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Spitzenspiel gegen Halle
Preußen Münster sorgenvoll: Dadashov fehlt, Rühle fehlt, Kittner fehlt

Trainer Marco Antwerpen. (Foto: Schulte)
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Münster – Es ist ein Spitzenspiel, das der SC Preußen Münster am Samstag gegen den Halleschen FC serviert - aber die Fans lassen den SCP wohl wieder einmal eher links liegen. Die Zuschauererwartung ist mau, die sportlichen Sorgen spürbar - aber bisher fand der SCP ja doch oft Lösungen. 

Es gibt Spiele, die elektrisieren. Die Partie gegen 1860 München wollten 12.500 Fans sehen. Gegen Halle, obschon tabellarisch deutlich attraktiver, werden es am Ende vielleicht 7.000. Oder 7.500. Vielleicht bleibt es auch noch leerer, denn bisher sind nur 4.100 Tickets verkauft, darunter aber auch schon 300 Karten für die Gästefans. Ja, es ist Weihnachtsmarkt, es ist Samstag, der BVB spielt, das alte Stadion, das Wetter etc. etc. etc. 

Ärgerlich ist es dennoch, dass der Tabellenzweite der Liga vor einer mutmaßlich derart mageren Kulisse in dieses Spitzenspiel gehen muss. Dessenungeachtet tun sich beim SC Preußen auch personell Probleme auf. Neben dem Gelb-gesperrten Ole Kittner fällt bekanntlich auch Rufat Dadashov aus. Und vor dem Spiel meldete sich auch Tobias Rühle unpässlich ab. Er fehlt definitiv, so der Trainer. 

Noch ein Wackelkandidat: Moritz Heinrich. Erst am Freitag kehrte er ins Training zurück, er kämpfte mit Magen-Darm-Problemen. Da gibt es also wieder einiges zu basteln im Kader.

Gerade offensiv wird es ziemlich mau. Weil der Trainer eigentlich weder an seinem 3-5-2-System rütteln mag noch Spieler auf dem Platz verschieben will, geht es eher um Eins-zu-eins-Wechsel. Für den offensiven Tobias Rühle also Spieler wie Tobias Warschewski oder Philipp Hoffmann oder Lukas Cueto.

Letztgenannter dürfte aus sportlicher Sicht ein Wackelkandidat sein. Seine Trainings- und Spieleindrücke rechtfertigen mit Blick auf die Konkurrenten nicht zwingend einen Einsatz im Kader oder gar der Startelf. 

Auch kein Thema ist ein Vorziehen von René Klingenburg nach vorn. "Das Experiment hatten wir schon", so Marco Antwerpen am Freitag. "Klinge" ist etwas weiter hinten besser aufgehoben, ohnehin schaltet er sich ja dann und wann ins Offensivspiel ein. 

Bleibt also die Frage: Dreierkette mit Simon Scherder? Der Kapitän wäre die routinierte Wahl, obschon Scherder zuletzt mit Bankplätzen vorlieb nehmen musste. Aber grundsätzlich ist er ein Spieler, auf den man bauen kann. Und er bringt einen Vorteil mit: "Mit Scherder können wir im Spiel auch mal flexibel reagieren und umschalten von Dreier- auf Viererette", so Antwerpen. Klar, Scherder hat ja schon einige Einsätze als "Sechser" vor der Abwehrkette hinter sich. Das spräche alles für den Kapitän.

Zumal die denkbaren Konkurrenten Dominik Lanius und Ugur Tezel noch nicht auf dem Niveau sind, um den Kollegen ernsthaft den Platz wegzunehmen. 

Rückblick: So lief das bisher letzte Duell gegen Halle:

Gegner Halle spielt - wie der SCP - eine unerwartet gute Serie. Trainer Torsten Ziegner hat ein gutes Team geformt, wie Antwerpen wertet. "Die haben sich anfangs schwer getan, aber jetzt ein gutes Spielsystem gefunden und sind eine Einheit." 

Anders gesagt: "Das wird schon eine Aufgabe am Samstag..." 

Dass nun vorne gleich zwei Offensivkräfte ausfallen, stimmt den Trainer nicht gerade fröhlich. Die Frage, ob es dann am Samstag wieder jemand anders richten muss, findet er irgendwie auch albern. "Das ist doch immer so. Da muss niemand in die Bresche springen. Und es ist mir doch egal, wer da ein Tor schießt - und wenn es Scherder per Kopf ist." Am Ende zähle nur, dass jemand treffe - alles andere sei doch völlig egal. Was logischerweise die einzig korrekte Antwort ist. 

Aber war es Zufall, dass gegen Braunschweig einer wie Martin Kobylanski eine große Leistung abrief? Antwerpen grinsend: "Ganz blind sind wir ja auch nicht. Natürlich schieben wir dann Kobylanski etwas offensiver."

Tatsächlich gehört es zu den Qualitäten des SCP, dass er nicht abhängig ist von einem Torjäger. Das Team kommt bisher auf 27 Saisontore - nur Karlsruhe und Wiesbaden haben häufiger getroffen. Wahr ist aber auch, dass das Duo Dadashov/Kobylanski beim SCP auch 14 dieser 27 Tore erzielt hat. Nun denn, dann also Scherder per Kopf...

Protest nach Anpfiff

Ungewöhnliche Szenen wird es nach dem Anstoß geben. Wegen der jüngsten Vorstöße aus Bayern, die 3. Liga in zwei Staffeln aufzuteilen, werden alle Drittliga-Teams am Spieltag gemeinsam protestieren. "Stillstehen gegen Stillstand" lautet das - zugegeben etwas alberne - Motto zur Aktion. Direkt nach dem Anstoß wird der Ball zum Gegner gespielt und bleibt dann eine Minute liegen - ehe er zurück zum anstoßenden Team gespielt wird. Auf diese Aktion haben sich alle Drittliga-Klubs einstimmig geeinigt, schon am Freitagabend in Unterhaching wird das zu sehen sein. 

Es geht dabei nicht einzig um die Aussagen des bayrischen Vertreters Rainer Koch, sondern um viele kleine und größere Dinge zwischen DFB und 3. Liga. Fragen um den Ligasponsor, die Spieltermine und Ansetzungen, die Vorleistungen der Liga in Sachen viertem Absteiger. Die Liga fühlt sich vom DFB nicht korrekt behandelt - und der gemeinsame Vorstoß ist auch ein Zeichen dafür, dass die 3. Liga auf der Suche nach einer "Selbstvertretung" ist. Ganz so, wie es die Deutsche Fußball-Liga für die 1. und 2. Bundesliga ist. 


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19. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Halle1823:16733
5U´haching1837:191831
6Münster1828:25329
7Wiesbaden1835:251027
8Rostock1826:27-126

 


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Samstag, 15. Dezember, 14 Uhr
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4Halle1823:16733
5U´haching1837:191831
6Münster1828:25329
7Wiesbaden1835:251027
8Rostock1826:27-126

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