aber: Die Liga hat sich auch spielerisch weiterentwickelt, ich habe das Geschehen verfolgt. Anspruchsvoll ist die Aufgabe allemal, aber ich bin zuversichtlich, den Fans einige gute Sachen zeigen zu können.

Deine letzte Station Dalkurd FF ist kein ganz normaler Verein. Er wurde 2004 von kurdischen Immigranten gegründet, damals noch als soziales Projekt. Es folgte ein Durchmarsch von der achthöchsten in die zweithöchste Liga binnen rund zehn Jahren.

Und der Klub klopft bereits an das Tor zur Allsvenskan, wir haben in der letzten Saison die Relegation nur um einen Punkt verpasst! Wir hatten dort eine tolle Mannschaft, die in Schweden sehr für ihre spielerischen Elemente bekannt ist. Als Spieler mit kurdischer Herkunft war dieser Verein die Erfahrung allemal wert. Als vermeintlich kleiner Zweitligist haben wir in den sozialen Medien und im Internet eine riesige Reichweite hervorgerufen: Die Spiele wurden etwa im Irak über Livestreams von Hunderttausenden geschaut, wir wurden von einer riesigen Anzahl an Sympathisanten unterstützt.

Warum bist du trotz guter Torquoten zurück nach Deutschland gekommen?

Ich habe Deutschland vermisst, ich habe meine Heimat rund um Bochum und Hattingen vermisst. Als Fußballer ist das Gefühl, in deutschen Stadien zu spielen, einmalig. Mit all der Infrastruktur, der Stimmung und allem Drum und Dran. Da kann ich nach meinen Stationen in der Türkei und Schweden aus Erfahrung sprechen.

Deine erfolgreichste Zeit hattest du quasi um die Ecke, beim VfL Bochum. Vier Jahre hast du für den VfL in der ersten Mannschaft gespielt, in 76 Spielen 20 Treffer erzielt. Wie blickst du auf diese Station zurück?

Der VfL Bochum ist immer noch ein besonderer Verein für mich. Ich habe lange Jahre dort gespielt, Höhen und Tiefen miterlebt. Der Kontakt ist nie ganz abgerissen, ich bin immer noch nah dran am Klub und unterstütze ihn auch. Jetzt habe ich nach einigen Jahren durch das Engagement in Münster sogar die Gelegenheit, dort vorbeizuschauen, das ist eine schöne Sache. Am Ende der Vorbereitung spielen wir ja sogar gegeneinander.

28 Minuten Bundesliga hast du in Bochum 2009/10 absolviert, als der VfL abstieg. Ein Jahr später war der Wiederaufstieg nah: Die Relegationsspiele 2011 gegen Borussia Mönchengladbach – waren sie auch für dich ein Knackpunkt?

Auf jeden Fall. Wir hatten eine tolle Saison gespielt, ich bin in der Rückrunde in die Startelf gerutscht und habe regelmäßig getroffen. Kurz vor dem Relegationshinspiel wurde ich aber krank, konnte nur eine Halbzeit spielen. Im Rückspiel habe ich dann den 1:0-Treffer mit vorbereitet, der aber letztendlich nicht reichen sollte. So nah war Bochum seitdem nie wieder an der Bundesliga…

Und dein erstes Ziel bei den Preußen lautet?

Gut ankommen, Tore machen und meine Verpflichtung schnell rechtfertigen.


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1Osnabrück1521:101130
2Münster1524:18626
3Karlsruhe1520:16426
4Rostock1524:23125

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