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Traditionsduell
Preußen Münster: Aus der Soccerhalle gegen den 1. FC Kaiserslautern

Sportchef Malte Metzelder, Pressechef Marcel Weskamp und Trainer Marco Antwerpen am Tag vor dem Spiel gegen Kaiserslautern. (Foto: Schulte)

Münster – Am Tag vor dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern demonstrierte der SC Preußen Münster bewusst Einigkeit. Sportchef Malte Metzelder und Trainer Marco Antwerpen nahmen gemeinsam Platz, um über das Spiel und das Drumherum zu sprechen. 

Am Freitagabend spielt der SC Preußen Münster gegen den 1. FC Kaiserslautern. Das ist auf dem Papier ein Spiel, das die Fans elektrisieren müsste. Aber weil der Klub und seine Fans wieder einmal um sich selbst und zahlreiche kleine und große Themen kreisen, deutet wenig auf übergroße Begeisterung hin. Gerade einmal 7.800 Tickets hat der SCP am Tag vor dem Spiel abgesetzt - gegen den langjährigen Erstligisten, gegen den ehemaligen Deutschen Meister, gegen den Endspielgegner von 1951. Und von diesen 7.800 Karten gingen noch 1.400 an die erheblich begeisterungsfähigeren Lauterer Fans. Münster und das Münsterland halten sich also weiterhin vornehm zurück. Das Wetter, Freitagabend, Platz 7, das Sofa, was auch immer die Fans abhält: Sie sind nicht zur Stelle, um ihren Klub zu unterstützen. Vielleicht wird es fünfstellig, hoffte der SCP am Donnerstag. Aber auch nur, wenn es an der Abendkasse plötzlich brummt. Nun denn, es ist ein altes und bekanntes Ärgernis. 

Zurück zum SCP. Am Tag vor dem Spiel demonstrierte der Klub bewusst Einigkeit. Sportchef Malte Metzelder und Trainer Marco Antwerpen, angeblich einander im Streit verbunden, saßen ziemlich entspannt gemeinsam auf dem Podium. Weder Trainer noch Sportchef machten eine große Sache aus dem angekündigten Abschied von Marco Antwerpen. "Das wurde vernünftig kommuniziert", so Metzelder. "Wer Marco kennt, weiß, dass er alles investiert. Und ich gehe auch nicht von einer besonderen Reaktion im Umfeld aus." Im Grunde sei der Abschied doch wie bei Spielern, deren Verträge ausliefen. "Der Trainer hat sich klar positioniert, er sucht eine neue Herausforderung. Das ist legitim und ich fand es gut, dass er das auch offen so gesagt hat. Und wenn man das weiß, sollte man auch Klarheit schaffen und nicht hinterm Berg halten." Soviel zur Frage, warum das jetzt passiert war.

Bei den anstehenden Gesprächen mit Spielern sei der Trainer jetzt nicht mehr dabei, das verstehe sich. Und die Gespräche mit möglichen Nachfolgern nähmen nun Fahrt auf (wir berichteten). Das Profil des Trainers sei dabei einigermaßen logisch. Einer, der sich selbst auch entwickeln will, der die Umstände und Rahmenbedingungen beim SCP annehme und die 3. Liga zumindest im Blick habe. Tendenz: Ein Regionalligatrainer mit Ambitionen. Einer wie Antwerpen eben, so der Sportchef lächelnd. Thema durch. 

Klingenburg nur schwer zu ersetzen

Der aktuelle Trainer hat andere Aufgaben. Sportliche Aufgaben. René Klingenburg fällt ja mit einer Oberschenkelverletzung aus und der ehemalige Schalker wird schwer bis nicht zu ersetzen sein. Seine Präsenz auf dem Platz kaum, sein Kopfballspiel sicher nicht. Im defensiven Mittelfeld gibt es auch nicht viele Optionen. Sandrino Braun könnte wieder aus der Kette eine Position vorrücken. Simon Scherder wäre eine (dann allerdings defensivere) Variante. Oder Martin Kobylanski muss weiter nach hinten. Der Trainer wird eine Lösung finden. 

