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Blick auf die Besucherzahlen
Preußen Münster steuert auf ordentliches Zuschauerplus zu – aber...

(Foto: Schulte)

Münster – Die gute Nachricht vorweg: Das Preußenstadion war bei den bisherigen 17 dort ausgetragenen Saisonspielen des SCP etwas voller als in den vergangenen Jahren. Beim Blick auf die einzelnen Partien wird aber deutlich, dass der Klub seine feste Fanbasis eher nicht vergrößert hat – vielmehr werden ausgewählte Spiele angesteuert.

Rund 130.000 Besucher strömten bislang zu den Heimspielen des SC Preußen Münster. Damit ist der Wert aus dem Vorjahr (126.500) schon jetzt überschritten, zwei verbleibende Matches gegen die SG Sonnenhof Großaspach und den Karlsruher SC stehen noch aus. Wird die Hoffnung auf einen ordentlichen Besuchen gegen den eher unattraktiven Dorfklub noch vom voraussichtlich schönen Osterwetter getragen, so dürfte der KSC im Aufstiegskampf nochmals mobil machen und allein mit seinem Gästeanhang die Hammer Straße gut füllen.

Für einen akzeptablen Zuschauerschnitt wurden die Weichen schon früher gelegt, aktuell bewegt sich der SC Preußen schließlich bei fast 7.700 Besuchern pro Partie. Schon jetzt ist klar, dass die Adlerträger damit so viele Besucher angelockt haben werden, wie seit der Saison 2014/15 nicht mehr. Zur Erinnerung: Damals kamen sogar mehr als 9.000 Zuschauer pro Spiel, allerdings koppelten die Preußen damals den Dauerkartenverkauf clever an das Pokalspiel gegen den FC Bayern – und freuten sich über einen mächtigen Aufschwung bei den Saisontickets, der aber nicht lange anhielt.

Traditionsklubs ziehen an – bis auf Hansa Rostock

Was sich damals schon andeutete, ist auch knapp fünf Jahre später der Fall: Das Publikum in Münster hält gerne zu seinem SCP, allerdings vornehmlich bei nominell bekannten Gegnern. So wird das bestfrequentierte Heimspiel aller Voraussicht nach das gegen 1860 München sein, als rund 12.500 Zuschauer kamen. Blick zurück: Damals rangierte Münster noch auf dem zweiten Platz, hatte einen Auswärtssieg in Meppen im Rücken. Es herrschte Euphorie, die fix wieder erlosch.

Doch auch im Derby gegen den VfL Osnabrück (11.500, Saison zuvor 9.300) sowie gegen Kaiserslautern (10.000) und den SV Meppen (9.400) war das Stadion nicht zuletzt wegen prall gefüllter Gästesektoren gut gefüllt, auch Braunschweig (8.600) zog am unbeliebten Montagstermin. Die positive Überraschung war deshalb wohl das Montagsspiel früh in der Saison gegen die Sportfreunde Lotte (9.200) – stattdessen wollten nur 6.100 Zuschauer sehen, wie Hansa Rostock während einer Englischen Woche zu Gast war. 

Der feste Kern liegt bei rund 5.000 Fans

Doch das Ausbleiben der Hansa-Anziehungskraft umschreibt, wie groß der „feste Kern“ nach mittlerweile acht Jahren in der 3. Liga ist. Gegen Fortuna Köln kamen 5.400 Fans, gegen den VfR Aalen 5.200 und gegen den FSV Zwickau stand gar die unliebsame Vier vorne (4.900) – das passierte den Preußen seit Drittliga-Aufstieg erst drei weitere Male. Schlechtes Wetter, ein unattraktiver Gegner und das Ausbleiben des sportlichen Erfolgs, es drückte auch bei Preußen Münster auf den Zuschauerschnitt. 

Eine wesentliche Änderung ist für die Saison 2019/20 nicht zu erwarten. In jedem Fall müssen die Adlerträger damit rechnen, dass das Derby gegen den VfL Osnabrück wegfällt, der sich in wenigen Wochen in die 2. Bundesliga verabschiedet. Dafür kommen mit Waldhof Mannheim und womöglich dem MSV Duisburg spannende neue Gesichter, vielleicht gesellt sich auch der 1. FC Magdeburg noch hinzu. Aus der 3. Liga absteigen dürften derweil eher  für den SCP unspektakuläre Gegner wie Aalen, Jena oder Cottbus.

Letztlich aber ist klar: Preußen Münster braucht sechs Jahre nach der überragenden Spielzeit 2012/13 endlich wieder eine konstant gute Saison, so schwierig das mit den vorhandenen Mitteln auch sein mag. Ausgerechnet der lila-weiße Rivale hat vorgemacht, wie es gehen kann.

 

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Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

SC Preußen Münster