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Heimstarke Adler
Preußen Münster: Wieder Jubel gegen den SV Meppen?

(Foto: Schulte)
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Münster – Eigentlich war der SV Meppen in der 3. Liga bisher ein guter Gegner der Preußen. Im Hinspiel gewann der SC Preußen 2:0 und auch das bisher einzige Heimspiel endete mit einem Sieg. Auf seine Heimstärke muss sich der SCP allerdings auch verlassen ... 

Freitag: Liveticker zum Spiel des SCP gegen den SV Meppen

Eines ist vor dem Duell gegen den SV Meppen sicher: So leer wie zuletzt wird es im Preußenstadion nicht werden. Vor der Partie gegen die Emsländer sind rund 7.200 Karten verkauft, der SCP rechnet mit rund 9.000 Zuschauern. 

Okay, da muss man die üblichen "Abweichler" einrechnen, die angesichts von mauen Wetteraussichten das heimische Sofa oder die Kneipe bevorzugen - aber voller als zuletzt wird es ganz sicher. 

Das liegt ganz sicher auch an den Gästefans. Denn rund 1.600 von ihnen begleiten den SVM die rund 120 Kilometer von der Lathener Straße zur Hammer Straße. Die Aussicht auf den vollen Gästeblock mag am Tag vor dem Spiel dazu beigetragen haben, dass Preußentrainer Marco Antwerpen im traditionellen Mediengespräch erst einmal einen Wunsch äußerte. "Wir wünschen uns die Unterstützung unserer Fans", formulierte er allgemein. "Das ist ein Heimspiel gegen ein Team auf Augenhöhe. Wir brauchen für so ein Spiel auch mal die Fans, wir brauchen alle Fans."

Als "Appell" sei das zu verstehen, schob Antwerpen hinterher. Ein großer Teil der Fans unterstütze den Klub ja schon - aber es gebe auch einen kleineren Teil, der schnell negativ werde. So geschehen zuletzt im Heimspiel gegen Unterhaching, in dem einige Fans schon Rückpässe bei eigener Führung mit Pfiffen bedachten. Im Gespräch mit westline ergänzte Antwerpen später: "Nach dem Spiel kann jeder seine Wut rauslassen, aber während der Partie wünschen wir uns Unterstützung." 

Nun ist das ja so, dass der SC Preußen Münster durchaus heimstark ist. Die etwas unglückliche Niederlage gegen Hansa Rostock zuletzt einmal ausgenommen. Daheim ist der SCP vierbestes Team der 3. Liga. Und offenbart dabei eine ganz interessante Statistik: Ging der SCP im Preußenstadion in Führung, gewann er immer (8 Spiele). Geriet er in Rückstand, verlor er immer (6). Anders gesagt: Hop oder top, Held oder Trottel, alles oder nichts. 

Nun also Meppen: Auswärts auch nicht die Wahnsinnsmacht. Nur vier Siege holte der SVM auswärts, verlor aber acht Spiele. Marco Antwerpen warnte gleichwohl vor dem Gast. "Die haben aus der Hinrunde die richtigen Schlüsse gezogen und sich verstärkt." Ex-Preuße Marcus Piossek, in Lotte eher unglücklich, blüht beim SVM wieder auf. Dazu kam im Herbst schon der vereinslose Nick Proschwitz - der mittlerweile bei starken 12 Toren steht. "Meppen hat seinen Kader analysiert, hat gehandelt und spielt folgerichtig eine starke Rückrunde."

So hätte es - keine Ironie - auch beim SC Preußen Münster laufen können, doch Antwerpens Bitten und Hinweise verhallten ergebnislos und führten letztlich auch zum früh angekündigten Abschied des Trainerteams. Wo in Meppen Aufbruchstimmung herrschte, griff in Münster Tristesse angesichts leerer Kassen um sich. 