Offensiv könnte Tobias Rühle wieder Einsatzzeit erhalten, zumindest kurz. In Jena fehlte er wegen Trainingsrückständen, jetzt wirkte er wieder mit. Ganz fit ist er noch nicht. Überhaupt hatte der SCP in dieser Woche ja nicht viele Einheiten, um sich richtig zu präsentieren.

Am Donnerstag musste der gesamte Preußentross sogar in die benachbarte Soccerhalle ausweichen, weil weder Trainingsplatz noch Kunstrasen bespielbar waren. Das ist keine ideale Vorbereitung. Marco Antwerpen: "Eigentlich wollten wir noch Standards üben, aber das geht in der Halle nicht wirklich." Keine ernsthafte Klage über die Umstände, es ist halt so im Winter. Andere Teams kämpfen auch mit den Bedingungen. 

Marco Antwerpen vor dem Spiel gegen Kaiserslautern. (Foto: Schulte)

Seit Anfang der Woche läuft im Preußenstadion die Rasenheizung. Der Platz ist frei und bespielbar. Der Winterdienst ist im Einsatz. Es droht also keine Absage. Überhaupt ist ja seit dem Einbau der Rasenheizung nur noch eine einzige Partie im Preußenstadion abgesagt worden - das war die Partie gegen RW Erfurt im vergangenen Jahr. Aber da hatte plötzlicher Regen über Frostboden einfach zu viel ruiniert. 

Wie der 1. FC Kaiserslautern das Spiel angeht, ist die große Frage. Zuletzt waren aus Lautern Ansprüche zu hören, den direkten Wiederaufstieg doch noch einmal anzupeilen. Timmy Thiele hatte im "Kicker" solche Ziele formuliert. 

Bei zwei Punkten Rückstand auf den SCP und elf Punkten auf Platz 3 sicher ein ambitioniertes Ziel. Trainer Marco Antwerpen nahm das am Donnerstag zur Kenntnis. "Die Teams da oben punkten derzeit sehr stabil. Wenn Kaiserslautern noch an Aufstieg glaubt, müssen sie sich daran messen lassen." 

Sollte der FCK, der bisher nicht unbedingt als Offensivwunder auffällig wurde, in Münster mehr nach vorn werfen, werde der SCP Räume bekommen. In Jena war das nur bedingt so, da hielt Carl Zeiss seine Abwehrreihen dicht und wollte den SCP gar nicht erst ins Spielen kommen lassen. Den Adlern kämen zusätzliche Räume also durchaus entgegen. "Sie werden hier etwas riskieren müssen", vermutet Antwerpen. 

Dass Manuel Gräfe als Schiedsrichter angesetzt ist, nimmt der SCP ebenfalls wohlwollend zur Kenntnis. Wie in Jena soll das ein Schiedsrichter sein, der für eine gewisse Qualität steht. Marco Antwerpen nannte ihn am Donnerstag einen "guten Mann". 

An das Hinspiel werden sich die Preußen sicher gern erinnern. Martin Kobylanskis Freistoß-Hammer in der Nachspielzeit sorgte für kollektiven Jubel beim SCP und den mitgereisten Fans. So etwas würden sich viele auch für Freitagabend wünschen - aber dazu müsste "Koby" auch wieder spielen. Zuletzt in Jena musste er ja zunächst auf der Bank Platz nehmen, was ihm kaum gefallen haben dürfte. Möglicherweise legt er die Wut in den. nächsten Standard?

Aktive Fans wieder da?

Dass in Jena erstmals seit einem Jahr wieder Preußenfahnen wehten, hatte der ganze Klub gerne gesehen. Sportchef Metzelder erhofft sich eine "bessere Stimmung" im Stadion und hatte die Rückehr in Jena schon mit Freude zur Kenntnis genommen. 

Tabelle

35. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Wiesbaden3464:451958
5Rostock3443:43049
6Münster3442:40248
7Zwickau3440:38246
8Würzburg3446:41545

 

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Sonntag, 28. April, 14 Uhr
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35. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Wiesbaden3464:451958
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6Münster3442:40248
7Zwickau3440:38246
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