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Eine kritische Analyse
Preußen Münster: Leicht überfordert zum Start

Der SCP ratlos - wie hier schon nach dem Derby gegen Osnabrück. (Foto: Schulte)
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Münster – Der SC Preußen Münster ist irritiert. Zwei Spiele wurden gespielt, beide gingen mit 0:1 verloren. Was da zum Saisonauftakt auf dem passierte, war aber keine reine Ergebnis-Krise, sondern ein Sammelsurium von Fehlleistungen. Martin Stadelmann erklärt, warum...

In zwei Spielen schafften die Preußen es kaum, in irgendeiner Form Torgefahr auszustrahlen. Die ersten Frustanalysen sprachen von 1,5 Torchancen in zwei Spielen. Zu der fehlenden Torgefahr gesellten sich zudem Abwehrfehler, die in Gegentoren mündeten.

Aus dem Team sind Max Schulze Niehues, Lion Schweers, Sebastian Mai und Mehmet Kara diejenigen, die bisher die Erwartungen am ehesten erfüllen konnten. Der Eindruck bei den anderen Spielern ist da durchweg schlechter.

Die Vorbereitung lief gut, nichts deutete darauf hin, dass die Mannschaft in eine derartige Krise rutschen könnte. Schon gar nicht so schnell. Die Realität auf dem Platz überraschte die Fans. Und offenbar auch Mannschaft und Trainer. Der Schalter  zum Umschalten zwischen Vorbereitung und Ligabetrieb konnte bisher nicht umgelegt werden, er klemmt fest. Die Mannschaft scheint in der jetzigen Situation einfach überfordert zu sein. Ob es bei einer Momentaufnahme bleibt oder ein reales Qualitätsproblem im Kader ist, wird die Zukunft zeigen. Soweit der Eindruck.

Das Beispiel Rühle

Der Stürmer kam aus Großaspach und sollte als lauf- und kampfstarker Stürmer frühes Pressing ermöglichen. Und natürlich mit seiner Spielweise Torchancen herausarbeiten. Gegen Osnabrück war es noch in Ordnung, im 4-3-3 von Rostock auf der rechten Außenbahn schien er seiner Stärken beraubt zu sein. Er fand keine wirkliche Bindung zum Spiel, er fühlte sich sichtlich unbehaglich. Nach der Auswechslung Grimaldis rückte er in das Sturmzentrum, aber da Preußen zu diesem Zeitpunkt bereits eher hilflos aus dem Mittelfeld agierte, blieb der Erfolg aus.

 

Das Beispiel Rizzi

Der ehemalige Spielmacher der SG Sonnenhof Großaspach sollte im Mittelfeld der neue Dreh- und Angelpunkt werden, der verlängerte Arm des Trainers. Dafür sollte er von seiner gewohnten taktischen Rolle aus Aspach abweichend eine Position tiefer, auf der Sechs, eingesetzt werden. Damit hätte er zur Eröffnung das ganze Spiel vor sich, er ist zuständig für die Balleroberung und dann für den Aufbau der Angriffe.

Die Wichtigkeit dieser Personalie unterstrich Steffen damit, dass er Rizzi zum Kapitän ernannte. Allein, es funktioniert bisher nicht. Zweimal wurde Rizzi bereits vor dem Ende vom Spielfeld genommen, trotz Rückstands, trotz der Probleme im Spielaufbau. Das kann man als Unzufriedenheit des Trainers auslegen. Rizzi ist auf seiner neuen Position, in seiner neuen Rolle einfach noch nicht angekommen beim SC Preußen Münster.

Das Beispiel Mangafic

Mangafic kam nach einem Jahr auf der Tribüne des Zweitligisten FSV Frankfurt zu den Adlerträgern und übernahm direkt die Stammposition auf der rechten Abwehrseite. Anpassungsprobleme aufgrund mangelnder Spielpraxis waren erwartbar, doch die hohe Anzahl der Stellungsfehler und der verlorenen Zweikämpfe sind besorgniserregend. In Rostock wurde seine Abwehrseite vor allem in der zweiten Hälfte gezielt gesucht, am Ende erfolgreich, denn Mangafic flog vom Platz. Der eingewechselte Tritz schaffte es immerhin, dieses Loch zu schließen. Horst Steffen möchte, dass seine Außenverteidiger sich sehr offensiv verhalten, für schnell vorgetragene Angriffe zur Verfügung stehen, doch dies bedeutet natürlich, dass sich hinter den Außenverteidigern Lücken ergeben, die eigentlich von den Mitspielern geschlossen werden müssten. Doch das funktioniert derzeit nicht.


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Drei Spieler aus allen drei Mannschaftsteilen, die hier beispielhaft genannt werden. Es hätte auch Al-Hazaimeh, Tekerci oder andere treffen können.

Die Mannschaft scheint derzeit die Systemvorstellungen von Horst Steffen nicht im Wettkampf umsetzen zu können. Es fehlt noch an der Sicherheit im Mittelfeld, die Außenverteidiger stehen gemessen am Zustand der Mannschaft zu hoch, der Coach reagiert im Augenblick tendenziell zu spät wie im Falle Mangafic, der spätestens zur Pause in Rostock hätte ausgewechselt werden müssen oder wie im Falle Osnabrück mit der zu späten Einwechslung von Bischoff und Kara.

Steffen wird sich viele Fragen stellen. Warum funktioniert die Mannschaft noch nicht? Warum funktioniert sein System noch nicht? Welche Rolle spielt der "Fall Bischoff" bei alledem?

In dieser schwierigen Phase gastiert am Mittwoch mit dem MSV Duisburg ein Favorit auf den Aufstieg. Erhebliche Änderungen im Zusammenspiel der Mannschaft, wohl auch in der Aufstellung scheinen erforderlich zu sein, damit aus dem jetzt schon schlimmen Fehlstart kein echtes Debakel wird.

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
3Halle3441:291259
4Wiesbaden3464:451958
5Münster3442:40248
6Zwickau3440:38246
7Rostock3341:43-246

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