Meppen arbeitete sich dank starken 23 Punkten in 12 Spielen bis ins halbwegs sichere Mittelfeld empor, in der Hinrunde erspielte sich das Team in 19 Partien nur magere 19 Punkte (Tabellenplatz 18). 

 

Dennoch: Mittlerweile stehen beide Teams nebeneinander. Meppen hat den SCP mit 42 Punkten gar knapp überholt, Münster kommt nach vier Niederlagen in den jüngsten fünf Spielen nicht mehr richtig in Fahrt. Aber auch die Meppener hatten zuletzt etwas Schwung verloren. Ein 0:1 in München, ein 0:3 in Braunschweig - aber am vergangenen Wochenende immerhin ein 2:1-Heimsieg gegen Großaspach. 

Personell muss der SV Meppen auf einige Ausfälle reagieren: Mittelfeldmann Julian von Haacke fällt verletzt aus, Angreifer Marius Kleinsorge (3 Saisontore) auch, dazu fehlt noch Abwehrmann Hassan Amin. 

Bei den Preußen fehlt Tobias Warschewski weiterhin, auch Fabian Menig muss zuschauen - nach seiner 5. Gelben Karte. Am Donnerstag, am Rande einer Extraschicht Gymnasik, machte der Routinier und Dauerbrenner auch kein Geheimnis aus seinem Ärger. Genervt sei er, das Spiel nur von der Tribüne aus verfolgen zu können. In Würzburg hatte er für ein rustikales Foul Gelb gesehen und sich anschließend auch noch darüber erregt, dass Würzburgs Co-Trainer sogar Rot dafür forderte. 

Es ist das erste Spiel, das Menig in dieser Saison verpassen wird - 31 Spieltage lang stand er immer in der Startelf. Im Vorjahr verpasste er ebenfalls nur ein einziges Spiel - auch das wegen einer Gelbsperre. "Unter fünf Karten geht es halt nicht", grinste er am Donnerstag. 

Die interessante Frage wird sein, wer den Dauerbrenner auf der rechten Seite ersetzen wird. Wobei: So interessant dürfte das nicht sein. Vermutlich wird Philipp Hoffmann auf die Seite rücken. Ugur Tezel wäre für die Position auch ein Kandidat, aber der 22 Jahre alte Ex-Herthaner spielte in dieser Saison nur 44 Minuten. Das ist ein bisschen arg wenig in dieser Saisonphase. "Hoffmann haut sich da voll rein, versucht das Beste rauszuholen. Er wird ein gutes Spiel machen", glaubt der Trainer an die "Zweitbesetzung". 

Offensiv meldet sich neben Cyrill Akono ("Das Auswärtstor in Würzburg hat ihm gutgetan") auch Rufat Dadashov zurück. Nach seiner Länderspielreise ist Dadashov wieder voll im Training und auch wieder belastbar. Denkbar, dass er wieder einmal aufläuft. Gegen Unterhaching fehlte er wegen seiner Abstellung für Aserbaidschans Nationalmannschaft (und einer passend abgeholten Gelbsperre), in Würzburg blieb ihm über 90 Minuten nur der Bankplatz. 

Alle Fragen werden am Freitagabend beantwortet. Der SC Preußen Münster könnte mit einem Heimsieg auf 44 Punkte kommen und damit die zuletzt zumindest zaghaft diskutierte Frage nach einem Abstiegskampf weiter abschwächen. Diese Debatte wollte der Trainer ohnehin nicht führen. Eine Marke für den Klassenerhalt oder ein wie auch immer geartetes Saison-Punkteziel habe er nicht - allerdings sei es schwer vorstellbar, dass der SC Preußen keine weiteren Punkte mehr holen werde. 

Freitag: Liveticker zum Spiel des SCP gegen den SV Meppen

Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
10U´haching3853:46748

 


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6Rostock3847:46155
7Zwickau3849:47252
8Münster3848:50-252
91. FCK3849:51-251
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