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Platzverweis für Routinier
Ole Kittner sieht Rot: "Ein Stück weit dämlich..."

Ole Kittner muss mit Rot runter. (Foto: Schulte )
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Karlsruhe – Kaum wieder dabei, schon wieder weg: Für Ole Kittner war die Fahrt nach Karlsruhe ein Albtraum-Trip. Der Abwehrchef war gegen Halle schmerzlich vermisst worden und wird aller Voraussicht nach im Kalenderjahr 2018 nicht mehr spielen dürfen. Nicht nur deswegen rang er später um Worte. 

Ole Kittner hatte deutlich mehr Zeit als seine Mitspieler, um dieses Spiel zu verarbeiten. Ab Minute 37 musste er von draußen zusehen. Schiedsrichter Sven Jablonsky hatte ihn nach einem "groben Foulspiel" vom Platz gestellt, da halfen alle Proteste nicht. Die TV-Bilder lösen die Szene nicht zu 100 Prozent auf, deuten aber eher an, dass Kittner mit seiner Grätsche von hinten seinen Gegenspieler Marc Lorenz nur leicht berührt hatte. 

Ole Kittner, nicht eben bekannt für grobe Fouls, war mit etwas Abstand noch immer fassungslos. "Die Aktion war extrem bitter, ich habe ihn ja nicht weggenagelt oder ihm das Standbein weggetren. Das war ein Allerweltsfoul, ich habe in der Situation niemals mit Rot gerechnet."

Die Bilder der Telekom lassen lassen ahnen, dass Kittner so falsch nicht gelegen hatte - und Lorenz spielte problemlos weiter. Die Zeitlupe hatte der Schiedsrichter allerdings nicht und die Szene und der sofort aufbrausende Protest-Vulkan aller Karlsruher dürften die Situation verschärft haben. Jetzt wird Kittner fehlen, kaum vorstellbar, dass der DFB weniger als zwei oder drei Spiele Pause verhängt. Dabei war er gerade erst nach seiner Gelbsperre gegen Halle ins Team zurückgekehrt.

Allerdings wollte sich Kittner selbst auch nicht aus der Verantwortung nehmen. "Das war ein Stück weit dämlich, da so hinzugehen." Was wohl auch stimmte, denn die Szene spielte sich ja direkt vor dem Karlsruher Strafraum ab - da wäre die Aktion gar nicht so zwingend notwendig gewesen. Aber wie das so ist in der Hitze des Spiels: Sekundenentscheidungen können auch mal unüberlegt ausfallen. 

"Danach läuft das Spiel aus dem Ruder", so Kittners nüchterne Analyse. Beim SC Preußen brach Hektik aus, Unkonzentriertheit. Das Gefühl, zu Unrecht aus dem Spiel gebracht worden zu sein, sorgte für eine ziemliche Konfusion. Kittners Fazit deutete das auch an: "Ich habe so ein Spiel noch nie erlebt, Wahnsinn." Und so ging es wohl den meisten Preußen da unten auf dem - ziemlich üblen - Rasen im Wildpark. 

Der SCP hatte eine gute halbe Stunde alles im Griff. Der Matchplan ging voll auf. "Wir hatten den Plan, tief zu stehen, den Gegner kommen zu lassen. Und das hat ja auch gut funktioniert", so Kittner. Karlsruhe fand kaum einen Weg in die gefährlichen Räume, Münster hielt das Spiel im besten Sinne emotionslos und unaufgeregt. 

Der völlig unverständliche Elfmeter zur Karlsruher Führung gab dem Spiel eine ganz schlimme Richtung. Binnen weniger Minuten war der SCP in Rückstand, in Unterzahl und musste gegen einen nun leidenschaftlichen KSC arbeiten. 

Aus Preußen-Sicht völlig unverständlich, wie Schiedsrichter Jablonsky pfiff. Die unverschämte Schwalbe von Marvin Pourié nach 35 Minuten ließ der Schiedsrichter völlig ungeahndet laufen: Fabian Menig zog sein Bein noch extra weg, Pourie ließ sich plump fallen - während der Schiedsrichter mit direkter Sicht sofort "weiterspielen" anzeigte. Keine Karte trotz eines offensichtlichen Täuschungsmanövers. 

Sekunden später: Gordon rauscht Kobylanski brutal in die Parade - und sieht sofort Gelb. Eine Szene, die im weiteren Spielverlauf Auswirkungen zeigte. Oder eben nicht. Denn Gordon rempelte kurz vor dem Elfmeter zum 2:0 mit dem Ellenbogen gegen Rodrigues Pires. Ein klares und gelbwürdiges Foulspiel, das erneut nicht geahndet wurde. Die Szene zum Elfmetter hätte niemals so entstehen dürfen. Alles Entscheidungen, die binnen neun Minuten das ganze Spiel auf den Kopf stellten.

Kittner: "Aber mit zehn Mann gegen den defensivstarken KSC, da ging nicht mehr viel." Die Fehler müsse man analysieren, aber für ihn sei "das Spiel außer der Reihe zu betrachten. Das fällt komplett raus."

Der Auftritt des SCP sei "extrem untypisch" gewesen und daher sei es "schwer, da etwas rauszuziehen." 

Es hilft den Preußen nichts, das Spiel lief, wie es lief. Sechs Punkte sind noch zu vergeben und der Ausflug nach Karlsruhe ging so ungewöhnlich aus, dass dieses Spiel am Ende eher etwas für das Kuriositätenkabinett sein dürfte. 

Tabelle

29. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
10U´haching2845:311439
11Meppen2939:39039
12Münster2934:36-238
13SF Lotte2927:31-436
14F. Köln2929:46-1735

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
10U´haching2845:311439
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13SF Lotte2927:31-436
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