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Nach der Aalen-Niederlage
Preußen Münster: Was an die Situation der Vorsaison erinnert – und was nicht

(Foto: Sebastian Sanders)
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Münster – Sieben Spiele, vier Niederlagen, tabellarische Talfahrt: Beim SC Preußen Münster hat sich die Stimmung binnen weniger Wochen deutlich verändert. Die Euphorie aus Spitzenreiter-Tagen ist verschwunden, stattdessen kommen nun böse Erinnerungen an die Vorsaison hoch. Wir vergleichen die jetzige Situation mit der vor einem Jahr.

Punkte und Tabelle:

Nach sieben Spieltagen hat der SCP in diesem Jahr neun Punkte gesammelt und steht damit im hinteren Mittelfeld. Zwölf Positionen hat er seit der Tabellenführung nach dem vierten Spieltag verloren – auf den 1:0-Sieg über die Sportfreunde Lotte folgten drei Niederlagen und ein Torverhältnis von 1:8.

Im Vorjahr belegten die Preußen zum gleichen Zeitpunkt mit acht Zählern den zwölften Platz, sieben Punkte hatte der damalige Trainer Benno Möhlmann in den ersten drei Spielen ergattert. Auffällig: Nur sechs Gegentreffer kassierte Münster zu Beginn der vergangenen Saison, jetzt mussten die Torhüter Oliver Schnitzler und Max Schulze Niehues bereits zwölf Bälle aus dem Netz holen.

Leistungsentwicklung:

Im Spätsommer 2018 startete Münster mit der bislang besten Saisonleistung, ein 4:1 bei Fortuna Köln. Es folgten viele ähnlich solide Auftritte. Schwache Phasen und Fehler wurden teils sofort bestraft (Jena, Uerdingen), dafür war dem SCP in Kaiserslautern das Last-Minute-Glück hold. Das jüngste 1:4 in Aalen tanzt deutlich aus der Reihe, diese Leistung hatte in der 3. Liga nichts verloren.

Ein Jahr zuvor überzeugte Münster nach dem Erfurt-Remis zum Auftakt allen voran gegen den SV Meppen (3:0), der darauffolgende Auswärtssieg in Würzburg war ein äußerst glücklicher. Die Wende erfolgte in den „Spitzenspielen“ daheim gegen Bremen II und Magdeburg, in denen Münster gut dabei war, aber Nullrunden einfuhr. Wie auch 2018 gab es am 7. Spieltag die schwächste Saisonleistung: Daheim hatte Münster beim 0:2 gegen den bis dato sieglosen FSV Zwickau nicht viel zu melden.

Mannschaft:

Drei Spieler vom Vorjahres-0:2 in Zwickau standen auch in Aalen in der Startelf: Ole Kittner, Fabian Menig und Philipp Hoffmann. Ansonsten hatten Benno Möhlmann und nun Marco Antwerpen ähnliche schwierige Voraussetzungen: Der Kader ist in der Breite sehr spärlich besetzt, dazu fehlen ständig einige Akteure teils langzeitverletzt. Preußen Münster ist abhängig von einigen wenigen Leistungsträgern.

Damals erwischten etwa Michele Rizzi, Adriano Grimaldi und Martin Kobylanski einen schwachen Tag – in Aalen waren es Simon Scherder und Fabian Menig. Sorgen macht nicht nur, dass sich die stärkste und erfahrenste Defensivkonstellation der Adlerträger derart abkochen ließ, sondern auch, dass kein annähernder Ersatz für „Lebensversicherung“ Adriano Grimaldi im Sturm in Sicht ist. Rufat Dadashov, zugegeben bislang selten in Szene gesetzt, hat sichtbare Anpassungsprobleme, musste mehrfach Kritik des Trainers einstecken. Ebenso stark ab fällt Tobias Warschewski, dessen Entwicklung weiter stagniert. 

Trainer:

Benno Möhlmann betonte, wie er selbst im Nachgang zugeben musste, in der Krisenzeit im Herbst 2017 zu oft: Er habe sich vehement Verstärkungen gewünscht und war anschließend unzufrieden, diese nicht bekommen zu haben. Das habe er zu sehr an sich herangelassen, anstatt die Situation zu akzeptieren, wie sie ist. So war Möhlmann letztlich nicht in der Lage, das Team aus der Negativspirale zu führen. Auch fehlten die neuen spieltaktischen Impulse.

Marco Antwerpen stellt variabler auf, was vom Team viel Flexibilität verlangt und es zuweilen an die Grenzen des Umsetzbaren bringt. So ist Münster schwer ausrechenbar, der Coach allerdings auch. Nicht jede Entscheidung von Antwerpen war richtig, nicht jede Idee hat gezündet. Jetzt ist er erstmals als Krisenmoderator gefragt. 

Und wie geht es weiter?

Ein Blick auf den Herbst 2017 zeigt zumindest, wie es nicht weitergehen sollte: 1:2 in Paderborn, 1:1 (inklusive Last-Minute-Gegentreffer) daheim gegen Aalen, 0:2 in Jena – und schon standen die Preußen mit dem Rücken zur Wand. Beide Niederlagen resultierten damals auch aus Elfmeter-Pech, wie das eben in einer ausgewachsenen Krise so ist.

Zumindest das sollte die Preußen nach bislang vielen strittigen Entscheidungen, die zu Ungunsten von Münster getroffen wurden, nicht erneut erwischen. Dafür steht ein happiges Programm bevor: Erst Cottbus, dann Rostock, Wiesbaden, Unterhaching und Würzburg. Preußen Münster wird sich in diesen Spielen strecken müssen, um sich nicht im dritten Jahr in Folge ein unruhiges Jahresende zu bescheren.

Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3036:39-342
7Würzburg3043:36741
8Münster3037:36141
91. FCK3036:39-341
10Uerdingen3033:43-1041

 


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Tabelle

30. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3036:39-342
7Würzburg3043:36741
8Münster3037:36141
91. FCK3036:39-341
10Uerdingen3033:43-1041

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