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Das Gespräch
Münster, Aue, Rostock: Julian Riedel und sein langer Weg mit Pavel Dotchev

Sommer 2015: Julian Riedel wird Richtung Aue verabschiedet. (Foto: Schulte )
Sommer 2013: Links Julian Riedel nach seinem Wechsel zum SCP - vorne winkt sein heutiger Trainer Pavel Dotchev noch freundlich. (Foto: Schulte)
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Münster – Noch so ein Wiedersehen. Wie Marco Königs schnürte auch Julian Riedel einst für die Preußen die Schuhe. Zwei Jahre lang trug er das Trikot der Adler, jetzt trifft er mit dem Ex-Preußentrainer Pavel Dotchev auf seinen alten Klub. Wir haben mit ihm gesprochen.

Um das gleich zu sagen: Nein. Julian Riedel gehört nicht zu den Spielern, die noch große Kontakte zu ihrem Ex-Verein pflegen. Die zwei Jahre in Münster sind abgeschlossen. Dabei trägt er die Stadt durchaus im Herzen, sozusagen im übertragenen Sinn. „Meine Verlobte kommt ja aus Münster“, sagt er und lacht. „Mit ihr bin ich natürlich häufiger auf Heimatbesuch. Die Stadt finde ich ja sehr schön, habe mich schon damals sehr wohlgefühlt.“

Nun. Sportlich lief es für ihn beim SCP nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut für Riedel.

Aus der Leverkusener Jugend war der Innenverteidiger zum SCP gewechselt. Doch die Preußen sahen ihn stets als Außenverteidiger, rechts wie links. 23 Einsätze im ersten Jahr waren okay. Nur noch 14 Einsätze (bei fünf Einwechslungen) im Folgejahr nicht mehr so gut. Seine letzten vier Einsätze über 90 Minuten zum Saisonende 2015 endeten mit vier Niederlagen. Nicht eben ein Qualitätssiegel.

„Nach diesem letzten Jahr in Münster war es nicht gerade so, dass ich mir einen neuen Verein aussuchen konnte…“, erinnert sich Riedel. Ja, da gab es ein paar Angebote von Drittligisten und auch welche aus der Regionalliga. Und dann eben das Angebot eines Absteigers aus der 2. Bundesliga: Erzgebirge Aue. „Dafür habe ich mich dann entschieden, weil dort Pavel Dotchev Trainer war“, so Riedel. „Der kannte mich ja zumindest.“

Viel Gelegenheit, sich in Münster zu beschnuppern, gab es nicht. Bis Pavel Dotchev von einem wieder einmal panischen SCP entlassen wurde, waren gerade sieben Spiele absolviert– wovon Riedel lediglich mickrige zwei Minuten auf dem Platz stand.

Sommer 2015: Julian Riedel wird Richtung Aue verabschiedet. (Foto: Schulte )
Sommer 2013: Links Julian Riedel nach seinem Wechsel zum SCP - vorne winkt sein heutiger Trainer Pavel Dotchev noch freundlich. (Foto: Schulte)
Julian Riedel im Trikot von Hansa Rostock. (Foto: dpa)

„In Aue hat sich dann durch die intensive gemeinsame Zusammenarbeit ein ganz besonders Verhältnis zwischen uns entwickelt. Wir haben uns gegenseitig richtig zu schätzen gelernt“, schwärmt der gebürtige Leverkusener. „Ich habe unter Dotchev in Aue viele Spiele machen können – als Innenverteidiger. Eine Position, auf der ich mich eben viel wohler fühle und auf der ich viel besser spiele als auf der Außenverteidigerposition, auf der ich in Münster eingesetzt wurde.“ Natürlich habe auch der gemeinsame Erfolg in Aue seinen Teil zur besonderen Beziehung der beiden beigetragen. „Klar, wir haben da gemeinsam den Aufstieg feiern können. Das war schon toll.“ 

Das Zweitliga-Jahr lief nicht so toll. Auch in Aue wurde der Klub nervös, entließ Dotchev im Frühjahr 2017. Kurz zuvor hatte sich Riedel einen Nerv geklemmt, fiel bis in die Winterpause aus. Unter Dotchev-Nachfolger Domenico Tedesco fand er nicht mehr zu alter Form, wechselte zwischen Bank und Tribüne. Dennoch: Aue zu verlassen, war sportlich nicht zwingend erforderlich.

„Es gab für mich keine Aussicht auf regelmäßige Einsatzzeiten. So gerne ich den Verein auch mag, Aue ist von der Lebensqualität her auch einfach nicht das gewesen, was ich mir für die nächsten Jahre so vorgestellt hatte. Wenn dann noch unklar ist, welche Rolle man künftig spielt, habe ich mir einfach die Frage gestellt, ob ich mich dann im Gesamten dort wohl fühle. Und die Antwort war eben nein.“

Dann sei der Anruf von Pavel Dotchev aus Rostock gekommen. „Da hat dann einfach das Gesamtpaket wieder gestimmt. Vom Stadion und von den Fans her. Und auch das Umfeld hier mit der Ostsee direkt vor der Haustür. All das gefällt mir sehr gut.“

"Weiß, was ich an ihm habe"

Und Dotchev eben, der alte Weggefährte. „Er weiß, was er an mir hat und ich, was ich an ihm habe. Ich bin unter ihm zu dem Fußballer geworden, der ich jetzt bin. Ich habe mich sehr gut unter ihm entwickeln können.“ Die Aufrichtigkeit, mit der Dotchev an die Spieler herangehe, sei wichtig. Und er sei eben auch ein großer Motivator, so Riedel. „Ich denke, wenn man in der 3. Liga Erfolg haben möchte, braucht man einfach einen solchen Trainer, der viel Erfahrung mitbringt und weiß, worauf es ankommt.“ Und worauf es in Rostock ankommt, wissen sie bestimmt. Der Aufstieg der Kogge wird sehnsüchtig erwartet und schwebt als Ziel über allem.

In der Liga hatte Rostock stark begonnen, zuletzt aber Land verloren. Platz 10 ist es aktuell, drei Plätze und einen Punkt hinter den Preußen. „Wir sind jetzt aber seit drei Spielen ungeschlagen und wollen diese Serie gerne mit Siegen weiter ausbauen“, so das Ziel des FC Hansa. Logisch, dass gegen den SC Preußen die Punkte in Rostock bleiben sollen. Allerdings gelang Rostock in bisher sechs Heimspielen nur ein einziger Sieg gegen den SCP. Münster gewann dagegen drei Partien. Riedel: „Preußen Münster ist eine spielstarke, ambitionierte Mannschaft. Ich finde Preußen eigentlich in jedem Jahr stark. Wenn die Spieler es schaffen, ihre Qualität auf den Platz zu bekommen, ist es immer ekelig, gegen sie zu spielen. Sie haben in der 3. Liga zu Recht einen guten Ruf.“ Sicherlich werde es deshalb schwierig gegen Münster. „Aber gerade zuhause im Ostseestadion müssen wir uns nicht verstecken. Ich denke, es wird ein hochklassiges Spiel von zwei guten Mannschaften.“  

Spielplan

26.04.2019
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27.04.2019
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14:00
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FC Hansa Rostock
14:00
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FC Würzburger Kickers
14:00
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14:00
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VfR Aalen
14:00
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28.04.2019
SpVgg Unterhaching
13:00
FC Carl Zeiss Jena
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14:00
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SV Wehen Wiesbaden
19:00
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7Zwickau3440:38246
8Würzburg3446:41545

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