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Kommentar
Preußen Münster: Überraschend wenig lernfähig

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Der SC Preußen Münster hat sein Logo überarbeitet und sich einen frischen neuen "Claim" überlegt. Das ist nicht schlimm, zumal das Logo ja nicht plötzlich Gelb oder Blau trägt. Aber das Vorgehen des Klubs wirft Fragen auf.

Als der SC Preußen Münster im Frühjahr 2006 erstmals in die vierte Liga abstieg, da verpasste er sich ein neues und selbstbewusstes Logo. Der Adler, das Wappentier des Klubs, zeigte Ecken und Kanten. Ein trotziges Zeichen für die Rückbesinnung. Schluss mit der alten "Taube" aus der Wendezeit.

Jetzt, 12 Jahre später, ist der Klub ein anderer. Der Profibereich ist ausgegliedert, mit neuen Chefs, neuen Ideen. Und seit heute auch einem neuen Klublogo. Das wurde nun aktualisiert und ins Hier und Jetzt transportiert. Das Logo ist nun besser geeignet für die Darstellung in diversen Medien und Plattformen - und das spielt im Jahr 2018 eine große Rolle. 

Der Klub hat es immerhin geschafft, die Identität zu bewahren. Der Adler ist noch immer der Adler, jetzt eben deutlich mehr ein Wappen als zuvor. Auch der neue Klub-"Claim" ergibt Sinn. "Tradition mit Zukunft" ist exakt die Verfassung, in der sich der Verein samt seiner Profiabteilung nun einmal befindet. Das ist kein gezwungen origineller Satz. Es ist kein mühsam zurechtgebogener Bezug zur Region. Es ist, was es ist. (Könnte allerdings so auch für viele andere Klubs stehen.)

Mit Blick auf Zeit, Situation der Preußen und Ergebnis kann man als Fan und Mitglied damit gut leben. 

Was glattwegs unverständlich ist? Dass dieser SC Preußen Münster mit seinen Verantwortlichen so überraschend wenig lernfähig ist. Oder aber schlichtweg gar nicht richtig versteht, wie es um die Gefühlslage vieler Fans und Freunde des Klubs bestellt ist. Solche Änderungen müssen anders moderiert werden. Eine Spedition muss ihr Logo nicht groß mit Kunden diskutieren. Ein Verein schon.

Änderungen am Wappen sind Operationen am Herzen. Das Wappen ist nicht nur ein Bildchen. Es ist das äußere Zeichen der Verbundenheit, ein Symbol für Klub und Fans. Änderungen am Wappen sollten nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden. Änderungen am Wappen sind seltene Ereignisse. Anfang der 90-er Jahre, dann 2006. Das ist kein Tagesgeschäft. 

Gerade erst rumorte es vernehmlich, weil der Klub gleich beim ersten Investor für die KGaA eine Geheimnistuerei veranstalten musste. Ein Vorgehen, das trotzdem in klarem Widerspruch zu den Aussagen der Klubverantwortlichen über "Transparenz" stand. Es gab immerhin gute Gründe dafür.

Aber dass nun kurze Zeit später ohne jede Beteiligung, ohne jede Debatte, ohne irgendeine Ankündigung das Klublogo angepasst wurde... das ist einfach nicht mehr verständlich. Man bekommt zunehmend den Eindruck, als hätte sich der Klub ein wenig in all den strukturellen Themen verfangen und den Blick auf manche ganz simple Dinge verloren. Es ist sicher weder böser Wille noch Absicht. Aber völlig gedankenlos mindestens. Und das überrascht einfach. Ein Fußballklub, Verein oder Kapitalgesellschaft, ist eben am Ende kein Unternehmen wie jedes andere. Gefühl spielt hier eine große Rolle, weil sich Fans eben so eng mit ihrem Klub identifizieren.

Welcher Zacken wäre diesem Klub eigentlich aus der Krone gebrochen, die Sache gemeinsam mit seinen Fans anzugehen? Gerade jetzt. Gerade in dieser Zeit des Umbruchs an vielen Stellen! 

Es geht gar nicht um die Frage, ob das neue Wappen toll aussieht. Sondern um die Geisteshaltung, die hinter dieser Veränderung sichtbar wird. Es ist kein gutes Zeichen und irgendwie möchte man den Klub jetzt auch gerne mal nehmen und kräftig durchschütteln. Was ist los mit euch? 

 


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