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Trotz der Pleite in Großaspach
Preußen Münster: Hoffnung nach der Enttäuschung

(Foto: Schulte)
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Münster – Natürlich war die Rückfahrt der Preußen am Sonntagabend nur mäßig unterhaltsam. Die meisten Spieler dürften die Augen zugemacht haben, irgendwie das Spiel in Großaspach verdrängen. Und nun rätseln viele: Ist der SCP ein Spitzenteam oder nicht? Dabei ist das eigentlich gar nicht die Frage. 

Klar, der Spieltag Nummer 15 lief insgesamt gegen den SC Preußen. Karlsruhe, Uerdingen, Rostock, Unterhaching: Die Verfolger gewannen fast alle. Die Überraschung gab es dann am Montagabend. Da unterlag der bisher so starke SV Wehen Wiesbaden daheim gegen Abstiegskandidat Jena mit 2:3. Das Ergebnis dürfte die Preußen in dem stärken, was der Klub schon die ganze Saison über sagt: In dieser Liga bist du niemals sicher. Fehlen ein paar Prozent, fehlt ein bisschen Konzentration, dann gibt es keine Punkte. 

Beleg dafür waren bisher viele Spiele der Preußen. Was waren das für Kraftakte gegen Würzburg. Aber auch gegen Cottbus und Wiesbaden - trotz jeweils 3:0-Erfolgen. Für die Punkte hat der SCP hart gearbeitet, stark verteidigt. Hat seine Positionen auf dem Feld weitgehend gehalten. 

All das klappte eine Halbzeit lang in Großaspach nicht. Das war ein Rückschlag in der Arbeit der Preußen, denn eben diese Sicherheit und konzentrierte Leistung hatte das Team zuletzt eigentlich ziemlich stabil abgerufen. Vielleicht kassierte das Team jetzt ein bisschen die Quittung für den eigenen Erfolg. Die Mannschaft war in Großaspach gut ins Spiel gekommen - vielleicht schlich sich gerade in diesen Minuten etwas Fahrlässigkeit ein. Oder der Gedanke, es werde schon so weitergehen. Prompt ging es in die Hose. Erst ein Donnerwetter in der Pause brachte die Mannschaft wieder auf Kurs.

Das bedeutet allerdings auch: Die Truppe hat nicht plötzlich ihr "Momentum" verloren. Sie hat sich in Großaspach einfach selbst um den Lohn gebracht. Und weil das gegen einen allenfalls biederen Gegner geschah, nervte das alle hinterher kräftig ab. 

"Wir haben den Faden verloren", gab Philipp Müller später ernüchtert zu. "Haben das Spiel völlig aus der Hand gegeben. Ich habe dafür keine Erklärung, denn wir sind genauso ins Spiel gegangen wie zuletzt." 

Vermutlich werden sie sich in Wiesbaden heute genau die gleichen Fragen stellen wie in Münster. Zuletzt fiel in Münster einige Male der Begriff "Spitzenmannschaft". Im "Bild"-Interview sagte Trainer Antwerpen gerade: "Wir sind keine Spitzenmannschaft, werden von außen dazu gemacht." 

Nun: Bisher waren Münsters Medien doch eher vorsichtig mit diesen Begriffen. Hier auf westline war zuletzt nach dem 2:1-Sieg der Preußen in Meppen die Rede davon, dass der SCP "im Stile einer Spitzenmannschaft" aufgetreten sei. Da ging es um die Effizienz und "Abgezocktheit", die das Team an den Tag gelegt hatte. So wie das ein Spitzenteam oft leisten kann. Zugleich stand dort allerdings auch: "Niemand weiß, ob die jetzige gute Phase ein Indikator für die gesamte Restsaison sein kann. Träumen ist jederzeit erlaubt – mehr nicht." 

Vielleicht hatte der Trainer auch das "Geraune" aus dem Umfeld des Klubs wahrgenommen. Die Freude der Fans. Dabei stellt sich die Frage nach einer Spitzenmannschaft gar nicht. Dafür hatte Marco Antwerpen, aber auch Sportchef Malte Metzelder, viel zu oft über den schmalen Kader gesprochen. Über die fehlenden finanziellen Mittel. 

Bloß keine Verletzungen

Bisher ist der SCP ohne größere Blessuren durch die Saison gekommen. Der Härtetest hat noch gar nicht stattgefunden. Was, wenn Klingenburg oder Kobylanski oder Menig ausfallen? Verletzungs-Serien darf sich der Klub eigentlich gar nicht leisten. Und mit dem Wissen um diese extrem dünne Personaldecke verbieten sich Langfrist-Prognosen. Fast alle Konkurrenten verfügen über einen größeren Kader - oder die finanziellen Mittel, um im Winter noch einmal reagieren zu können. Das kann der SCP "Stand jetzt" nicht bieten.

Aber was heißt schon Spitzenteam? Der SC Preußen hat in 15 Spielen 26 Punkte gesammelt. Nicht glücklich, nicht zufällig, sondern in der Folge vieler richtiger Entscheidungen auf und neben dem Platz. Osnabrück holte 30. Und neben Münster hat nur Karlsruhe noch 26 Punkte erspielt. Und bei aller Vorsicht: Selbst nach der Niederlage in Großaspach bleibt der SCP Tabellenzweiter. Das ist nicht ganz Spitze, insofern stimmt es wohl: Der SCP ist noch kein Spitzenteam ...

Der SC Preußen hat jetzt den Test in Mönchengladbach vor der Brust und dann anderthalb Wochen Zeit bis zum Montagsspiel gegen Braunschweig. Das Trainerteam hat schon nachgewiesen, die richtigen Lösungen zu finden. War es in Großaspach ein guter Schachzug, so offensiv aufzutreten? War der Wechsel von Kevin Rodrigues Pires zu Lucas Cueto richtig? Alles Fragen, die der SCP in Ruhe beantworten muss. Was Hoffnung macht, ist eben das: Der SCP hat bisher viele richtige Antworten gefunden und es gibt wenig Hinweise darauf, dass diesmal Fragezeichen offen bleiben.

 


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3. Liga, 19. Spieltag
Preußen Münster - FSV Zwickau
Samstag, 15. Dezember, 14 Uhr
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Tabelle

19. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Halle1823:16733
5U´haching1837:191831
6Münster1828:25329
7Wiesbaden1835:251027
8Rostock1826:27-126

SC Preußen Münster